Austausch des SSL-Zertifikats

10.08.2010

Auf­merk­same Billomat-Nutzer haben es bereits gemerkt: Wir erneu­ern gerade unser SSL-Zertifikat. Für euch macht sich das in einer zuge­ge­be­ner­ma­ßen häss­li­chen Warn­mel­dung eures Brow­sers bemerk­bar. Grund genug, hier und heute die Ein­zel­hei­ten zu erläu­tern.

Ein wenig Tech­nik muss sein

Zunächst ein­mal stellt sich die Frage, was ein SSL-Zertifikat ist, wozu es gut ist und was man damit macht. Keine Angst, ich werde Technik-Kauderwelsch so weit wie mög­lich vermeiden.

Um eine größt­mög­li­che Sicher­heit der Daten zu gewähr­leis­ten, pas­sie­ren die Nul­len und Ein­sen, die zwi­schen eurem Brow­ser und dem Billomat-Rechenzentrum aus­ge­tauscht wer­den, die Lei­tung in ver­schlüs­sel­ter Form. Als zugrunde lie­gende Tech­nik wird das SSL-Protokoll (Secure Sockets Layer) ver­wen­det. Es sorgt dafür, dass die Daten bei euch ver­schlüs­selt auf die Reise zum ver­trau­ens­wür­di­gen Billomat-Server geschickt wer­den. Ein „Mit­hö­ren“ ist somit nicht möglich.

Das Zer­ti­fi­kat — Reine Vertrauenssache

Für eine SSL-Verbindung ist ein Zer­ti­fi­kat not­wen­dig. Es gibt diverse Unter­neh­men, die diese Zer­ti­fi­kate aus­stel­len. Sie kon­trol­lie­ren die wahre Iden­ti­tät der Gegen­seite und bestä­ti­gen, dass der Emp­fän­ger eurer Daten auch wirk­lich Bil­lo­mat ist. So ist es unmög­lich, dass sich jemand für euer Lieblings-Fakturierungs-Tool aus­gibt ohne es zu sein.

Ein sol­ches Zer­ti­fi­kat hat eine begrenzte Lebens­dauer. Nach einer gewis­sen Zeit muss es erneu­ert wer­den. Die Über­prü­fung auf die wahre Iden­ti­tät ist also nur für eine bestimmte Zeit­spanne gesi­chert und muss dann erneu­ert werden.

Genau die­ser Zeit­punkt ist nun bei uns ein­ge­tre­ten. Das Billomat-Zertifikat muss erneu­ert wer­den. Lei­der wird das Zer­ti­fi­kat, das wir in den letz­ten Jah­ren ein­ge­setzt haben, so nicht mehr ange­bo­ten. Wir muss­ten also den Anbie­ter wech­seln und das dau­ert lei­der ein wenig. Ein wenig zu lange, denn so kam es, wie es kom­men musste: Euer Brow­ser zeigt eine Warnmeldung.

Keine Panik! Alles in Ordnung.

Die Mel­dung, die euch beim Auf­ruf von Bil­lo­mat gezeigt wird, ist in jedem Brow­ser unter­schied­lich. Je nach Brow­ser schwankt der Wort­laut zwi­schen sach­li­cher Infor­ma­tion und bild­zei­tungs­rei­fer Weltuntergangs-Stimmung. Die Aus­sage ist aber immer gleich: Die Bürg­schaft, dass Bil­lo­mat hin­ter Bil­lo­mat steckt, ist mit dem Zer­ti­fi­kat zum 08.08.2010 abge­lau­fen und wird vom Aus­stel­ler des Zer­ti­fi­kats nicht mehr garantiert.

Keine Angst! Wir sind’s noch. Der Ablauf des SSL-Zertifikats bedeu­tet nicht, dass die Daten nun unver­schlüs­selt über­tra­gen wer­den. An der Tech­nik ändert sich nichts. Auch der Emp­fän­ger eurer Daten ist nach wie vor unser Ser­ver. Stellt es euch am bes­ten wie einen abge­lau­fe­nen Per­so­nal­aus­weis vor. Fak­tisch ändert sich nichts an eurer Iden­ti­tät, Ärger von den Ord­nungs­hü­tern könnte es aber trotz­dem geben.

Und nun?

Euer Brow­ser fragt nach, ob ihr dem Zer­ti­fi­kat ver­trauen wollt, auch wenn es abge­lau­fen ist. Wenn ihr dies bestä­tigt (auch hier unter­schei­det sich je nach Brow­ser der Wort­laut und das Vor­ge­hen), könnt ihr Bil­lo­mat wie gewohnt nutzen.

Wir rech­nen damit, dass das neue Zer­ti­fi­kat bereits in Kürze instal­liert wird. Ab dann läuft wie­der alles wie gewohnt.

Im Namen des Billomat-Teams möchte ich mich noch ein­mal für die Unan­nehm­lich­kei­ten und die ent­stan­dene Ver­wir­rung entschuldigen.

Was haben wir dar­aus gelernt? Ers­tens wis­sen wir nun alle, was ein SSL-Zertifikat ist, zwei­tens haben wir die Lauf­zeit nun deut­lich län­ger gewählt und drit­tens werfe ich sofort mal einen Blick auf mei­nen Per­so­nal­aus­weis, um des­sen Ablauf­da­tum zu kontrollieren.

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