Schnelleres Überweisen mit dem Bezahlcode

26.09.2011

Erin­nert sich hier noch jemand an die Zeit, in der Arti­kel, die man bei Aldi aufs Band legte, ein­ge­tippt wur­den? Heute ist dies undenk­bar. Schon längst wer­den Kon­ser­ven­do­sen, Tief­kühl­pizza und Tabak­wa­ren ein­ge­scannt. Das ist schnel­ler, beque­mer und zudem auch deut­lich weni­ger anfäl­lig für Feh­ler. Wäre doch schön, wenn das mit Rech­nun­gen auch so ein­fach gehen würde. Es geht. Der Bezahl­code macht’s möglich.

Wer den Bezahl­code schon kennt, kann nun gewis­sen­haft abkür­zen und wei­ter unten bei „So geht’s“ wei­ter­le­sen. Allen ande­ren möchte ich ihn zunächst ein­mal vorstellen.

Quick Response dank QR-Code

So sieht er aus, der QR-Code

So sieht er aus, der QR-Code

Er ist qua­dra­tisch, prak­tisch und oben­drein auch noch gut. Die Rede ist vom QR-Code (QR = Quick Response). Er besteht aus schein­bar will­kür­lich ange­ord­ne­ten schwar­zen Punk­ten. Tat­säch­lich ist es eine Wei­ter­ent­wick­lung des alt­be­kann­ten Strich­codes. Wäh­rend die Strich­fol­gen auf der Tief­kühl­pizza nur eine begrenzte Anzahl Zah­len auf­neh­men kön­nen, steckt der große QR-Code-Bruder vol­ler Infor­ma­tio­nen. Belie­bige Zei­chen­fol­gen las­sen sich mit ihm maschi­nen­les­bar codie­ren. So gibt es mitt­ler­weile Visi­ten­kar­ten mit QR-Codes, die die Kon­takt­da­ten beinhal­ten. In Print-Anzeigen fin­det man immer häu­fi­ger QR-Codes mit Internet-Adressen. Damit ermög­licht der QR-Code den Brü­cken­schlag zwi­schen bedruck­tem Papier und dem Internet.

Zum Ein­le­sen die­ses klei­nen Wun­der­kna­bens benö­tigt man eine Kamera und ein wenig Tech­nik. Aber keine Angst, es muss keine Supermarkt-Kasse sein. Nahezu jedes moderne Handy bringt alles mit, was fürs Ein­scan­nen nötig ist. Alter­na­tiv kann natür­lich auch der hei­mi­sche Rech­ner mit Web­cam her­hal­ten. Kamera + Soft­ware ermög­li­chen das Ein­le­sen und Ver­ar­bei­ten des QR-Codes.

Die Rech­nung bitte

Ob die sto­e­ger it GmbH auch die lan­gen Aldi-Schlangen im Hin­ter­kopf hat­ten, weiß ich nicht. Fakt ist, dass sie mit dem Bezahl­code einen Geis­tes­blitz hat­ten, der es in sich hat. Die Idee ist denk­bar ein­fach: Alle rele­van­ten Daten einer Rech­nung (Betrag, Bank­ver­bin­dung, Ver­wen­dungs­zweck, etc) wer­den zunächst in ein maschi­nen­les­ba­res For­mat gebracht. Diese Infor­ma­tio­nen wer­den anschlie­ßend zu einem QR-Code gemacht. Die­ser gra­fi­sche Code kann nun auf die Rech­nung gedruckt werden.

Möchte der Rech­nungs­emp­fän­ger das Geld über­wei­sen, muss er die Daten nicht müh­sam abtip­pen. Statt­des­sen scannt er den Code schnell ein. Die Banking-App (z.B. iOut­Bank fürs iPhone) erzeugt ein fer­ti­ges Über­wei­sungs­for­mu­lar, das nur noch abge­schickt wer­den muss. Ärger­li­che Zah­len­dre­her wer­den so eben­falls ver­mie­den. Der Vor­teil für den Kun­den: Schnel­ler und ein­fa­cher über­wei­sen.  Der Vor­teil für dich: Schnel­ler Geldeingang.

Der QR-Code wird somit zum moder­nen Über­wei­sungs­trä­ger. Ein­scan­nen, abschi­cken, fertig.

YouTube Preview Image

Wei­tere Infor­ma­tio­nen fin­dest du übri­gens unter www.bezahlcode.de.

So geht’s

Um den Bezahl­code auf eure Rech­nun­gen zu dru­cken, soll­tet ihr zunächst ein­mal unter den Billomat-Einstellungen den Menü­punkt Zahl­ar­ten besu­chen. Dort könnt  ihr fest­le­gen, wel­che Zahl­ar­ten ihr unter­stützt. Dies dient zunächst ein­mal eher zu inter­nen Zwe­cken. So könnt ihr bei­spiels­weise bei der Suche danach fil­tern. Für den Bezahl­code ist die Zahl­art Über­wei­sung zu akzeptieren.

Ist die Check­box ange­hakt, könnt ihr im nächs­ten Schritt den Bezahl­code akti­vie­ren. Wer möchte kann nun noch ein wenig Fin­etu­nig vornehmen.

Größe
Hier könnt ihr fest­le­gen, wie groß der Code sein soll. Dabei gilt: Je grö­ßer er abge­druckt wird, desto bes­ser ist er spä­ter les­bar. Er nimmt dann aber auch viel Platz im Doku­ment ein und spielt sich optisch ein wenig in den Vor­der­grund. Ist der QR-Code hin­ge­gen zu klein gewählt, ist er zwar schön dezent, aber auch schwe­rer zu lesen, wenn der Aus­druck unsau­ber oder die Licht­ver­hält­nisse beim Ein­scan­nen schlecht sind.

Ver­wen­dungs­zweck
Der Bezahl­code ent­hält auch einen Ver­wen­dungs­zweck, der beim Über­wei­sungs­for­mu­lar vor­be­legt ist. Hier könnt ihr ange­ben, wie der Ver­wen­dungs­zweck lau­ten soll. Wahr­schein­lich ist es sinn­voll, Rech­nungs­num­mer und Kun­den­num­mer zu ver­wen­den. Da hier auch Platz­hal­ter (wei­tere Infor­ma­tio­nen dazu gibt es in der Hilfe) ver­wen­det wer­den kön­nen, ist dies kein Pro­blem. Die sinn­vollste Ein­stel­lung hier ist somit wahr­schein­lich
RECHNUNG [Invoice.invoice_number] KUNDE [Client.client_number]

Beschrei­bungs­text
Zu guter Letzt sollte man beden­ken, dass der Kunde noch nicht so ver­traut mit dem Bezahl­code ist, wie du es jetzt bist. Ein kur­zer Erklä­rungs­text kann hier bestimmt hel­fen, um dem Rech­nungs­emp­fän­ger die nütz­li­che Funk­tion näher zu brin­gen. Wenn du möch­test, dann über­nimm doch ein­fach unse­ren Text­vor­schlag, den wir neben das Feld gedruckt haben.

Auf los geht’s los

OK, der Bezahl­code ist nun start­be­reit. Sobald du eine Rech­nung schreibst, musst du nur noch ange­ben, dass diese auch über­wie­sen wer­den kann. Dazu ein­fach ein Häk­chen in der rech­ten Sei­ten­spalte set­zen. Um sich die­sen Klick zu erspa­ren, kannst du diese Ein­stel­lung dort auch gleich als Stan­dard übernehmen.

Auswahl Überweisung + Festlegung als Standard

Aus­wahl Über­wei­sung + Fest­le­gung als Standard

Wenn du die Standard-Vorlage nutzt, bist du am Ziel ange­kom­men. Die Rech­nung wird mit Bezahl­code gedruckt.

Benutzt du eine eigene Vor­lage in Form eines Word-Dokuments, kannst du ange­ben, wo genau der Bezahl­code erschei­nen soll. Füge dazu ein­fach den Platz­hal­ter "image:[Invoice.bezahlcode]” an die Stelle, an der Bil­lo­mat den Bezahl­code dru­cken soll. Der Beschrei­bungs­text zum Code wird beim Platz­hal­ter “[Invoice.bezahlcode_text]" eingefügt.

3 Kommentare zu “Schnelleres Überweisen mit dem Bezahlcode”

  1. Markus sagt:

    Klei­ner Nach­trag — Einen ande­ren Aspekt des Bezahl­codes beleuch­tet Marco Zehe in sei­nem Blog. Er schreibt: “Neues Bezahl­sys­tem mit Bezahl­code ein Gewinn für die Bar­rie­re­frei­heit” und erläu­tert, wie nun auch Blinde und Seh­be­hin­derte viel leich­ter Rech­nun­gen bezah­len kön­nen. http://www.zehe-edv.de/2011/02/03/neues-bezahlsystem-mit-bezahlcode-ein-gewinn-fur-die-barrierefreiheit/

  2. […] und gerade diese Eigen­schaft ist es, wel­che Ver­trauen schafft. Jüngste Bei­spiele dafür wären die Ein­füh­rung des QR-Bezahlcodes, eine kluge Auto­ver­voll­stän­di­gung wie bei Google & Co., die Unter­stüt­zung von Brutto-Preisen […]

  3. sehr Inter­es­sant, danke für den Tipp

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