Vom Schweinehund Wolfgang. Und wie es anders laufen kann

Unter Selbstständigen gibt es ein weit verbreitetes Phänomen: Je mehr sie arbeiten, desto niedriger ist ihr Kontostand. Ich kenne das. Und fast jeder Freiberufler in meinem Umkreis kennt das. Die Erklärung dafür ist simpel: Bei extremer Arbeitsbelastung fallen die administrativen Aufgaben oft einfach unter den Tisch – mit anderen Worten: Man kommt nicht zum Schreiben der Rechnungen.

Der pflichtbewusste Dienstleister ordnet die Abrechnung seiner Honorare eben viel weiter unten auf der Prioritätenliste ein als die Erledigung neuer Aufträge. Das ist unheimlich kundenfreundlich – und gleichzeitig wahnsinnig bekloppt.

Man sollte sich vor Augen halten: Die Rechnung gehört zu einem Projekt ganz genauso dazu wie Akquise, Kalkulation, Durchführung und Kundenservice. Eigentlich ist sie erst die Krone des Ganzen, mehr noch: der Grund, weshalb man sich überhaupt entschließt, den Großteil des Tages am Arbeitsplatz und nicht auf dem Sofa vor Talkshows und Gerichtssendungen zu verbringen.

Perfiderweise ist nicht nur der aufopferungsvolle Vorsatz, laufende Projekte mit größtmöglichem Einsatz gewissenhaft zu erledigen, der vernünftigen Buchhaltung im Weg. Sondern auch der innere Schweinehund. Meiner heißt Wolfgang und flüstert mir ein: „Sachen mit Zahlen machen dir keinen Spaß. Du bist mehr der Buchstabenmensch.“ (Ich kenne aber auch Kolleginnen und Kollegen, die sich eher bremsen müssen beim Versand ihrer Rechnungen, so viel Spaß macht ihnen die Aussicht auf Geldeingänge. Finde ich nachahmenswert. Ich bin leider nicht so.) Gegen Wolfgang hilft zweierlei: ein Blick aufs leere Konto, dann ist er ruhig. Oder aber, wenn man es gar nicht so weit kommen lassen möchte, das ewige Mantra: „Kein Auftrag ist abgearbeitet, ehe die Rechnung geschrieben ist.“ Und ganz pragmatisch: Rechnungen zeitnah nach Projektende schreiben, die Aufgabe nicht vor sich her schieben, bis die unerledigten Rechnungsberge diverser Projekte unüberwindlich scheint.

Und natürlich: sich die Vorgänge so einfach machen wie möglich, damit der Zeitaufwand denkbar klein wird. Zum Beispiel über eine Online-Plattform, die einem die Arbeit rundherum erleichtert. Wir kennen da zufällig eine: Wir haben sie nämlich erfunden. 😉

Markus Möller

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