Rechnungen mit Steuerschuldumkehr verbuchen

Eine Buchung mit Steuerschuldumkehr – das klingt exotisch, ist es aber nicht. Rechnungen für Google Adwords oder für das Bewerben von Postings auf deiner Facebookseite sind Rechnungen aus einem Drittland. Damit gilt innerhalb der EU das Reverse Charge Verfahren. Wir erklären dir, wie du Rechnungen mit Steuerschuldumkehr verbuchen musst!

Reverse Charge Verfahren = Steuerschuldumkehr

Rechnungen mit Steuerschuldumkehr verbuchen

Steuerschuldumkehr ist nichts anderes als das Reverse Charge Verfahren. So musst du Rechnungen mit Steuerschuldumkehr verbuchen!

Steuerschuldumkehr bedeutet: Nicht der Rechnungsausstellende führt die Umsatzsteuer an das Finanzamt ab. Das übernimmt der Empfänger der Rechnung. Die Leistung wird theoretisch dort erbracht, wo der Auftraggeber seinen Sitz hat. Damit ist die Umsatzsteuersatz im Auftraggeber-Land fällig. Da die Rechnung aber im Ausland geschrieben wird, muss der Auftraggeber sich selbst darum kümmern, dass die Umsatzsteuer zu seiner zuständigen Finanzbehörde kommt.

Reverse Charge Verfahren ist nur ein anderes Wort für Steuerschuldumkehr.

Ausgaben für Google Adwords, Facebook, Amazon, Ebay etc.

Amazon, Ebay und Co. befinden sich alle woanders in der EU. Für jede Dienstleistung, die du bei diesen Unternehmen in Auftrag gibst, bekommst du eine Rechnung, auf der der Hinweis auf das Revese Charge Verfahren vermerkt sein muss. Außerdem wollen diese Dienstleister alle deine Umsatzsteuer-ID wissen: Die brauchen sie, um gegenüber ihrer eigenen Finanzbehörde nachzuweisen, dass es dein Unternehmen wirklich gibt.

Rechnung mit Steuerschuldumkehr verbuchen – so gehts!

Gängige Buchhaltungssoftware sollte zwei Buchungsmöglichkeiten parat haben. Einmal kannst du die Ausgaben für Facebook und co. als Werbekosten verbuchen, weil es Werbekosten sind. Da musst du allerdings einstellen, dass der Steuersatz §13b Umsatzsteuergesetz lautet. Dadurch löst du die Verbuchung von Umsatzsteuer und Vorsteuer aus. Die andere Option ist: Ein Buchungskonto auf dem der Steuersatz auf §13b voreingestellt ist.

Was passiert genau? Du als Rechnungsempfänger musst die Umsatzsteuer errechnen, die du dem Finanzamt schuldest. Dieser geschuldete Umsatzsteuerbetrag wird Teil deiner nächsten Umsatzsteuervorrauszahlung. Gleichzeitig ist sie aber auch Vorsteuer, denn sie zählt zu deinen Betriebsausgaben.

Rechnungen ins Ausland verschicken

Wenn du selbst Rechnungen an Firmenkunden ins Ausland verschickst, sind das sogenannte nicht steuerbare Umsätze.

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Markus Möller

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