Lexikon

Abschreibung - Was versteht man unter Abschreibung?

Als eine Abschreibung wird im Rechnungswesen die Verrechnung von Wertminderungen durch die unvermeidliche Abnutzung beschrieben.
Bestimmte Aktiva (Vermögensgüter) können im Laufe der Zeit planmäßig (Alterung, Verschleiß) oder außerplanmäßig (Preisverfall, Beschädigung) an Wert verlieren. Solche Wertminderungen werden in der Bilanz durch die Abschreibung festgestellt. In der regelmäßig zu erstellenden Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) muss das Periodenergebnis um den Betrag der dieser sinken.

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Handelsrechtliche Bedeutung der Abschreibung

Abschreibungen sind zum einen handelsrechtlich von Bedeutung, da sie beispielsweise bei der Veräußerung eines entsprechenden Guts zu berücksichtigen sind. In Kapitalgesellschaften geben die Abschreibungen zudem deutliche Signale an die Investoren, wie es um die wirtschaftliche Gesundheit der Aktiva bestellt ist.

Steuerrechtliche Bedeutung der Abschreibung

Abschreibungen sind zum anderen auch für die steuerliche Rechnungslegung wichtig. Der Fiskus fordert zum Ende von jedem Geschäftsjahr eine aktuelle Entwicklung der Aktiva ein. Steuerlich kann eine Abschreibung zudem als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Neben den regulären Abschreibungen können hierbei auch erhöhten Abschreibungen, die beispielsweise durch einen Wertverzehr durch Abnutzung, der größer als erwartet war, sowie eine Sonderabschreibung geltend gemacht werden. Sonderabschreibungen sind jedoch nur für bewegliche Wirtschaftsgüter möglich, die dem Anlagevermögen zuzurechnen sind.

Die Abschreibungsdauer

Um die etwaige Dauer einer Abschreibung abschätzen zu können gibt das Bundesministerium für Finanzen regelmäßige eine sogenannte AfA-Tabelle heraus. In ihr werden typische Abschreibungsdauern gelistet, an die sich die Buchhaltung eines Unternehmens (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zur Unternehmensführung) orientieren kann.

Abschreibung

Die aus der AfA-Tabelle entnehmbaren Werte für die Abschreibungsdauer sind rechtlich nicht bindend und dienen den Unternehmen allein zur Orientierung. So kann eine individuelle Abschreibungsdauer natürlich höher liegen, wenn eine Maschine beispielsweise nur selten genutzt wird und sich deshalb auch langsamer abnutzt. Ist die Maschine allerdings außerordentlich starken Umwelteinflüssen ausgesetzt, kann die individuelle Abschreibungsdauer auch deutlich unter den in der AfA-Tabelle angegebenen Werten liegen.

 

 

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