Lexikon

Bürgschaft - Was ist eine Bürgschaft?

Indem eine Bürgschaft übernommen wird, verpflichtet sich ein Bürge, für einen Schuldner einzustehen, falls dieser dem Gläubiger gegenüber ausfällt. Sie erfolgt dabei zuerst über einen Gesamtbetrag. Fällt der Schuldner nach mehreren Teilzahlungen aus, haftet der Bürge noch immer für den Restbetrag. Bürgschaften werden häufig durch Eltern oder Verwandte übernommen, um jüngeren Familienmitgliedern Kredite zum Existenzaufbau zu gewähren.

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Wie wird der Begriff Bürgschaft definiert?

Eine Bürgschaft ist ein rechtsgültiger Vertrag, der neben dem Schuldner und Gläubiger eine weitere Partei umfasst, die für den Schuldner bei Ausfall einsteht. Die Rechte und Pflichten der Bürgschaftsparteien sind durch § 765 ff. BGB und § 349 f. HGB geregelt. Rechtlich zählt diese Art des Finanzierungsvertrages zu den Personalsicherheiten. Neben Privatpersonen können auch Kaufleute Bürgschaften abschließen. Es wird in vier verschiedene Arten der Bürgschaft unterschieden.

Anwendungsbeispiel für Bürgschaften

Ein möglicher Fall für eine privat beschlossene Bürgschaft ist das Bürgen eines Familienmitgliedes für Jüngere. Beispielsweise bürgen Eltern häufig für die Kreditaufnahme oder Finanzierung ihrer Kinder, wenn diese zwar über ein eigenes Einkommen verfügen, aber noch keine hohe Reputation bei Banken genießen, da sie über keine Sicherheiten verfügen. So kann der jüngere Kreditnehmer ein Geschäft aufbauen oder eine wichtige Anschaffung tätigen, wodurch er die Zahlungen letztlich begleicht und eigene Sicherheiten schafft.

Eine schriftliche Vereinbarung verpflichtet die Dritten, Bürge genannt, für den Schuldner finanziell einzustehen, sollte dieser seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Fällt der Schuldner nach einigen Raten aus und kann keine Vereinbarung getroffen werden, die Zahlungen anzupassen, muss der Bürge die Zahlung der Restbeträge übernehmen. Bürgen sollte daher nur, wer von der Rückzahlung des möglichen Schuldners vollends überzeugt ist.

Welche Arten der Bürgschaft gibt es?

Bürgschaft

  • Die Art der Bürgschaft, bei der Gläubiger sich bei Ausfall an den Bürgen wenden, nennt man Ausfallbürgschaft. Hier steht dem Bürgen zu, dass zuerst das Vermögen des Schuldners angetastet wird, bevor er für den Restbetrag einstehen muss.
  • Bei der Selbstschuldnerischen Bürgschaft, bürgt der Bürge auch dann, wenn keine Pfändung und Vollstreckung gegen den Schuldner erwirkt wurde. Er ist dadurch erster Ansprechpartner des Gläubigers bei Ausfall.
  • Die Rückbürgschaft bezieht eine weitere Person ein. Fällt der Schuldner aus und der Bürge wird in Anspruch genommen und kann auch dieser nicht zahlen, wird der Rückbürge bemüht.
  • Im Rahmen eines Kreditauftrags ist es möglich, Bürgschaften ungewollt abzuschließen, wenn ein Dritter beauftragt wird, unter seinem Namen für ihn einen Kredit abzuschließen. Fällt der eigentliche Schuldner aus, bürgt der Dritte als Bürge für den Ausfall, auch wenn er die Beauftragung beweisen kann.

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