Banken bieten Leistungen im Bereich des Kredit-, Kapital- und Zahlungsverkehrs an. Das Kreditwesengesetz (§ 1 KWG) bezeichnet sie als Unternehmen, die gewerbsmäßig oder in größerem – einen kaufmännischen Geschäftsbetrieb erfordernden – Umfang Bankgeschäfte betreiben.

Beim Stichwort „Bank“ denkst du zuerst an Kredite? Warum eigentlich? Im Billomat Magazin stellen wir dir eine Alternative zum Kredit der Bank vor: Das „Social Lending„.

Der Bankensektor bildet volkswirtschaftlich eine Schlüsselbranche, da er die Wirtschaft mit Liquidität versorgt. Er erfüllt daher zentrale Funktionen:

  • die Losgrößentransformation: Die Institute bündeln viele kleine Einlagen und Sparbeträge, dadurch werden größere Kredite erst möglich;
  • die Fristentransformation: Sie gleichen unterschiedliche Laufzeitinteressen von Anlegern und Kreditnehmern aus;
  • die Risikotransformation: Sie bilden einen Risikopuffer und tragen durch ihre Prüfungs- und Überwachungstätigkeit zur Begrenzung von Keditrisiken bei.

Wegen dieser Schlüsselstellung unterliegt die Bankwirtschaft einer umfassenden Regulierung und staatlichen Aufsicht. Auf nationaler Ebene ist das Kreditwesengesetz gesetzliche Grundlage und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für Aufsicht zuständig. Im Rahmen der Europäischen Bankenunion sind inzwischen wichtige Aufsichtsbefugnisse auf die EZB-Bankenaufsicht übergegangen. Sie betreffen vor allem größere – systemrelevante – Kreditinstitute.

Banken Branche im Umbruch

In Deutschland sind die Kreditinstitute üblicherweise als Universalbanken tätig. Das heißt, sie bieten ihren Kunden die gesamte Bandbreite des Bankgeschäftes. Dabei gibt es je nach geschäftspolitischer Ausrichtung unterschiedliche Schwerpunkte. Die größten Bankengruppen sind Kreditbanken, Sparkassen/Landesbanken und Kreditgenossenschaften/genossenschaftliche Zentralbanken. Daneben bestehen Sonder- und Spezialinstitute (Pfandbriefbanken, Förderbanken, Teilzahlungsbanken). Zunehmende Bedeutung hat das Direkt- oder Online-Geschäft. Darauf haben sich vor allem Direktbanken ausgerichtet. Sie sind in der Regel Töchter „klassischer“ Kreditinstitute. Eine wachsende Konkurrenz für das klassische Bankgeschäft bilden sogenannte „Fintech“-Anbieter. Das sind innovative Finanzdienstleister, die die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie – insbesondere das Internet – für sich nutzen. Die Fintech-Unternehmen sind meist keine Banken im herkömmlichen Sinne, greifen aber typische Geschäftsfelder der Kreditinstitute an. Ein Beispiel dafür sind Online-Kreditplattformen. Mit solchen Angeboten wird die Rolle der Kreditinstitute als Finanzintermediäre in Frage gestellt – eine strategische Herausforderung für die Bankwirtschaft.

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