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Banken sind Kreditinstitute, die Dienstleistungen für die Funktionalität und Sicherung von Zahlungs- und Kapitalgeschäften bieten. In diesem Beitrag erfährst Du mehr über Banken, welche Funktionen sie haben, welchen Regulationen sie unterliegen und welche Arten es gibt.
 


  1. Wofür sind Banken da?
  2. Welche Funktionen haben Kreditinstitute?
  3. Welche Richtlinien gelten für Banken?
  4. Welche Arten von Banken gibt es?
  5. Was sind FinTech-Anbieter?
  6. Wer prüft Banken?
  7. Wie verdienen Kreditinstitute Geld?
  8. Wieso parken Banken Geld bei der EZB?
  9. Warum schließen Banken immer mehr Filialen?

Wofür sind Banken da?

Banken bieten Leistungen im Bereich des Kredit-, Kapital- und Zahlungsverkehrs an.

Das Kreditwesengesetz (§ 1 KWG) bezeichnet sie als Unternehmen, die gewerbsmäßig oder in größerem – einen kaufmännischen Geschäftsbetrieb erfordernden – Umfang Bankgeschäfte betreiben.

Beim Stichwort „Bank“ denkst du zuerst an Kredite? Warum eigentlich? Im Billomat Magazin stellen wir dir eine Alternative zum Kredit der Bank vor: Das Social Lending.

Welche Funktionen haben Kreditinstitute?

Der Bankensektor bildet volkswirtschaftlich eine Schlüsselbranche, da er die Wirtschaft mit Liquidität versorgt. Er erfüllt daher zentrale Funktionen:

  • die Losgrößentransformation: Die Institute bündeln viele kleine Einlagen und Sparbeträge, dadurch werden größere Kredite erst möglich
  • die Fristentransformation: Sie gleichen unterschiedliche Laufzeitinteressen von Anlegern und Kreditnehmern aus
  • die Risikotransformation: Sie bilden einen Risikopuffer und tragen durch ihre Prüfungs- und Überwachungstätigkeit zur Begrenzung von Kreditrisiken bei.

Welche Richtlinien gelten für Banken?

Wegen dieser Schlüsselstellung unterliegt die Bankwirtschaft einer umfassenden Regulierung und staatlichen Aufsicht.

Auf nationaler Ebene ist das Kreditwesengesetz gesetzliche Grundlage und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für Aufsicht zuständig.

Im Rahmen der Europäischen Bankenunion sind inzwischen wichtige Aufsichtsbefugnisse auf die EZB-Bankenaufsicht übergegangen. Sie betreffen vor allem größere, systemrelevante Kreditinstitute.

Welche Arten von Banken gibt es?

In Deutschland sind die Kreditinstitute üblicherweise als Universalbanken tätig. Das heißt, sie bieten ihren Kunden die gesamte Bandbreite des Bankgeschäftes. Dabei gibt es je nach geschäftspolitischer Ausrichtung unterschiedliche Schwerpunkte.

Die größten Bankengruppen sind:

  • Kreditbanken
  • Sparkassen/Landesbanken
  • Kreditgenossenschaften/genossenschaftliche Zentralbanken

 
Daneben bestehen Sonder- und Spezialinstitute (Pfandbriefbanken, Förderbanken, Teilzahlungsbanken). Zunehmende Bedeutung hat auch das Direkt- oder Online-Geschäft. Darauf haben sich vor allem Direktbanken ausgerichtet. Sie sind in der Regel Töchter „klassischer“ Kreditinstitute.

Was sind FinTech-Anbieter?

Eine wachsende Konkurrenz für das klassische Bankgeschäft bilden sogenannte „Fintech“-Anbieter. Das sind innovative Banking-Finanzdienstleister, die die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie – insbesondere das Internet – für sich nutzen.

Fintech-Unternehmen sind meist keine Banken im herkömmlichen Sinne, greifen aber typische Geschäftsfelder der Kreditinstitute an. Ein Beispiel dafür sind Online-Kreditplattformen, die die Technologie des Online Banking für ihre Zwecke nutzen.

Mit solchen Angeboten wird die Rolle der Kreditinstitute als Finanzintermediäre in Frage gestellt – eine strategische Herausforderung für die Bankwirtschaft.

Wer prüft Banken?

Um die Geschäftstätigkeit von Kreditinstituten zu überwachen, wurde die Bankenaufsicht etabliert.

In Deutschland wird diese durch die Bundesbank sowie BaFin, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, gebildet.

Aufgabe der Bankenaufsicht ist insbesondere die stetige Überwachung der Kreditinstitute als auch anderweitigen Zahlungsinstituten oder E-Geldinstituten.

Nicht minder wichtig ist die Aufgabe der Bankenaufsicht das Vertrauen der Anleger zu stützen.

Wie verdienen Kreditinstitute Geld?

Mit dem Begriff “Bank” werden in Deutschland zumeist Geschäftsbanken, wie die Volksbanken, Commerzbank, Deutsche Bank oder auch Sparkassen bezeichnet. Diesen bieten sich verschiedene Möglichkeiten Geld zu verdienen.

Eine Einkommensquelle stellt das Aktivgeschäft dar, d.h. die Bank vergibt Kredite, wie z.B. einen Privat- oder Immobilienkredit an ihre Kunden.

Gegensätzlich dazu betreibt die Bank auch ein Passivgeschäft bzw. Einlagengeschäft, bei welchem Kunden ihr Geld der Bank anvertrauen und durch die Bank verwalten lässt. Das Geld der Kunden wird genutzt, um beispielsweise Unternehmen mit einer Finanzierung zu helfen.

Besonders profitabel sind die Zinsmargen, die sich aus dem Aktiv- und Passivgeschäft bilden, für die Kreditinstitute. Zinsen erhalten sie durch das Kreditgeschäft.

Wiederum die Finanzierung des Kredites geschieht oftmals durch das Passivgeschäft des Kreditinstituts. Die bedeutet, dass durch die Einlagen der Kunden Kredite für andere Kunden finanziert werden.

Beispielsweise gibt die Bank einen Kredit mit 5% Zinsen an einen Kunden, die Zinsen im Einlagengeschäft, z.B. für ein Tagesgeldkonto, liegen bei 1,5%, die der Kunde bekommt. Somit liegt die Marge für die Bank bei 3,5%. Diese 3,5% dienen zur Deckung der laufenden Kosten oder auch der Bildung von Risikorückstellungen.

Eine dritte und letzte Einkommensquelle stellt das Kommissionsgeschäft dar, d.h. Dienstleistungen, wie Kontoführungsgebühren oder Provisionen.

Wieso parken Banken Geld bei der EZB?

Jedes Kreditinstitut ist verpflichtet eine Mindestreserve bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zu hinterlegen, die der Stabilisierung des Bankensektors dient. Dabei richtet sich die Summe der Mindestreserve nach den täglich verfügbaren Kundeneinlagen.

In aller Regel sollte diese 1% der täglich verfügbaren Kundeneinlagen betragen. Wenn Kunden Geld von ihrem Konto nehmen, reduziert sich auch die Mindestreserve der Bank auf ihrem EZB Konto.

Die Mindestreserve schützt die Bank, falls es zu Engpässen kommen sollte. Dies kann geschehen, wenn viele Kunden ihre Einlagen auflösen und die Bank das Geld auszahlen muss.

Warum schließen Banken immer mehr Filialen?

Schon seit den 90er-Jahren ist die Anzahl der Bankfilialen rückläufig. Dies hat mehrere Gründe.

Einerseits unterliegen Kreditinstitute einem harten Wettbewerb – insbesondere in Zeiten der Digitalisierung. Auch das anhaltend niedrige Zinsniveau vereinfacht ihre Arbeit nicht.

Doch auch das Kundenverhalten hat sich über die Jahre hinweg verändert. So greifen immer mehr Menschen zur EC-Karte und viel weniger nutzen Bargeld zur Zahlung.

Auch müssen Kunden nicht mehr in die Filiale gehen, um eine Überweisung zu veranlassen. Dies geschieht heutzutage ganz einfach online im Webbrowser oder in der App des jeweiligen Kreditinstituts.
 
 
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