Lexikon

Cashflow - Was ist ein Cashflow?

Der Cashflow gibt Auskunft über Finanzströme zu und aus Unternehmen und lässt für das Unternehmen selbst Rückschlüsse über die aktuelle Liquidität zu. Die summierten und abgezogenen Beträge des Cashflow umfassen Einnahmen, Ausgaben, Rückstellungen, Wertpapiere / Aktien, Zinsen und viele andere Finanzposten. Da für die Ermittlung dieser wichtigen wirtschaftlichen Messgröße jedoch die Details der Einzelposten unerheblich sind, eignet sich die Analyse nur zur Beurteilung der Gesamtsituation, nicht zur Optimierung einzelner Bereiche.

Nutzen und Zusammensetzung des Cashflow

Unter dem Begriff Cashflow werden finanzielle Ströme zusammengefasst, die zum Ende einer zeitlichen Periode (Oft das Geschäftsjahr) genutzt werden, um den Zahlungsmittelüberschuss zu ermitteln. Vereinfacht lässt sich sagen, es wird berechnet, welche finanziellen Mittel dem Unternehmen ganz konkret zur Verfügung stehen, egal ob durch:

Abgezogen von den Eingängen werden sämtliche Ausgabenposten. Der große Unterschied zwischen Bilanz und Cashflow-Analyse ist, dass die Ausgaben in letzterer stets ein negativer Posten sind, der auch nirgends wieder einem Vermögen zufließt, sondern für das Unternehmen nicht mehr verfügbar ist.

Man unterscheidet nach dem Net Operating und dem gesamten (auch Operating) Cashflow. Die Instrumente dienen verschiedenen Zwecken. Durch die Net Operating Analyse lässt sich lediglich der Einzahlungsüberschuss ermitteln, der aus Produktions- und Absatztätigkeiten entstanden ist. Bei der Gesamtaufstellung werden auch Finanzierungs-, Ausschüttungs- und Investitionsposten berücksichtigt und dies sowohl in den Einnahmen, als auch Ausgaben (Vergleiche hierzu den Lexikoneintrag zu den Betriebsausgaben).

Einzelposten innerhalb der Cashflow Analyse

Die Cashflow-Analyse besteht aus fünf Etappen, an deren Ende jeweils ein verwertbares Zwischenergebnis steht.

Der Net Operating Cashflow

Im ersten Schritt werden die Netto-Umsatzerlöse zusammengerechnet. Davon abgezogen werden zuerst die Materialkosten, dann die Löhne, Gehälter und sonstige Zahlungen an Mitarbeiter inklusive der sozialen Abgaben. Vom Restbetrag werden Steuern und Betriebskapital subtrahiert. 

Die vorläufigen Mittel

Im zweiten Schritt werden von diesem Zwischenergebnis diverse Rückzahlungen von Fremdmitteln, sowie anfallende Zinsen abgezogen. Erhaltene Rückzahlungen, Ausleihungen, Zinszahlungen und Dividenden werden hinzugerechnet. So ergeben sich die vorläufigen Mittel, die dem Unternehmen zur Ausschüttung und Investition (Siehe hierzu auch die Lexikoneinträge zum Investor und Investitionsabzugsbetrag) zur Verfügung stehen.

Der Free Cashflow

Zum weiteren Berechnen werden die Einnahmen (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zu den Betriebseinnahmen) aus dem Verkauf von Gegenständen aus dem Anlagevermögen addiert. Mögliche Investitionsauszahlungen werden abgezogen um schließlich das gewünschte Zwischenergebnis zu erhalten.

Der gesamte Cashflow

Auch mit diesem Zwischenergebnis lässt sich weiter kalkulieren. Positiv hinzugerechnet werden die Ausgaben von Aktien und Obligationen und die Aufnahme langfristiger Fremdmittel. Abgezogen werden im Gegenzug Mittel für den Rückkauf von Obligationen, die Tilgungsbeträge für Fremdmittel (Vergleiche hierzu den Lexikoneintrag zum Fremdkapital), so wie zu begleichende Dividendenzahlungen.

Der aktuelle Kassenbetrag

Zieht man nun noch Wertpapiere aus dem Umlaufvermögen und Forderungen von Kreditinstituten (Siehe hierzu den Lexikoneintrag zu den Kreditoren) ab und rechnet kurzfristige Verbindlichkeiten hinzu, erhält man den aktuellen Kassenbetrag.

Die Daten, die aus der Analyse gewonnen werden, beziehen sich stets auf vergangene Perioden. Eine Prognose lässt sich daraus nur begrenzt ableiten. Darum werden die Daten der Analyse zumeist nur firmenintern verwertet.

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