Lexikon

Einfuhrumsatzsteuer - Was ist eine Einfuhrumsatzsteuer?

Die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) ist mit der Einfuhr von Waren verknüpft und wird nicht von den Finanzbehörden von Bund und Ländern, sondern von der Bundeszollverwaltung erhoben. Die Einfuhrumsatzsteuer ist nach § 21 I UStG (Umsatzsteuergesetz) eine Verbrauchssteuer. Die Einnahmen aus der EUSt stehen Bund und Ländern gemeinsam zu. Bei der Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer werden Waren beim Export in ihrem Ursprungsland von der Umsatzsteuer entlastet und bei der Einfuhr in das Bestimmungsland mit der Einfuhrumsatzsteuer belastet. Dadurch soll ein umsatzsteuerlicher Grenzausgleich erreicht werden.

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Einfuhrumsatzsteuer beim Import von Waren in die EU

Die Einfuhrumsatzsteuer ist eine Form der Umsatzsteuer, die erhoben wird, sobald Waren aus einem Drittland außerhalb der EU in das Zollgebiet der EU verbracht werden. Die Erhebung der EUSt richtet sich dabei nach den Gesetzen des Landes, in das die Waren eingeführt werden. Dies ist in der Regel der Saat, in den die Waren zum ersten Mal in das Zollgebiet der EU gelangen, es kann aber auch das Land sein, in dem die Waren erstmals in den freien Verkehr überführt werden

Am 1.1.1993 wurde die EUSt durch eine Umsatzsteuer für den Warenverkehr innerhalb der EU gemäß § 1 I 5 UStG ersetzt. Seit dem wird die EUSt nur noch für Waren, die aus einem Drittland außerhalb der Zollunion eingeführt werden, erhoben. In Deutschland wird die EUSt für die Einfuhr von Waren aus Drittstaaten in das Inland erhoben.

Einfuhrumsatzsteuer

Einfuhrumsatzsteuer – Bemessungsgrundlage, Steuersatz und Vorsteuerabzug

Der Zollwert der eingeführten Waren dient zuzüglich eventueller weiterer Abgaben, Zölle und Verbrauchsteuern als Bemessungsgrundlage für die EUSt. Die Bemessungsgrundlage ist eine Nettobemessungsgrundlage, von der die zu entrichtende EUSt selbst kein Teil ist. Der Steuersatz der EUSt richtet sich nach den Umsatzsteuersätzen der einführenden Länder.

Muss ein Unternehmen auf eingeführte Waren die EUSt entrichten und werden die Waren anschließend für umsatzsteuerpflichtige Zwecke verwendet, kann das Unternehmen die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) wie die Mehrwertsteuer als Vorsteuer abziehen. Durch die Möglichkeit des Vorsteuerabzuges soll eine mehrfache Belastung durch die Umsatzsteuer vermieden werden. Ein Unternehmen ist zum Abzug der EUSt als Vorsteuer berechtigt, wenn das Unternehmen zum Zeitpunkt der Einfuhr die Verfügungsgewalt über die eingeführten Waren gehabt hat.

Einfuhrumsatzsteuer – Steuerpflicht und Steuerbefreiung

Anders als bei der normalen Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer kann bei der EUSt nicht nur ein Unternehmen, sondern jede Person, die Waren einführt, Steuerpflichtiger sein. In § 5 UStG werden Waren und Gegenstände genannt, die unter bestimmten Voraussetzungen von der EUSt befreit sind. Dazu zählen Waren, die nach dem Zollkodex (ZK) abgabenfrei eingeführt werden können sowie von Privatpersonen zu nicht-gewerbliche Zwecken einführt werden und Waren, die in ein Umsatzsteuerlager verbracht werden sollen.

Einzelnachweise: 

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