Lexikon

Einkommensteuererklärung - Was ist eine Einkommensteuererklärung?

Die Einkommensteuererklärung ist die umfassendste Steuererklärung, die fast alle Arbeitnehmer und Selbstständige in Deutschland trifft. Die Abgabe erfolgt eigenständig oder unter Mithilfe eines Steuerberaters.

Bei der Einkommenssteuererklärung kann man viel falsch machen: Im Billomat Magazin verraten wir Dir, welche 5 Fehler du vermeiden solltest.

Aufbau und Nutzen der Einkommensteuererklärung

Die Einkommensteuer ist ein Erbe Ostpreußens und wurde in ihrer heutigen Form zuerst ab 1811 ebendort erhoben. Als Modell diente die britische Income tax. Heute decken die Einnahmen aus der Einkommensteuer rund ein Drittel der bundesweiten Steuereinnahmen ab und schmälern den Gewinn aus der Entlohnung nahezu aller Arbeitnehmer. Im Jahr 2018 liegt der Grundfreibetrag bei 9.000 Euro für Ledige und 18.000 Euro für Verheiratete. Alle Einnahmen darüber hinaus werden also besteuert. Lediglich Arbeitnehmer, die unter dem Existenzminimum verdienen, müssen keine Steuer auf ihr geringes Einkommen zahlen.

Die Einkommensteuererklärung wird über das ELSTER Steuersystem eingereicht, entweder direkt über die Website nach einem Login mit Hilfe von Zertifikat und Passwort, oder über eine zwischengeschaltete, lizenzierte Steuersoftware. Dabei müssen alle relevanten Vordrucke korrekt ausgefüllt werden. Neben dem Mantelbogen EST 1 A, 1 V oder 1 C stehen zahlreiche Anlagen zur Wahl. So müssen beispielsweise Selbstständige die Anlagen S und Einnahmen-Überschuss-Rechnung zwangsläufig mit einreichen, für Familien stehen die Anlagen K, Kind, AV, U und weitere zur Verfügung. Die Notwendigkeit der Anlagen ergibt sich aus den Einkommensarten und Absetzungen für das Steuerjahr.

Wer muss eine Einkommensteuererklärung abgeben?

Einkommenssteuererklärung

Die Einkommensteuererklärung trifft nach § 46 Abs 2 Satz 1 EStG nur solche Arbeitnehmer nicht, die ausschließlich Lohnsteuer zahlen. Allerdings sind diese bereits von der Befreiung ausgenommen wenn:

  • mehrere Arbeitsverhältnisse bestehen
  • Krankengeld, Arbeitslosengeld oder weitere staatliche Leistungen über 410 Euro an den Steuerpflichtigen gezahlt wurden
  • zusätzliche Einkünfte über 410 Euro erzielt wurden
  • Freibeträge in Anspruch genommen werden sollen
  • sich innerhalb des Jahres der Familienstatus direkt nach einer Scheidung zu verheiratet geändert hat
  • Lohnsteuer in der Steuerklasse IV mit Faktor V oder VI gezahlt wurde

Verpflichtet zur Abgabe, ganz gleich ob obenstehende Punkte zutreffen, sind von Gesetzes wegen Gewerbetreibende, Selbstständige, Land- und Forstwirte, Vermieter, Bezieher von Kapitaleinkünften. Sie können zusätzlichen Steuerverpflichtungen unterliegen und beispielsweise Gewerbesteuer- und Umsatzsteuererklärung gesondert abgeben müssen. In diesem Fall werden die Steuerangaben von dem zuständigen Bearbeiter auch verglichen, um jedwede Steuerfragen aus der Welt zu räumen und Ungereimtheiten zu klären.

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