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Fixe Kosten - Was sind fixe Kosten?

Fixe Kosten (kurz Fixkosten) sind diejenigen Kosten, die innerhalb einer bestimmten Periode konstant bleiben und nicht von der Produktions- oder Absatzmenge abhängen.
Insofern unterscheiden sich fixe Kosten von den variablen Kosten, die bei einer höheren oder geringeren Produktionsmenge steigen beziehungsweise fallen.

Typische Beispiele für Fixkosten sind:

  • Abschreibungen auf Maschinen und Anlagen,
  • Mietaufwendungen
  • Zinsen für laufende Kredite

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  1. Fixe Kosten und ihre Bedeutung
  2. Verschiedene Arten von fixen Kosten
  3. Zusammenhang: fixe Kosten und Gemeinkosten
  4. Unterschied: fixe Kosten und variable Kosten
  5. Beispiel für fixe und variable Kosten

Erhöhen sich bestimmte Kosten zwar nicht mit jeder zusätzlich produzierten Mengeneinheit, dann werden diese Kosten als sprungfixe Kosten bezeichnet. Ein Beispiel dafür ist z.B. aber die Anschaffung einer zusätzlichen Maschine. Da die fixen Kosten allein schon dadurch entstehen, dass Produktionskapazitäten nur vorgehalten werden, werden sie auch als Bereitschaftskosten bzw. als zeitabhängige oder beschäftigungsunabhängige Kosten bezeichnet.

Fixe Kosten und ihre betriebswirtschaftliche Bedeutung

Die betriebswirtschaftliche Bedeutung der fixen Kosten liegt vor allem darin, dass sie selbst dann anfallen und gedeckt werden müssen, wenn das Unternehmen keinerlei Umsätze erzielt. Im Rahmen der Unternehmensfinanzierung muss deshalb sichergestellt werden, dass die fixen Kosten selbst dann beglichen werden können, wenn der Umsatz nach den vom Unternehmen angebotenen Dienstleistungen oder Produkten mangels Nachfrage einbricht.

Zur Deckung der Fixkosten steht insbesondere der sogenannte Deckungsbeitrag, die Differenz zwischen Umsatzerlösen und variablen Kosten, zur Verfügung. Reichen die Umsatzerlöse nicht aus, um einen Gewinn zu erzielen oder wenigstens die gesamten Kosten zu decken, kann eine Fortführung der Produktion dennoch sinnvoll sein, um die Fixkosten mithilfe des Deckungsbeitrags wenigstens anteilig zu decken.

Je nachdem, auf welcher Ebene innerhalb des Unternehmens bestimmte Fixkosten anfallen, wird zwischen produktfixen, produktgruppenfixen, kostenstellenfixen, bereichs- bzw. spartenfixen und unternehmensfixen Kosten differenziert. Lassen sich Kosten weder den zu reinen Fixkosten noch zu den reinen variablen Kosten eindeutig zuordnen, so werden sie als Mischkosten bezeichnet. In der Praxis werden sie einfachheitshalber ebenso behandelt wie die fixen Kosten.

Verschiedene Arten von fixen Kosten

Fixe Kosten

Innerhalb der fixen Kosten sind Unterschiede zu berücksichtigen. Denn auch fixe Kosten können sich unter bestimmten Voraussetzungen ändern oder anpassen. Die drei zentralen Arten an fixen Kosten sind:

Absolut fixe Kosten

Die absolut fixen Kosten bezeichnen regelmäßig unverändert gleichbleibende Belastungen, die für die Aufrechterhaltung des Betriebs notwendig sind. Die absolut fixen Kosten unterliegen keinen äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel der Kapazität der Produktion oder der Intensität der Beschäftigung.

Beispiele: Zinszahlungen für die Kredittilgung, Miet- oder Pachtkosten für Geschäfts- oder Produktionsräume, Kosten für Gehälter von Angestellten und für die Unternehmensführung oder Abschreibungen von Maschinen.

Sprungfixe oder intervallfixe Kosten

Fixe Kosten, die sich unter bestimmten Voraussetzungen in deutlichem Maße verändern, werden als sprungfixe oder intervallfixe Kosten bezeichnet. Für bestimmte Zeiträume bleiben die Kosten konstant, während sie ab einem bestimmten Grenzwert sprunghaft ansteigen. Als Indikatoren für den sprunghaften Anstieg der fixen Kosten können die Produktionsmenge oder die Beschäftigungsintensität wirken.

Beispiele: für sprungfixe Kosten sind die Anschaffung von zusätzlichen Maschinen für die gestiegene Produktion oder der Anstieg von Lohnkosten durch die Einstellung weiterer Arbeitskräfte.

Abbaufähige fixe Koste

Im Gegensatz zu den sprungfixen oder intervallfixen Kosten bezeichnen die abbaufähigen fixen Kosten einen Rückgang an Ausgaben. Gehen die Aufträge langfristig zurück, sinkt auch die Produktionsmenge ab. In der Folge schwindet der Bedarf an Kapazitäten, die bestimmte Fixkosten verursacht haben. Voraussetzung für abbaufähige fixe Kosten ist die Teilbarkeit der betroffenen Produktionsmittel. Wird die Produktion heruntergefahren, werden zum Beispiel bestimmte Werkräume nicht mehr benötigt oder vorhandene Maschinen kommen nicht mehr zum Einsatz. Die abbaufähigen fixen Kosten beziehen sich auf betriebliche Bestandteile, die so beschaffen sind, dass sie auch praktisch abgesenkt werden können, wenn Veränderungen eintreten. So kann das Unternehmen zum Beispiel Maschinen verkaufen, Werkhallen räumen oder Angestellte entlassen, wenn die Produktionskapazität sinkt. Die Entscheidung darüber, fixe Kosten abzubauen, bedarf innerbetrieblicher Anpassungen und Veränderungen, über die mittel- bis langfristig zu entscheiden ist. Unternehmen, die mit Veränderungen in ihrer Leistungskapazität rechnen müssen, sollten ihre fixen Kosten bereits im Vorfeld so gestalten, dass sie abbaufähig sind. 

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Zusammenhang zwischen fixen Kosten und Gemeinkosten

Gemeinkosten sind eine Kostenstelle in der Buchführung, die nicht unmittelbar einem bestimmten Verursacher zugeteilt werden können. Zu den Gemeinkosten gehören zum Beispiel die Miete oder Abschreibungen von Maschinen, deren Einsatz nicht einem bestimmten Produkt zugewiesen werden können. Daher werden sie als Gemeinkosten bezeichnet. Fixe Kosten sind aufgrund ihrer Eigenschaften immer Gemeinkosten. Im umgekehrten Fall sind jedoch nicht alle Gemeinkosten auch fixe Kosten. Die Stromkosten beispielsweise sind zwar Gemeinkosten, da sie von allen betrieblichen Abteilungen gemeinsam verbraucht werden. Da die Höhe an Stromkosten unterschiedlich ausfällt, zählen sie jedoch nicht zu den fixen Kosten. Sie werden als variable Kosten bezeichnet. 

Unterschied zwischen fixen Kosten und variablen Kosten

Fixe Kosten und variable Kosten bezeichnen einen Gegensatz. Während fixe Kosten diejenigen Ausgabenposten stellen, die in regelmäßigen Abständen innerhalb bestimmter Zeiträume gleich bleiben, verändern sich die variablen Kosten. Die variablen Kosten stehen in unmittelbarer Abhängigkeit von der Menge der Produktion und des Absatzes. Während die fixen Kosten mit steigender Produktion gleich bleiben und dabei hinsichtlich ihres Wertes pro Einheit günstiger werden, bleibt der Wert pro Einheit bei den variablen Kosten gleich.

Eigenschaften variabler Kosten

Im Gegensatz zu den fixen Kosten können sich die variablen Kosten abhängig von der Produktionsmenge auf unterschiedliche Weise verändern:

  1. Proportionale Kosten: Die Kosten für die Einzelstücke einer Produktion bleiben immer gleich, wenn sie proportional sind. Dabei erhöhen sich die variablen Kosten mit jedem Produktionsstück in gleicher Höhe.
  2. Überproportionale, beziehungsweise progressive Kosten: Erhöhen sich die Produktionskosten mit jedem Gegenstand, der produziert wird, spricht man von progressiven Kosten. Je höher die Produktionsmenge steigt, um so mehr steigen auch die Kosten pro Stück.
  3. Unterproportionale, beziehungsweise degressive Kosten: Degressive Kosten bezeichnen die Absenkung der Kosten pro Stück bei steigender Produktion. Je höher die Stückzahl der Produktion steigt, umso niedriger werden die Herstellungskosten pro Stück.

Beispiel für fixe und variable Kosten

Innerhalb einer bestimmten Zeitspanne bleiben die fixen Kosten unabhängig von der Menge der hergestellten oder abgesetzten Gegenstände für bestimmte betriebliche Ausgabenposten gleich, während zugleich die variablen Kosten bei höherer Produktion ansteigen.

Zum Beispiel stellt ein Herstellungsbetrieb für Möbel in der Regel innerhalb eines Monats 100 Stühle her. Für den Monat August hat der Betrieb einen großen Auftrag für ein Seminarhotel auszuführen. Dieses benötigt bis Ende August 200 Stühle. Die monatliche Produktionsmenge an Stühlen steigt somit im Monat August auf 300 Stühle, die anzufertigen sind. Der Auftrag hat Auswirkungen auf die Kosten, die der Herstellungsbetrieb für Möbel aufbringen muss. Einerseits erhöhen sich die variablen Kosten, da der Betrieb eine größere Menge an Holz und weiteres Material für die Fertigung einkaufen muss. Dahingegen verändern sich die Fixkosten für die Maschinen, deren Abschreibungen gleich bleiben sowie für die Miete der Fertigungsräume nicht.

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