Lexikon

Fremdkapital - Was ist das Fremdkapital?

Beim Fremdkapital handelt es sich um Kapital, das einem Unternehmen von Dritten – den sogenannten Gläubigern – befristet und rückzahlbar geliehen wird. Fremdkapital wird den Unternehmen (Vergleiche hierzu auch den Lexikoneintrag zur Unternehmensführung) in unterschiedlichen Formen zur Verfügung gestellt, die eines gemeinsam haben: Mit diesem Kapital sind weder eine Eigentümerposition noch eine wirkliche unternehmerische Mitentscheidung verbunden. Stattdessen wird das „Kapital von Fremden“ mit der Absicht zur Verfügung gestellt, dass die Rückzahlung aus Zinsen und Kapital die ursprüngliche Zahlung an das Unternehmen übersteigt.

Du verfügst weder über Eigen- noch Fremdkapital und möchtest trotzdem eine Firma gründen? Mit Bootstrapping ist das möglich. Im Billomat Magazin schreiben wir mehr darüber.

Unterschiede zwischen Eigen- und Fremdkapital

Neben dem Fremdkapital fundiert ein Unternehmen auch auf seinem Eigenkapital. Beide Kapitalherkünfte können aufgrund ihrer Rechtsposition und der damit verbundenen Eigenschaften unterschieden werden:

  1. Kapital, das von den Eigentümern – also natürlichen oder juristischen Personen – zur Verfügung gestellt wird → Eigenkapital
  2. Kapital, das Dritte dem Unternehmen zur Verfügung stellen → Fremdkapital

Fremdkapital

Der Kredit als Fremdkapital

Die am häufigsten und bei fast allen Unternehmen zu findende Form des Fremdkapitals ist der Kredit an das Unternehmen. Beginnend bei der kürzesten Laufzeit, dem Kontokorrent- bzw. Dispositionskredit auf dem laufenden Firmengirokonto bis hin zu längerfristigen Finanzierungen werden die wesentlichen Konditionen bei Vertragsabschluß festgelegt. Dies sind:

  • Die Zinsvereinbarung (entweder Festzins oder variabler Zins oft auch in Abhängigkeit eines Bezugszinssatzes)
  • Vereinbarungen über die Kapitalauszahlung und -tilgung (beispielsweise in Monatsraten oder beim Dispo mit beliebigen Tilgungen)
  • Unkündbarkeit bzw. Kündbarkeit des Kredites: Laufende Kredite (Dispositionskredite) können in Volumen und Fälligkeit mit einer Kündigungsfrist angepasst werden. Amortisationskredite bzw. Kredite mit fest vereinbarten Monatsraten können meist nur bei Nicht-Bezahlung gekündigt bzw. angepasst werden.
  • Bei der Aufnahme dieses Kapitals sind weder eine Veränderung des Handelsregistereintrags noch eine Anpassung des Grundkapitals notwendig, es findet sich in der Rechnungslegung des Unternehmens und des Kapitalgebers wieder.

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal des Fremdkapitals ist auch die fehlende Beteiligung am Unternehmenserfolg: Ist das Unternehmen zahlungsfähig und die Gewinnlage gut oder sehr gut, dann werden Kredite (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zu den Kreditoren) und Fremdkapital so wie vereinbart bedient. Eine zusätzliche Gewinnbeteiligung wird dagegen nur in außergewöhnlichen Sonderfällen explizit vereinbart.
Beim Eigenkapital hingegen laufen die Gewinne entweder auf den Kapitalkonten der Eigentümer oder in allgemeinen Gewinnrücklagen auf – so dass sich hier eine unterschiedliche Rendite je nach Verlauf des Geschäftsjahres ergibt.

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