Lexikon

Gemeinkosten - Was sind Gemeinkosten?

Unter den Gemeinkosten werden in einem Unternehmen die Kosten zusammengefasst, die nur indirekt unter Zuhilfenahme eines Verteilungsschlüssels und nicht direkt einzelnen Kostenträgern und Kostenstellen zugerechnet werden können. Die Unterscheidung von Kosten in Gemeinkosten und Einzelkosten erfolgt nur anhand der Zurechenbarkeit der Kosten auf einen Kostenträger oder eine Kostenstelle. Ist nur eine indirekte Zurechenbarkeit möglich, handelt es sich bei den betreffenden Kosten um Gemeinkosten. Eine andere Bezeichnung für Gemeinkosten ist daher indirekte Kosten. Beispiele für indirekte Kosten sind Mieten und Verwaltungskosten.

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In einem Unternehmen können für Produkte und Dienstleistungen unterschiedliche indirekte Kosten entstehen. Die Gemeinkosten werden daher in vier Gruppen unterteilt:

  • Materialgemeinkosten
  • Fertigungsgemeinkosten
  • Verwaltungsgemeinkosten
  • Vertriebsgemeinkosten

Gemeinkosten

  • Materialgemeinkosten:

    Können die Kosten für ein bestimmtes Material, zum Beispiel für Schleifscheiben, mit denen eine Vielzahl verschiedener Produkte bearbeitet werden, nicht exakt den einzelnen Produkten zugeordnet werden, bedient man sich eines Schlüssels, um die Materialkosten auf die einzelnen Teile aufzuteilen.

  • Fertigungsgemeinkosten:

    Unter den Fertigungsgemeinkosten werden alle nicht direkt zurechenbaren Kosten im Zusammenhang mit der Produktion erfasst. Hierzu zähl die Abschreibung für Maschinen, die Lohnkosten und die Lohnnebenkosten für den Vorarbeiter oder die Stromkosten für die Hallenbeleuchtung. § 255 Abs. 2 Satz 2 des HGB Handelsgesetzbuches schreibt vor, dass ein angemessener Teil der Fertigungsgemeinkosten in die Berechnung der Herstellungskosten zur Bewertung von unfertigen und fertigen Erzeugnissen mit einfließen muss.

  • Verwaltungsgemeinkosten:

    Hierunter fallen alle Kosten der Verwaltung, wie Lohnkosten, Lohnnebenkosten, Verbrauchsmaterialien oder Gebäudemiete. Diese Kosten entstehen im Allgemeinen für alle Produkte des Unternehmens, können aber nicht einzelnen Kostenträgern zugeordnet werden.

  • Vertriebsgemeinkosten:

    Die kosten für Vertriebsmitarbeiter, den Fuhrpark und andere Kosten, die für den Vertrieb der Produkte entstehen, können in der Regel keinen einzelnen Kostenträgern direkt zugerechnet werden. Auch im Vertrieb werden daher die Gesamtkosten ermittelt und entsprechend des Verteilerschlüssels auf die einzelnen Produkte umgelegt.

Verrechnung der Gemeinkosten

Die Verrechnung der indirekten Kosten auf einzelne Kostenträger erfolgt in der Regel durch die Verrechnung über Kostenstellen. Dazu werden die indirekten Kosten zunächst im Rahmen der Kostenstellenrechnung auf die einzelnen Kostenstellen verteilt, um sie in einem nächsten Schritt mittels eines Gemeinkostenzuschlages auf die Kostenträger verrechnen zu können.

Wie unterscheidet man Gemeinkosten und Fixkosten?

Für die Herstellung von Produkten entstehen in jedem Unternehmen Fixe Kosten. Viele dieser Fixkosten zählen zu den Gemeinkosten. Jedoch nicht alle. Während zum Beispiel die Gebäudemiete eindeutig den Fixkosten zuzurechnen ist, ist der Wasserverbrauch oder der Energieverbrauch meist abhängig von der produzierten Menge. Das heißt, diese Kosten sind zwar indirekte Kosten, zählen aber nicht zu den Fixkosten.

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