Lexikon

Gewerbesteuerhebesatz - Was ist der Gewerbesteuerhebesatz?

Der Gewerbesteuerhebesatz ist eine Art der Hebesätze, wie sie durch die Kommune für je ein Kalenderjahr festgesetzt werden, um die Gewerbesteuer zu berechnen. Der Hebesatz orientiert sich, wie auch der Grundsteuerhebesatz, an den finanziellen Gegebenheiten der Gemeinde, in der das Gewerbe ausgeübt wird.

Die besten Steuertipps für Freiberufler haben wir in unserem Billomat Magazin zusammengefasst. Darin nennen wir einige Punkte, die steuerlich absetzbar sind.

Hebesätze und Gewerbesteuer

Durch den Gewerbesteuerhebesatz kann die jeweilige Gewerbesteuer ermittelt werden. Das Finanzamt ermittelt zuerst den Steuermessbetrag. Dieser wird vom Gewerbetreibenden oder Steuerberater mit dem Hebesatz der jeweiligen Gemeinde multipliziert. Daraus ergibt sich die Steuerschuld (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zur Steuerprüfung). Der Steuerhebesatz der Gewerbesteuer muss für alle Gewerbetreibenden der Gemeinde gleich hoch sein, kann jedoch von Kommune zu Kommune autonom festgesetzt werden. Er wird für ein Kalenderjahr (Vergleiche dazu auch den Lexikoneintrag zum Geschäftsjahr) oder mehrere Jahre im Voraus festgesetzt. Grundsteuer und Gewerbesteuer werden dabei separat gehoben und können sich deutlich unterscheiden. Das Landesrecht kann jedoch nach § 16 V GewStG Grenzen vorgeben, in denen sich die Hebesätze zu bewegen haben.

Gewerbesteuerhebesatz

Festlegung des Gewerbesteuerhebesatz innerhalb der Kommune

Bei der Feststellung und Festlegung der Hebesätze nach Kommunen können sich die Gemeinden an den benachbarten Gemeinden orientieren. Auf Kommunalebene ergibt es Sinn, keine allzu hohen Unterschiede zwischen den Sätzen anzulegen, außer die Wirtschaft soll bewusst in eine Gemeinde gelenkt werden. Um das Entstehen von sogenannten Steueroasen zu vermeiden, ist die Mindesthöhe der Hebesätze mit 200% festgeschrieben. Andersrum überschreitet der Satz selten die 400%. Die Hebesätze für die Gewerbesteuer bewegen sich meist zwischen 250% und 400%, für die Grundsteuer A zwischen 250% und 350%, so wie für die Grundsteuer B im Bereich von 250% bis 400%. Da es einen Hebesatz unter 200% nicht geben kann, kalkulieren Gewerbetreibende meist mit 300%, bevor sie das Gewerbe in einer bestimmten Kommune ansiedeln. Zu hohe Hebesätze bei gleichzeitig hohen Steuereinnahmen (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zu Steuersätze) der Gemeinde vertreiben potentielle Unternehmen. Es ist daher auch im Interesse der Kommunen, die Steuerhebesätze auf einem für alle erträglichen Niveau zu halten.

Privat: Billomat 60 Tage kostenlos testen

Mit der Anmeldung akzeptierst du die AGB.

Buchhaltung muss nicht kompliziert sein. Melde dich für den Billomat Newsletter an!
Anmelden
Newsletter
Newsletter
Kontakt
Folge uns
Deine Einstellungen zu Cookies für diese Website:

Wähle selbst aus, welcher der nachfolgenden Cookies die Website verwenden darf. Du kannst diese Einstellungen jederzeit wieder über unsere Datenschutzbestimmungen ändern.

Ändere deine Cookie-Einstellungen mit dem Schieberegler:
Notwendig
Notwendig
Statistik
Statistik
Komfort
Komfort
Targeting
Targeting