Lexikon

Inflation - Was ist Inflation?

Inflation ist ein Begriff aus der Volkswirtschaft, der eine stetige Steigerung von Preisen für Waren und Dienstleistungen beschreibt. Durch eine Inflation wird die Kaufkraft der Menschen in dem jeweiligen System gemindert.
Die Stabilisierung des Preisniveaus ist das Ziel der meisten Zentralbanken. Aber als normale und gesunde Inflation in einer modernen Marktwirtschaft wird eine Steigerungsrate von einem bis zwei Prozent angesehen. Steigt die Rate auf deutlich höhere Werte, geht sie mit einer Wertminderung der Währung einher und kann enorme wirtschaftliche Probleme verursachen.

Messen der Rate der Inflation

Die Inflationsrate kann gemessen und verglichen werden, indem ein sogenannter Warenkorb zusammengestellt wird. Dieser enthält zahlreiche Waren und Dienstleistungen, die der Normalbürger im täglichen Leben benötigt und die den Alltag bestimmen. In einem solchen Warenkorb sind zum Beispiel folgende Punkte enthalten:

  • Lebensmittel
  • Treibstoff
  • Fahrzeuge
  • Kinobesuche
  • Energiepreise
  • Immobilienpreise
  • Handwerkerleistungen
  • und viele mehr

Die Preise für diesen Warenkorb werden in bestimmten Abständen verglichen und der Preis des Warenkorbes ist einer der Messwerte einer modernen Marktwirtschaft. Anhand der Preissteigerung des Warenkorbes kann die Inflationsrate gemessen werden. Diese Messung über den Warenkorb wird auch als Verbraucherpreisindex bezeichnet.

Inflation

Andere Methoden zur Messung der Inflation

Eine andere Methode zur Messung ist der Lebenshaltungskostenindex, der die Preise der Waren und Dienstleistungen zu Grunde legt, die eine normale Familie benötigt, um einen gewissen vorab definierten Lebensstandard aufrecht zu erhalten.
Ein anderer Wert ist die gefühlte Inflation, die angibt, wie einschränkend die Menschen die Preissteigerungen empfinden. Bei dieser subjektiven Inflationsrate schlagen Güter des täglichen Bedarfes wie Lebensmittel stärker ins Gewicht als langlebigere Güter wie Autos.

Wirkungen der Inflation

Die Inflationsrate hat Auswirkungen auf die Kaufkraft aber auch auf den Binnen- und Außenhandel. Werden mit einem steigernden Warenkorb auch die Löhne (Vergleiche den Lexikoneintrag zu Gehalt) angepasst, dann bleibt die Kaufkraft erhalten. Schulden werden geringer, wenn eine hohe Inflation herrscht, weil das einst aufgenommene Geld nach einigen Jahren weniger Wert ist, weil der reale Wert von Schulden (Siehe hierzu auch die Lexikoneinträge zu Kreditoren und Debitoren) mit der Zeit sinkt. Verlierer während sind dabei immer diejenigen, die viel Geldvermögen oder Wertpapiere besitzen. Bei einer enorm starken Inflation wie zum Beispiel in Simbabwe werden in geringen Abständen neue Geldwerte auf den Markt gebracht, während die Menschen das Vertrauen in die Währung verlieren und kein Bargeld mehr haben möchten. Es wird in Devisen oder Waren getauscht, was die Entwertung der Währung noch beschleunigt.

Eine Inflation hat auch Auswirkungen auf den Außenhandel eines Staates. Wechselkurse zu anderen Währungen werden mit den einzelnen Inflationsraten angepasst. Wenn die Inflationsrate in einem Staat höher ist als in einem Staat, mit dem Handel getrieben wird, bedeutet dies, dass Importe günstiger werden während Exporte teurer werden. Ist es umgekehrt, steigen die Preise für Importe und der Exporthandel wird günstiger. Bis zu einem gewissen Maß kann ein Staat auf diese Mechanismen Einfluss nehmen.

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