Lexikon

Innergemeinschaftliche Lieferung - Was ist eine innergemeinschaftliche Lieferung?

Bei der innergemeinschaftlichen Lieferung handelt es sich um Lieferungen, die zwischen Mitgliedsstaaten der europäischen Union erfolgen.
Diese gelangen steuerfrei über die Grenzen, die Umsatzsteuer wird erst im Bestimmungsland erhoben. In Deutschland muss darüber eine Umsatzsteuererklärung bei den Landesfinanzbehörden (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zum Finanzamt) abgegeben werden. Zudem müssen diese Lieferungen vierteljährlich in der zusammenfassenden Meldung angezeigt werden. Im nichtkommerziellen Reiseverkehr fallen diese Steuern nicht an.

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Welche Voraussetzungen müssen für eine innergemeinschaftliche Lieferung gegeben sein?

Damit eine innergemeinschaftliche Lieferung gegeben ist, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Der Gegenstand wurde in das übrige Gemeinschaftsgebiet befördert/versendet, und zwar von einem Unternehmer (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zum Subunternehmer).
  • Der Erwerber ist ein Unternehmen, oder eine juristische Person, die für ein Unternehmen handelt. Bei Fahrzeugen gilt jeder Erwerber.
  • Der erworbene Gegenstand unterliegt im Land des Abnehmers der Umsatzsteuer.
  • Die Beförderung oder Versendung muss nachgewiesen werden.

Innergemeinschaftliche Lieferung

Die innergemeinschaftliche Lieferung und ihre Geschichte

Nachdem sich viele der europäischen Staaten zur Gründung der EU entschieden, fand beim Jahreswechsel zwischen 1992 und 1993 die Einführung des europäischen Binnenmarktes statt. Nunmehr mussten Warensendungen über die Grenzen der Mitgliedsstaaten hinaus nicht mehr verzollt werden.
So wurde also die sogenannte „steuerfreie Ausfuhrlieferung“ durch die innergemeinschaftliche Lieferung ersetzt.
Unverändert blieb mit dieser Änderung aus dem Jahre 1093 allerdings die Ausfuhr von Waren in Länder außerhalb der EU. Hier ist der Zoll bis heute noch zuständig.

Welchen Zweck hat die innergemeinschaftliche Lieferung?

Die innergemeinschaftliche Lieferung dient der Vereinfachung des Warenverkehrs, indem sie die Freiheit vor der Umsatzsteuer sicherstellt. Rechnungen zwischen Unternehmern können netto (Vergleiche hierfür den Lexikoneintrag zu Brutto / Netto) erstellt werden. Der Empfänger kann keine Umsatzsteuer geltend machen, denn er hat keine gezahlt, der Absender muss keine USt. abführen, denn er hat keine erhoben. Dies bedeutet eine Erleichterung bei der Rechnungsstellung und auch bei den Behörden selbst.
Erfolgen hingegen Lieferungen an Privatpersonen, kann die Besteuerung im Ursprungsland oder im Bestimmungsland erfolgen.

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