Lexikon

Joint Venture - Was ist eine Joint Venture?

Als Joint Venture wird eine handelsrechtliche Form der Kooperation zwischen zwei Unternehmen bezeichnet, bei der beide Unternehmen sich mit Kapital beteiligen, gemeinsam das finanzielle Risiko bestreiten und gemeinsam das so entstandene Unternehmen beziehungsweise die entstandene Kooperationsform leiten.
Es gibt unterschiedliche Formen des Joint Ventures, wobei beide Partner entweder gleichberechtigt sind oder die Verteilung von Kapitalinvestition und Risiko unterschiedlich ist.

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Den Begriff könnte man mit „gemeinsames Wagnis“ übersetzen, und er unterstreicht die Tatsache, dass gemeinsam ein Unternehmen in Angriff genommen wird. Entwickelt haben sich Joint Ventures vornehmlich seit dem Zweiten Weltkrieg in den USA. Vor allem haben US-amerikansiche Unternehmen mit ausländischen Firmen (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zum Firmenwert) zusammen Kooperationsunternehmen gegründet. Heute gibt es das Joint Venture weltweit.

Formen von Joint Venture

Es werden verschiedene Formen des Joint Venture unterschieden:

  • Beim Equity Joint Venture investieren beide Partner einen gleich großen Anteil in das Unternehmen und tragen gemeinsam zu gleichen Teilen das Risiko. Die Leitung der Firma obliegt beiden Partnern gleichberechtigt. Im Rahmen des Joint Ventures ist auch jede andere Aufteilung zwischen den beiden Partnern denkbar. Wenn im Rahmen eines Joint Ventures ein Partner 80% des Vermögens (Siehe hierzu auch die Lexikoneinträge zum Umlaufvermögen, Anlagevermögen und Betriebsvermögen) aufbringt und der zweite Partner 20%, so verhält es sich auch mit der Risikoverteilung anteilig.
  • Ein Contractual Joint Venture ist kein gemeinschaftlich geführtes Unternehmen. In diesem Fall gibt es nur Verträge, die regeln, wie Gewinne, Kapitalinvestition (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zum Investitionsabzugsbetrag) und Risiken verteilt werden.
  • Als Internationales Joint Venture wird eine Kooperation bezeichnet, wenn die Partner aus unterschiedlichen Staaten stammen. Ein hoher Prozentsatz von Joint Ventures sind internationaler Natur. Joint Ventures sind oft zeitlich begrenzt, bieten sich aber auch für eine längerfristige Zusammenarbeit an. Vor allem auf internationalem Niveau gibt es oft interkulturelle Schwierigkeiten und Herausforderungen.

Joint Venture

Gründe für Joint Venture

Die Gründe, warum sich zwei Partner für die Gründung eines Joint Ventures entscheiden, statt eine andere Kooperationsform zu wählen, liegen unter anderem darin, dass diese Form der Zusammenarbeit es möglich macht, das unternehmerische Risiko auf zwei oder auch mehrere Partner zu verteilen.
Zudem wird diese Kooperationsart immer dann gewählt, wenn es darum geht, von der Tatsache zu profitieren, dass einer der Partner sich in einem besonderen Bereich oder auch in einer Region gut auskennt. Oft ist ein Partner des Joint Ventures ein großer Konzern, während der zweite Partner ein kleines lokales Unternehmen ist, welches den regionalen Markt bestens kennt. So profitieren beide Partner von dieser Kooperation, weil jeder seine Stärken einbringen kann, entweder in Form von Kapital oder in Form von Know How, beziehungsweise Kenntnissen der lokalen Gegebenheiten oder Beziehungen vor Ort. Auf diese Weise werden unterschiedliche Synergieeffekte geschaffen und genutzt, während gleichzeitig das Joint Venture gegenüber anderen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil hat.

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