Lexikon

Kontenklassen - Was sind Kontenklassen?

Kontenklassen sind die erste Gliederungsebene in den für die Buchführung verwendeten Kontenrahmen. In einer Kontenklasse werden inhaltlich und dem Wesen nach ähnliche Buchführungskonten zusammengefasst. (Handelsgesetzbuch) schreibt vor, dass Unternehmen beispielsweise eine GmbH oder eine Aktiengesellschaft zur doppelten Buchführung und Erfassung aller Geschäftsvorfälle verpflichtet ist. Zudem müssen diese Unternehmen zum Jahresende eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Bilanz erstellen. Grundlage für die doppelte Buchführung ist ein sogenannter Kontenrahmen, der in verschiedene Kontenklassen untergliedert ist. Die Kontenklassen enthalten alle für die Buchführung erforderlichen Konten.

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Kontenklassen – Gliederungsebene der Kontenrahmen

Für die Buchführung stehen Unternehmen mehrere allgemeingültige und branchenspezifische Kontenrahmen zur Verfügung. Allgemein anwendbar sind die Standardkontenrahmen SKR03 und SKR04 sowie der Industriekontenrahmen IKR. Branchenspezifische Kontenrahmen sind SKR 14 für land- und forstwirtschaftliche Betriebe, SKR 49 für gemeinnützige Organisationen oder der Standardkontenrahmen 51 für das Kfz-Gewerbe.

Die Gliederung dieser Kontenrahmen in verschiedene Kontenklassen ist im Prinzip immer gleich. Jeder Standardkontenrahmen enthält 10 einzelne Kontenklassen, die jedoch unterschiedliche Konten enthalten können. Grundsätzlich werden die Kontenklassen in Bestands– und Erfolgskonten sowie in Abschlusskonten unterteilt. Der Standardkontenrahmen SKR 04 umfasst beispielsweise die folgenden Kontenklassen:

Klasse 0: Anlagevermögen
Klasse 1: Umlaufvermögen
Klasse 2: Eigenkapitalkonten
Klasse 3: Fremdkapitalkonten
Klasse 4: Betriebliche Erträge
Klasse 5: Betriebliche Aufwendungen (Materialaufwand, Wareneingang)
Klasse 6: Betriebliche Aufwendungen (Lohn & Gehalt, Abschreibungen, Miete)
Klasse 7: Weitere Erträge und Aufwendungen
Klasse 8: zur freien Verwendung
Klasse 9: Vortrags- und statistische Konten

Die Gliederung der Kontenklassen im SKR04 orientiert sich an den gesetzlichen Vorgaben für die Bilanzerstellung und die Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Gegensatz dazu orientiert sich der SKR03 an den Prozessen in einem Unternehmen. Zudem ist nicht jede Kontenklasse bereits mit Konten belegt. Wie beispielsweise die Kontenklasse 8 im SKR04. Welchen Kontenrahmen ein Unternehmen wählt, ist weitestgehend freigestellt. Darüber hinaus können jeder Kontenklasse unternehmensspezifische Konten hinzugefügt werden.

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Die Struktur der Kontenklassen

Jedem Konto innerhalb einer Kontenklasse ist eine vierstellige Kontonummer zugeordnet. Die Kontonummern in der Kontenklasse 0 des SKR04 beginnen bei 0001 und reichen bis 0999. Die erste Ziffer der Kontonummer – in diesem Fall die „0“ – kennzeichnet die Kontenklasse. Die zweite Ziffer kennzeichnet einen von 10 Kontengruppen innerhalb der Kontenklasse. Jede Kontengruppe umfasst wiederum 10 Kontenuntergruppen, die durch die dritte Ziffer gekennzeichnet werden. Die letzte, vierte Ziffer kennzeichnet das Einzelkonto.

Zum Beispiel werden im Konto 6221 des SKR 04 Abschreibungen auf Gebäude gebucht. Dieses Konto gehört zur Kontenklasse 6 (1. Ziffer). Die Kontengruppe ist 62 für Abschreibung (2. Ziffer). Die Kontenart ist 622 für Abschreibungen auf Sachanlagen (3. Ziffer). Die letzte Ziffer kennzeichnet das Einzelkonto 6221 für Abschreibungen auf Gebäude.

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