Lexikon

Kontensystem - Was ist ein Kontensystem?

In § 238 HGB (Handelsgesetzbuch) hat der Gesetzgeber festgelegt, das Unternehmen mit einer bestimmten Gesellschaftsform wie beispielsweise eine GmbH oder eine Aktiengesellschaft einer Pflicht zur Buchführung unterliegen und eine Doppelte Buchführung für die Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) sowie die Bilanzerstellung vornehmen müssen. Das Kontensystem ist die Grundlage für die ordnungsgemäße doppelte Buchführung. Im Kontensystem sind alle für die Buchung der Geschäftsfälle erforderlichen Konten enthalten

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Die grundlegende Struktur eines Kontensystem

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz eines Unternehmens werden für jeden Posten eigene Konten verwendet, auf denen alle Geschäftsvorfälle im Laufe einer Abrechnungsperiode verbucht werden. Ein Buchführungskonto ist im Prinzip eine Tabelle mit zwei Spalten. Die linke Spalte ist die Soll-Seite und die rechte Seite die Haben-Seite. Buchführungskonten werden auch als T-Konten bezeichnet. Die Einteilung der Konten innerhalb eines Kontensystem in verschiedene Kontenklassen erfolgt in der Regel anhand eines Kontenrahmens.

Es existieren sogenannte Standardkontenrahmen (SKR 03 und SKR 04), die sich im Prinzip für die Buchführung aller Unternehmen eignen. Darüber hinaus sind spezielle Kontenrahmen verfügbar, die den unterschiedlichen Anforderungen an die Buchung von Geschäftsvorfällen bei Unternehmen in verschiedenen Branchen gerecht werden. Die Entscheidung, welcher Kontenrahmen genutzt wird, ist jedem Unternehmen überlassen. Generell sollte jedoch ein Kontenrahmen verwendet werden, um eine korrekte doppelte Buchführung sicherzustellen. Darüber hinaus können Unternehmen der gleichen Branche, die einen einheitlichen Kontenrahmen verwenden, leichter miteinander verglichen werden.

Kontensystem

Das Kontensystem ist die Grundlage für die Buchführung in Unternehmen, die nach § 238 HGB einer Buchführungspflicht unterliegen.

Kontenklassen im SKR 03

Klasse 0 – Anlage- und Kapitalkonten
Klasse 1 – Finanz- und Privatkonten
Klasse 2 – Abgrenzungskonten
Klasse 3 – Wareneingangs- und Bestandskonten
Klasse 4 – betriebliche Aufwendungen
Klasse 5 & 6 – in diesen Klassen sind keine Konten vorgegeben
Klasse 7 – Bestände an Erzeugnissen
Klasse 8 – Erlöskonten
Klasse 9 – Vortrags-, Kapital-, Korrektur- und statistische Konten

Kontenarten im Kontensystem

Neben der Unterscheidung der Kontenklassen werden die Konten in einem Kontensystem in Abhängigkeit von den auf den Konten vorgenommenen Buchungen in die Kontenarten Bestandskonten und Erfolgskonten unterschieden.

Bestandskonten:

Die Entwicklung der Bestandskonten erfolgt jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres oder einer Abrechnungsperiode aus der Eröffnungsbilanz für die jeweilige Periode. Die Bestandskonten dienen zur Dokumentation des Unternehmensvermögens. Sie werden gemeinhin auch als  Aktiv- und Passivkonten  bezeichnet. Die Aktivkonten stehen in der Buchführung und Bilanz auf der linken Seite. Zu den Aktivkonten zählen zum Beispiel die Konten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Kasse. Auf der rechten Bilanzseite stehen die Passivkonten. Hierzu zählen die Konten für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, das Eigenkapital und die Rückstellungen. Im Kontensystem dss Standardkontenrahmen 03 befinden sich die Aktiv- und Passivkonten in den Kontenklassen 0 und 1.

Erfolgskonten:

Die Erfolgskonten dienen zur Buchung aller Geschäftsvorfälle, die einen Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben. Erfolgskonten werden in Erlös- und Aufwandskonten unterteilt. Zudem werden die Erfolgskonten für die Gewinn- und Verlustrechnung benötigt. In diesen Konten werden beispielsweise die Löhne und Gehälter, Umsatzerlöse, Raumkosten oder die Steuern gebucht. Im Kontensystem des Standardkontenrahmen 03 gibt es jeweils eine eigene Kontenklasse für die Aufwands und Erlöskonten (Klasse 4 und Klasse 8)

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