Lexikon

Lohn - Was ist der Lohn?

Als Lohn wird ein regelmäßig bezogenes und vertraglich festgelegtes Entgelt für das Ausüben einer unselbständigen Arbeit bezeichnet. In Deutschland regeln rund 71.000 Tarifverträge, wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für ihre geleistete Arbeit bezahlt werden müssen. Hinzu kommen gesetzlich Regelungen, wie etwa die Regelungen zum Mindestlohn. Anders als ein festes monatliches Gehalt wird der Lohn auf Stundenbasis berechnet und am Monatsende abzüglich Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ausbezahlt. Je nach Zahl der Arbeitstage in einem Monat kann die Lohnzahl daher schwanken.

Unternehmerlohn – wie du dein eigenes Gehalt kalkulierst, verraten wir dir im Billomat Magazin!

Was ist der Unterschied zwischen Lohn und Gehalt?

Die Unterscheidung zwischen Lohn und Gehalt ist in Deutschland historisch bedingt. Sie wurde genutzt, um die unterschiedliche Stellung von Arbeitern und Angestellten zu unterstreichen. Heute werden die beiden Begriffe nicht mehr zur Beschreibung der ehemaligen Klassenunterschiede benutzt, sondern dienen nur noch der Unterscheidung der beiden Entgeltarten Lohn und Gehalt. Der erste Tarifvertrag, in dem nicht mehr nach Lohn und Gehalt unterschieden, sondern nur noch allgemein von Entgelt gesprochen wurde, wurde in 2003 zwischen dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall und der IG Metall abgeschlossen. Allgemein wird mittlerweile unabhängig vom ausgeübten Beruf oder der Branche und in sozialversicherungsrechtlichen Texten von Arbeitsentgelt gesprochen.

Welche Lohnformen gibt es?

Lohn

  • Zeitlohn: Der Zeitlohn ist die verbreitetste Lohnform. Zeitlohn bedeutet, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für einen vertraglich vereinbarten Zeitraum arbeiten und für diesen Zeitraum einen festgelegten Lohn auf Stundenbasis erhalten. Bei einen Überschreitung der Arbeitszeit (Überstunden) muss in aller Regel die mehr geleistete Arbeitszeit entlohnt werden. Die Zuschläge für Überstunden werden meist als prozentuale Zuschläge vom Basis-Stundenlohn berechnet und bezahlt. Wie hoch die Produktivität ist, oder wie viel tatsächlich gearbeitet wurde, spielt beim Zeitlohn keine Rolle.
  • Stücklohn: Beim Stücklohn oder Akkordlohn werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach der geleisteten Arbeit, das heißt nach den von ihnen gefertigten Stücken bezahlt. Der Stücklohn setzt sich aus einem relativ geringen Grundlohn und dem Akkordzuschlag zusammen. Das bedeutet, dass das Gesamtentgelt von der der Produktivität abhängig ist und überdurchschnittlich hoch sein kann. Der Stücklohn kann als Stückgeldlohn oder als Stückzeitlohn gestaltet werden, je nachdem, ob die Berechnungsgrundlage eine Mengenvorgabe oder eine Zeitvorgabe ist.
  • Beteiligungslohn: Wenn die Mitarbeiter am Gewinn des Unternehmens beteiligt sind, kann die Gewinnbeteiligung in Form eines Beteiligungslohnes als Zuschlag zum Lohn ausbezahlt werden. Bei einer direkten Umsatz– oder Gewinnbeteiligung wird der Unternehmensgewinn anteilig an die Mitarbeiter oft nach Abschluss des Geschäftsjahres in einer Summe ausbezahlt. Bei einer Kapitalbeteiligung erhalten die Mitarbeiter die Beteiligung in Form von Aktien. Allerdings ist der Verkauf der Aktien durch die Mitarbeiter oft an eine Sperrfirst gebunden.

Was ist der Unterschied zwischen Nominallohn und Reallohn?

Als Nominallohn wird der Geldbetrag bezeichnet, den Arbeitnehmerrinnen und Arbeitnehmer für die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung von ihrem Arbeitgeber erhalten. Die Kaufkraft des Nominallohns ist jedoch nicht gleichbleibend. Durch Änderungen des allgemeinen Preisniveaus kann die Kaufkraft des Nominallohns schwanken. Diese Veränderungen werden bei der Berechnung des sogenannten Reallohns berücksichtigt. Dadurch kann es passieren, dass trotz regelmäßiger Lohnsteigerungen die Kaufkraft und damit der Reallohn sinken.

Was ist der Gesetzlicher Mindestlohn?

In Deutschland wurde zum 1. Januar 2015 ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro (brutto) je Stunde eingeführt. Am 28. Juni 2016 wurde beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn ab 1. Januar 2017 auf 8,84 Euro, ebenfalls brutto, zu erhöhen. Diese gesetzliche Regelung für den Lohn darf durch vertragliche Vereinbarungen nicht unterschritten werden. Die Anpassung des Mindestlohns soll alle zwei Jahre erfolgen.

Ähnliche Fragen:

Privat: Billomat 60 Tage kostenlos testen

Mit der Anmeldung akzeptierst du die AGB.

Buchhaltung muss nicht kompliziert sein. Melde dich für den Billomat Newsletter an!
Anmelden
Newsletter
Newsletter
Kontakt
Folge uns
Deine Einstellungen zu Cookies für diese Website:

Wähle selbst aus, welcher der nachfolgenden Cookies die Website verwenden darf. Du kannst diese Einstellungen jederzeit wieder über unsere Datenschutzbestimmungen ändern.

Ändere deine Cookie-Einstellungen mit dem Schieberegler:
Notwendig
Notwendig
Statistik
Statistik
Komfort
Komfort
Targeting
Targeting