Lexikon

Maestro - Was ist Maestro?

Maestro ist ein durch MasterCard angebotenes System zur bargeldlosen Zahlung und wird international akzeptiert. Die Maestro Debitkarten von MasterCard International sind ein international genutzter Zahlungsmittel, das in europäischen Einzelhandel gegen das V Pay System konkurriert. Die Karten können zur Zahlung im Einzelhandeln eingesetzt werden und sind in den Kosten anderen EC-Karten gleichgestellt.

Über die Zahlungsvorlieben im Online-Handel schreiben wir im Billomat Magazin.

Aussehen und Funktionsweise der Maestro

Die Karten des von MasterCard angebotenen Systems sind aus Plastik gefertigt und so groß wie eine Bank- oder Kreditkarte. Über Chip und Magnetstreifen können bei der Zahlung Daten ausgelesen werden. Als Debitkarte belastet die Karte bei jeder Buchung direkt das Girokonto einer Privatperson und ermöglichen so die sichere, einfach abzuwickelnde, bargeldlose Zahlung. Im Inland, zum Beispiel in Deutschland oder Österreich, ist die Zahlung für den Kontoinhaber und Kunden kostenfrei. Geschäftsbetreiber und Unternehmer zahlen bei Akzeptieren der Zahlungsmethode die üblichen anfallenden Gebühren. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, Kartenzahlung anzubieten.

Die Zahlung (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zum Zahlungseingang) erfolgt über die Eingabe des Konto-PINs. Dieser ist notwendig, um das Abgleichen des Kontostandes mit der gewünschten Einzugssumme zu ermöglichen. Der Händler erhält dabei keinerlei Information über das Konto des Kunden, sondern erfährt nur, ob der Kontostand zum Zeitpunkt der Buchung positiv ist, so dass über die Karte das Konto belastet werden kann. Ist das Konto nicht gedeckt, wird eine Lastschrift möglich. Die Akzeptanz einer per Unterschrift bestätigten Lastschrift ist jedoch optional. Der hochwertige EMV-Chip, der sich auf der Karte befindet, genügt den internationalen Standards zur Kartenzahlung, weswegen diese Art der Debitkarte rund um die Welt als Zahlungsmittel anerkannt wird. Mit einer einfachen Girocard dagegen ist die Zahlung im Ausland nicht möglich.

Unterschied zu V Pay und Kreditkarten

Das Maestro-System wurde von Mastercard Anfang der Neunzigerjahre eingeführt, um die Zahlung im Ausland vom Inlandskonto für Privatpersonen zu vereinfachen. Die Karte funktioniert wie eine Girocard (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zum Girokonto) und sieht auch ähnlich aus. Auf vielen Giro- und Kreditkarten ist das Zeichen abgedruckt, welches jedoch nur das Buchungssystem der Karte ausweist. Bei der Karte selbst handelt es sich nicht um eine Kreditkarte. Es kann also weder ein Kreditkonto zugewiesen, noch Geld auf der Karte selbst verbucht werden. Auch die Zahlung an Automaten, die Guthaben von dem Chip abbuchen, ist nicht möglich. Mit der Maestro-Card ist ein Abheben von Geld weltweit an allen Automaten möglich, die das Zeichen des Systems tragen. Dabei fallen Gebühren an, die an den Automaten oder vor der Buchung (Siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zum Buchungssatz) ausgewiesen werden.

Das technische Buchungssystem selbst funktioniert ähnlich wie das V Pay System. Dieser Service gehört jedoch zu der VISA Gruppe, die mit MasterCard um den Markt für elektronische Zahlungssysteme konkurriert. Die meisten Hotels, Geschäfte und Businesses weltweit, die eine Zahlung per VISA akzeptieren, nehmen auch MasterCard Lösungen an. Eine Ausnahme bilden Geschäfte, die ausschließlich Kreditkarten akzeptieren.

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