Lexikon

Marktwirtschaft - Was ist eine Marktwirtschaft?

Als Marktwirtschaft wird eine arbeitsteilige und organisierte Wirtschaftsordnung bezeichnet, die auf dem Prinzip von Angebot und Nachfrage basiert. Bei der Marktwirtschaft handelt es sich um eine dezentral geplante und gelenkte Wirtschaftsordnung. Haushalte und Unternehmen treffen ihre Entscheidungen über Konsum, Produktion, Investitionen oder Sparen nach ihren eigenen Vorstellungen mit dem Ziel auf der Seite der Haushalte eine Nutzenmaximierung und auf der Seite der Unternehmen eine Gewinnmaximierung zu erreichen. Das bedeutet, dass in der Marktwirtschaft, anderes als in der sogenannten Subsistenzwirtschaft, alle Markteilnehmer für sich selbst planen. Sie entscheiden damit über das Angebot und die Nachfrage. In der Bundesrepublik Deutschland ist seit dem Ende des 2. Weltkrieges die Soziale Marktwirtschaft das gesellschafts- und wirtschaftspolitische Leitbild.

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Angebot und Nachfrage – Was ist das Grundprinzip einer Marktwirtschaft?

Marktwirtschaften sind auf ein Preissystem angewiesen, das den Marktakteuren (Haushalten und Unternehmen) signalisiert, ihre Produktion und Investitionen anzupassen. Die Preisbildung beruht auf der Wechselwirkung von Angebot und Nachfrage, um ein Gleichgewicht zu erreichen oder anzunähern, bei dem der Stückpreis für ein bestimmtes Gut oder eine Dienstleistung an einem Punkt liegt, an dem die nachgefragte Menge der gelieferten Menge entspricht.

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Was sind die Aufgaben des Staates in der Marktwirtschaft?

Die Funktionen des Staates in der Marktwirtschaft betreffen in erster Linie ordnungspolitische Aufgaben, wie die Wettbewerbs- und Umweltpolitik, mit denen der Staat die Rahmenbedingungen für die auf dem Liberalismus basierende Marktordnung vorgibt. Hinzu kommen die Bereitstellung öffentlicher Güter sowie gegebenenfalls direkte Eingriffe des Staates. Diese als Prozesspolitik bezeichneten Eingriffe sind beispielsweise im Stabilitäts- und Wachstumsgesetz der Bundesrepublik Deutschland abgekürzt STWG, gesetzlich geregelt.

Regierungen können in eine Marktwirtschaft eingreifen, indem sie in bestimmten Märkten Preisobergrenzen oder Preisuntergrenzen festlegen (wie Mindestlohngesetze auf dem Arbeitsmarkt) oder die Steuerpolitik nutzen, um bestimmtes Verbraucherverhalten zu entmutigen oder die durch bestimmte Transaktionen erzeugten Marktexternalitäten anzugehen. Es gibt unterschiedliche Perspektiven auf die Rolle der Regierung bei der Regulierung und Führung von Marktwirtschaften und bei der Bekämpfung von sozialen Ungleichheiten, die von Märkten erzeugt werden. Grundsätzlich erfordert eine Marktwirtschaft, dass ein Preissystem, das von Angebot und Nachfrage beeinflusst wird, als primärer Mechanismus für die Zuteilung von Ressourcen unabhängig von der Höhe der Regulierung existiert.

Eigentumsrechte als wichtiger Teil einer Marktwirtschaft

Damit ein marktwirtschaftliches System effizient funktioniert, müssen Regierungen klar definierte und durchsetzbare Eigentumsrechte für Vermögenswerte und Investitionsgüter schaffen. Eigentumsrechte bedeuten jedoch nicht spezifisch private Eigentumsrechte, und Marktwirtschaft setzt kein Privateigentum an den Produktionsmitteln voraus. Marktwirtschaften können oft verschiedene Arten von Genossenschaften oder autonomen staatlichen Unternehmen umfassen, die Kapitalgüter und Rohstoffe auf den Kapitalmärkten erwerben. Diese Unternehmen nutzen ein marktbestimmtes System der freien Preise zur Zuteilung von Investitionsgütern und Arbeitskräften.

Darüber hinaus gibt es viele Varianten des Marktsozialismus, bei denen die Mehrheit der Kapitalvermögen in gesellschaftlichem Besitz ist, wobei die Märkte Ressourcen zwischen Unternehmen in Privatbesitz verteilen. Diese Modelle reichen von Systemen, die auf selbstverwalteten Unternehmen basieren, bis hin zu einer Kombination aus öffentlichem Eigentum an den Produktionsmitteln und Faktormärkten.

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