Lexikon

Mindestlohn - Was ist der Mindestlohn?

Der Mindestlohn bildet die gesetzlich und tariflich festgesetzte Untergrenze der Entlohnung für verschiedene Branchen und Niedriglohnstellen. Im Jahr 2018 lag er in Deutschland bei 8,84 Euro pro Stunde. In der niedrigsten Lohnstufe soll dadurch für Arbeitnehmer mit einem Monatsgehalt von rund 1.414 Euro eine Existenzgrundlage gesichert werden.

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Entwicklung des Mindestlohnmodells

In Deutschland wurde der gesetzliche Mindestlohn im Jahr 2015 trotz aller Proteste der Arbeitgeber eingeführt. Von Seite der Unternehmen wurde argumentiert, dass Unqualifizierte, Praktikanten und Hilfsarbeiter dadurch nicht mehr einstellbar wären. In der Praxis wurde die Mindestentlohnung seither von zahlreichen Branchen durch Zeitarbeit und Tätigkeiten gegen „Aufwandsentschädigung“ umgangen.

Ursprünglich sollte durch die Mindestlohngrenze ein Rahmen festgeschrieben werden, der ein eigenständiges Leben ermöglicht. Vor 2015 lagen die Löhne in vielen Bereichen des täglichen Leben, für Reinigungskräfte, Hausmeister, Fabrikarbeiter und Zusteller, unter den damals eingeführten 8,50 Euro pro Stunde. Auch heute sind viele Gruppen noch von der Mindestlohnzahlung ausgenommen, ein Umstand den Arbeitnehmerverbände kritisieren. Das Existenzminimum von 1.133,80 Euro pro alleinstehender Person ist jedoch neben dem Job auch durch Sozialzuschüsse wie ALG II und andere Leistungen gesichert.

Was ist der Nutzen für Arbeitnehmer?

Arbeitnehmer sind auf eine regelmäßige und ausreichende Zahlung ihrer Löhne durch den Arbeitgeber angewiesen. In Deutschland können sie auf verschiedene Rechtsmittel zurückgreifen, wenn die Zahlungen ausbleiben und ihre Existenz bedroht ist. Für zu niedrige Löhne galt dies bis 2015 nicht. Heute sind sich Unternehmer dahingehend einig, dass es keine Arbeit gibt, die einen Gewinn generiert, der zu niedrig ist, um Mindestlohn zu zahlen.

Die Mindestlohnkommission überwacht die Entwicklungen im Angestelltensektor und gleicht sie jährlich mit den Lebenshaltungskosten in der Bundesrepublik ab. So wird die Mindestentlohnung pro Stunde je nach Wirtschaftslage und Kosten von Unterbringung und Grundversorgung mit Lebensmitteln, Kleidung und medizinischer Betreuung stets so korrigiert, dass er für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen Sinn ergibt. Derzeit steigt der Mindestlohnsatz.

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Was sind Ausnahmen vom Mindestlohn?

Ausgenommen vom Mindestlohn sind einige Gruppen, die den Betrieben anfangs keine hohen Gewinne einbringen. Dazu zählen Jugendliche unter 18 Jahren ohne Berufsausbildung, Auszubildende, Langzeitarbeitslose im ersten Halbjahr nach Neueinstieg, schulische und Orientierungs-Praktikanten, Jugendliche in Einsteigsqualifizierung und ehrenamtlich Tätige. Zeitarbeiter erhalten einen Mindestlohn, werden jedoch durch Abzug der Vermittlungsprovision und Einschränkung der vertraglichen Sicherheit benachteiligt. Der Mindestlohn wird zudem bei ausländischen Hilfskräften nicht ausreichend überprüft.

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