Lexikon

Monatsbilanz - Was ist die Monatsbilanz?

Eine Monatsbilanz enthält die Zusammenstellung der Monatsumsätze aller Buchführungskonten, die aus den Grundbüchern in die Konten des Hauptbuches der Buchhaltung übertragen werden. Monatsbilanzen werden zum Abschluss jedes Kalendermonats erstellt. Anders als bei der Jahresbilanz eines Unternehmens werden die Bestandsdaten nicht im Rahmen einer Inventur ermittelt. Die Daten für Monatsbilanzen werden anhand der Fortschreibung der Lagerbücher ermittelt.

Jahresabschluss vorbereiten – Was du beachten musst, erfährst du im Billomat-Magazin

Monatsbilanzen bei Gewerbebetrieben

In Gewerbebetrieben werden Monatsbilanzen durch die Summierung der monatlichen Umsätze aller Konten und die nachfolgende Übertragung auf die Konten des Hauptbuches ermittelt. Eine Inventur wie sie für die Erstellung des Jahresabschlusses vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, findet bei der Aufstellung der Monatsbilanz nicht statt. Die Fortschreibungen in den Büchern wird als Datenbasis verwendet. Neben einer Monatsbilanz können Unternehmen je nach wirtschaftlicher Situation weitere unterjährige Bilanzen erstellen. Zum Beispiel:

  • Tagesbilanzen
  • Wochenbilanzen
  • Quartalsbilanzen
  • Halbjahresbilanzen
Monatsbilanz

Die Monatsbilanz ist ein unterjährig einmal im Monat erstellter und auf Fortschreibung der Lagerbestände basierender Bestandsausweis

Beispielsweise wird bei Unternehmen, die sich in der Insolvenz befinden, von den Insolvenzverwaltern häufig die Erstellung von Tagesbilanzen verlangt, um tagesaktuell einen Überblick über die Situation des Unternehmens zu erhalten. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Erstellung von Monatsbilanzen besteht für Gewerbebetriebe nicht. Banken sind jedoch verpflichtet, Monatsbilanzen zu erstellen.

Monatsbilanzen bei Banken

Banken sind durch die Vorgaben des Kreditwesengesetzes dazu verpflichtet, monatlich einen Zwischenbericht zu erstellen. Dieser Zwischenbericht muss bei der Deutschen Bundesbank monatlich eingereicht werden. Bei den Monatsbilanzen von Banken handelt es sich um eine Aufstellung der Umsätze auf der Soll- und Habenseite. Die Verpflichtung für Kreditinstitute zur Aufstellung von Monatsbilanzen wurde eingeführt, um den Aufsichtsbehörden in kurzen zeitlichen Abständen einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Geldhäuser zu ermöglichen. Dadurch sollen drohende Insolvenzen von Banken frühzeitig erkannt und mögliche negative Folgen für die gesamte Volkswirtschaft verhindert werden.

Aussagekraft von Monatsbilanzen

Für die Geschäftsleitung bietet eine Monatsbilanz einen zeitnahen Überblick über die Geschäftsentwicklung im Laufe eines Jahres. Sie ermöglicht es, saisonale Unterschiede zu erkennen und gegenzusteuern. Sie liefern einen detaillierten Überblick als beispielsweise Quartals- oder Halbjahresbilanzen. Bei börsennotierten Unternehmen sind Monatsbilanzen eine wichtige Informationsquelle für Anleger und Investoren. Die Erstellung von Monatsbilanzen wird häufig von Kreditgebern verlangt, um zeitnahe Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung des Kreditnehmers zu erhalten. Der Aufwand für die Erstellung von zwölf einzelnen Bilanzen innerhalb eines Jahres ist bei der Nutzung moderner Buchhaltungsprogramme relativ gering.

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