Lexikon

Opportunitätskosten - Was sind Opportunitätskosten?

Bei der Beurteilung der potenziellen Rentabilität verschiedener Investitionsmöglichkeiten suchen Unternehmen nach der Option, die wahrscheinlich die höchste Rendite erzielt. Unternehmen müssen dabei die Opportunitätskosten jeder Option berücksichtigen. Oft können sie diese anhand der erwarteten Rendite eines Anlageinstruments ermitteln. Durch das Verständnis der potenziellen verpassten Renditen, die durch die Wahl einer Investition gegenüber einer anderen möglich sind, können bessere Entscheidungen getroffen werden.

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Wie berechnet man Opportunitätskosten?

Opportunitätskosten

Die möglichen Kosten werden ermittelt, in dem die Differenz zwischen den erwarteten Erträgen jeder Option berechnet wird:

Opportunitätskosten = Rendite Option A – Rendite Option B

Angenommen, die Option A stellt eine Investition von freien Geldmitteln in Aktien dar, um Kapitalgewinne zu erzielen. Option B besteht darin, das Geld wieder ins Unternehmen zu investieren, wobei erwartet wird, dass neue Anlagen die Produktionseffizienz steigern, was zu niedrigeren Betriebskosten und einer höheren Gewinnspanne führt. Die erwartete Kapitalrendite am Aktienmarkt liegt im nächsten Jahr bei 12 Prozent, und das Unternehmen erwartet, dass die Ausrüstungsaktualisierung im gleichen Zeitraum eine Rendite von 10 Prozent erzielt. Die Opportunitätskosten für die Auswahl des Equipments gegenüber der Börse betragen 12 Prozent – 10 Prozent, was 2 Prozentpunkten entspricht. Durch die Investition in neue Anlagen würde der Unternehmer auf die Chance, eine höhere Rendite zu erzielen, verzichten.

Was ist die Bedeutung der Opportunitätskosten für die Kapitalstruktur?

Die Analyse der Opportunitätskosten spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der Kapitalstruktur eines Unternehmens. Während sowohl Fremdkapital als auch Eigenkapital Eigenmittel erfordern, um Kreditgeber und Anteilseigner für das Anlagerisiko zu entschädigen, beinhalten beide auch Opportunitätskosten. Zum Beispiel werden Mittel, die zur Zahlung von Darlehen verwendet werden, nicht in Aktien, Anleihen oder neue Maschinen investiert, die das Potenzial für Anlageerträge bieten. Das Unternehmen muss entscheiden, ob die durch die Hebelwirkung der Verschuldung mögliche Expansion zu höheren Gewinnen führt, als dies durch Investitionen möglich wäre.

Da es sich um eine vorausschauende Berechnung handelt, ist die tatsächliche Rendite für beide Optionen unbekannt. Angenommen, das Unternehmen verzichtet im obigen Beispiel auf neues Equipment und investiert stattdessen an der Börse. Wenn die ausgewählten Wertpapiere an Wert verlieren, könnte das Unternehmen letztendlich Geld verlieren, anstatt die erwartete Rendite von 12 Prozent zu erzielen. Der Einfachheit halber wird davon ausgegangen, dass die Investition eine Rendite von 0 Prozent ergibt. Das bedeutet, dass das Unternehmen genau das erhält, was es investiert. Die Opportunitätskosten für diese Option betragen dann 10 % (10 % – 0 %). Es ist ebenso möglich, dass die Gewinne stabil bleiben, wenn sich das Unternehmen dazu entscheidet, in neue Anlagen zu investieren. Die Opportunitätskosten für diese Option betragen dann 12 Prozent statt der erwarteten 2 Prozent.

Es ist wichtig, nur Anlagemöglichkeiten mit einem ähnlichen Risiko zu vergleichen. Werden risikoarme Investitionen in Maschinen und Anlagen mit einer Investition in sehr volatile Aktien verglichen, kann dies zu irreführenden Ergebnissen bei den Opportunitätskosten und damit zu falschen Investitionsentscheidungen führen.

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