Lexikon

Optionsschein - Was ist ein Optionsschein?

Statt Wertpapiere direkt zu erwerben, bietet der Optionsschein den Erwerb eines Rechtes an einem Wertpapier zu bestimmten Konditionen an. Diese Konditionen müssen beim Kauf des Optionsscheines noch nicht erreicht sein. Von der Region der Börse hängt es ab, ob der Anleger den Schein zu einem bestimmten Endpunkt einlösen muss oder theoretisch jederzeit seine Optionsscheine ausüben kann. Optionsscheine sind ein Hebelprodukt, das vor allem von Privatanlegern genutzt wird.

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Recht an der Teilnahme eines Optionsschein Kaufes

Während Wertpapiere einem virtuellen Produkt zugeordnet werden können, erwerben Anleger mit einem Optionsschein lediglich das Recht, ein Produkt zu erwerben. Im physischen Handel lässt sich dies mit dem Erwerb von Tickets für einen Kinofilm vergleichen. Erwirbt er mit dem Ticket das Recht, den Film nach dem Sehen günstiger herunterzuladen, muss er dennoch den Film zusätzlich kaufen. Er erwirbt also weder den Film, noch die Vorführung, noch das Kino oder die Aufführungsrechte sondern das Recht, den Film zu sehen und zu erwerben.

Optionsscheine werden auf Kurse und Wertpapiere vergeben, die besonders risikoreich, aussichtsreich oder auch planbar sind. Auf welche Art von Anlage die Option besteht, ist Anlegerrisiko. Der Anleger glaubt, der Kurs auf den er eine Option erwirbt, werde zu einem bestimmten Zeitpunkt eintreffen. Für ihn wird also eine Art Platz freigehalten, den Schein dann auszuüben und das Produkt zu kaufen.

Optionsschein

Ausübung des Optionsscheines und Handel

Welche Rechte mit Optionsscheinen erworben werden, definieren sich über den jeweiligen Schein. Für Anleger ist es wichtig zu wissen, dass es sich einerseits um ein weiterhandelbares Produkt handelt. Andererseits wird ihnen die Kondition nur unter dem Vorbehalt zugesichert, dass der Kurs auch wirklich realisiert wird. Ein Optionsschein auf die Aktie eines ehemaligen Hoffnungsträgers, dessen Kurs jedoch abfällt, ist daher so lange wertlos wie der Basiskurs nicht erreicht wird.

Optionsscheine sind zudem immer an eine Laufzeit gebunden. Beträgt diese beispielsweise 3 Jahre, kann der Schein erst nach der Laufzeit in Deutschland in ein Papier umgewandelt werden. In den USA ist die Laufzeit variabel.

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