Lexikon

Preisniveau - Was ist ein Preisniveau?

Der Begriff Preisniveau hat in der Wirtschaftswelt zwei Bedeutungen. Eine Bedeutung bezieht sich auf den Preis von am Markt gehandelten Vermögenswerten. Die andere Bedeutung bezieht sich auf den Preis von Waren und Dienstleistungen und wird in Bezug auf die Inflation verwendet. In einem allgemeineren Sinne bezieht sich das Preisniveau auf ein statisches Bild des Preises einer gegebenen Ware, Dienstleistung oder handelbaren Sicherheiten. Preisniveaus werden als diskreter Wert dargestellt.
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Was ist die Bedeutung des Preisniveau in der Volkswirtschaft?

Wenn sich Ökonomen auf das Preisniveau beziehen, beziehen sie sich auf die Kaufkraft von Geld oder auf die Inflation/Deflation. Mit anderen Worten, Ökonomen beschreiben den Zustand der Wirtschaft, indem sie betrachten, wie viel Menschen mit der gleichen Geldmenge einer Währung kaufen können. Der gängigste Preisindex ist der Verbraucherpreisindex.

Das Preisniveau wird anhand eines „Warenkorbes“ ermittelt, bei dem eine Sammlung von Verbrauchsgütern und Dienstleistungen insgesamt ermittelt wird. Veränderungen des Gesamtpreises im Zeitverlauf verändern den Index nach oben oder unten. Gewichtete Mittelwerte werden typischerweise anstelle von geometrischen Mittelwerten verwendet. Das Preisniveau bietet immer eine Momentaufnahme der Preise zu einem bestimmten Zeitpunkt, sodass Änderungen des allgemeinen Preisniveaus im Zeitverlauf überprüft werden können. Wenn die Preise steigen (Inflation) oder sinken (Deflation), wird auch die Verbrauchernachfrage nach Waren beeinflusst, was dazu führt, dass in diesem Zusammenhang auch das Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigt oder sinkt.

Differenzierte Betrachtung verschiedener Preisniveaus

Preisniveau

Das Preisniveau ist ein bestimmter Durchschnitt der Preise einer grob definierten Warengruppe.
Abhängig von den gewählten Waren und dem zugeordneten Wirtschaftsbereich werden die Niveaus der
  • Verbraucherpreise
  • Großhandelspreise
  • Erzeugerpreise
ermittelt. Bei keinem Index werden Löhne, Gehälter und andere Einkommensquellen in den Warenkorb aufgenommen. Ebenso sind Vermögenswerte wie Aktien und Immobilien nicht in den gemeinsamen Warenkörben enthalten. Somit wird ein Anstieg zum Beispiel des Börsenindex oder der Arbeitseinkommen meist nicht als Inflation definiert. Eine andere Technik, um Preisindikatoren zu erhalten, sind die sogenannten Deflatoren. Der BIP-Deflator beispielsweise stellt das Verhältnis des nominalen zum realen Bruttoinlandsprodukt im Verlauf eines Jahres dar. Grundlage des BIP-Deflators ist, anders als beim Verbraucherpreisindex, kein starrer Warenkorb, sondern es werden alle Waren und Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft produziert und in Anspruch genommen werden, berücksichtigt.

Das Preisniveau ist einer der wichtigsten Wirtschaftsindikatoren weltweit. Es wird allgemein angenommen, dass die Preise von Jahr zu Jahr relativ stabil bleiben sollten, um eine übermäßige Inflation mit stark steigenden Preisen zu vermeiden. Wenn das Preisniveau zu schnell ansteigt, suchen Zentralbanken oder Regierungen nach Möglichkeiten, die Geldmenge oder die Gesamtnachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu senken. Ist die Infiltrationsrate aus Sicht der Zentralbanken zu gering, wird umgekehrt die Geldpolitik gelockert und die im Umlauf befindliche Geldmenge durch die Zentralbanken erhöht. In der EU wird von der Europäische Zentralbank eine Inflationsrate von rund 2% angestrebt.

Einzelnachweis:

wirtschaftslexikon.gabler.de – abgerufen am 27.02.2018

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