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Privateinlagen - Was sind Privateinlagen?

Von Privateinlagen wird immer dann gesprochen, wenn der Eigentümer eines Unternehmens materielle, immaterielle oder finanzielle Werte aus seinem Privatvermögen dem Unternehmen zur Verfügung stellt. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Eigentümer sein Privatfahrzeug dauerhaft in das Betriebsvermögen überführt oder wenn er die Kosten für eine betriebsbedingte Reise aus der eigenen Tasche bezahlt.

Privates verbuchen – Was du beachten musst, erfährst du im Billomat-Magazin

Möglichkeiten der Privateinlage

Jede Privateinlage des Unternehmers erhöht das Eigenkapital des Unternehmens. Eine Privateinlage kann durch

  • Bareinlagen
  • Sacheinlagen

begründet sein.

Bareinlagen: Von Bareinlagen wird gesprochen, wenn dem Unternehmen Barmittel durch die Eigentümer zur Verfügung gestellt werden. Hierbei handelt es sich häufig um Investitionen. Aber auch wenn die Eigentümer Rechnungen, die an das Unternehmen adressiert sind, oder das Porto für Briefe aus der eigenen Tasche bezahlen, handelt es sich um eine Bareinlage.

Sacheinlagen: Um eine Sacheinlage handelt es sich, wenn der Eigentümer materielle oder immaterielle Vermögensgegenstände dem Unternehmen zur Verfügung stellt, ohne, dass er dafür eine Gegenleistung erhält. Sacheinlagen sind beispielsweise Immobilien, Maschinen und Wertpapiere, die in das Unternehmen eingebracht werden. Wenn der Eigentümer Forderungen, die er gegenüber Dritten hat, dem Unternehmen überschreibt, handelt es sich ebenfalls um eine Sacheinlage.

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Behandlung einer Privateinlage in der Buchhaltung

Zur Buchführung verpflichtet die Unternehmen müssen jede Privateinlage buchen. Dazu wird ein Privatkonto verwendet. Ein Privatkonto ist ein Unterkonto des Eigenkapitalkontos. Durch diese Konstellation erhöht jede Privateinlage das Eigenkapital des Unternehmens. Privateinlagen sind jedoch ergebnisneutral. Ergebnisneutral bedeutet, dass eine Privateinlage unabhängig von ihrer Höhe keinen Einfluss auf den Gewinn oder Verlust des Unternehmens hat. Hierfür gibt es zwei Gründe. Die aus einer Privateinlage resultierende Erhöhung des Eigenkapitals stammt nicht aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Der zweite Grund ist, dass die Eigentümer keine Rechtsgeschäfte mit sich selbst abschließen dürfen, die zu einer Veränderung des Betriebsergebnisses führen.

Beispiele für Privateinlagen

Eine Privateinlage in Form einer Sacheinlage wird häufig bei der Gründung einer GmbH genutzt, um einen Teil des für die Gründung erforderlichen Gesellschaftskapitals aufzubringen. Beispielsweise kann der Unternehmensgründer seinen privaten PKW im Wert von 12.500 Euro und 12.500 Euro in Bar in das Unternehmen einbringen und so die Einlagenverpflichtungen erfüllen. Im laufenden Geschäftsbetrieb kann durch eine Privateinlage ein finanzieller Engpass des Unternehmens überbrückt werden. Wenn sich beispielsweise abzeichnet, dass innerhalb der nächsten Zeit zwar hohe Zahlungseingänge aufgrund guter Verkäufe zu erwarten sind, kurzfristig aber Rechnung bezahlt werden müssen. Durch Einzahlung von Barmitteln auf das Privatkonto kann der Engpass überbrückt werden. Sobald die erwarteten Zahlungen eingegangen sind, kann die Privateinlage wieder entnommen werden.

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