Lexikon

Risikomanagement - Was ist ein Risikomanagement?

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung, da sich mit ihm Schäden unterschiedlicher Art abwenden oder verringern lassen. Risikomanagement erfolgt zum einen aus wirtschaftlichem Eigeninteresse. Eine Bank möchte zum Beispiel eine zu leichtfertige Kreditvergabe und spätere Kreditausfälle ausschließen. In vielen Fällen schreiben zum anderen Staaten dieses Management vor. Diese Regelungen beziehen sich häufig auf mögliche Schäden für Dritte, unter anderem von Firmen verursachte Umweltschäden.

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Mehrere Aufgaben beim Risikomanagement

Jedes Risikomanagement setzt bei der Firmenführung ein Risikobewusstsein voraus. Verfügt sie über dieses Bewusstsein, muss sie für ein effizientes Management einen vollständigen Kreislauf mit mehreren Stufen installieren. Dieser Kreislauf kann folgendermaßen aussehen:

Auf der Basis der jeweiligen Unternehmensziele findet eine grundsätzliche Risikoidentifikation statt. Ein Ziel kann beispielsweise die Markteinführung eines neuen Produkts sein.
Anschließend empfehlen sich die Formulierung konkreter Kategorien der Risikobewertung sowie die Durchführung der Beurteilung.
Danach entscheiden Unternehmen, wie sie mit den vorhandenen Risiken umgehen. Dafür stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: So können sie ein Risiko meiden, indem sie auf das neue Produkt verzichten. Sie können es reduzieren, indem sie das Produkt modifizieren. Risikodiversifikation als weitere Option bedeutet, dass sie die Risiken im Portfolio besser verteilen.
Während der Risikokontrolle prüfen Firmen, ob die Risiken die festgelegten Grenzen überschreiten. Ein professionelles Berichtswesen erleichtert diese Kontrolle.
Zugleich sollten Unternehmen ein Verfahren der Risikokommunikation implementieren. Erfährt ein Mitarbeiter von einem Risiko, muss er es sofort an die verantwortliche Stelle weiterleiten.

Anwendung gegenüber vielfältigen Risiken

Risikomanagement

Die Bandbreite im Risikomanagement ist groß: Es lassen sich branchentypische Risiken sowie branchenübergreifende Risikotypen unterscheiden. Hinsichtlich der Branche verdient das Risikomanagement in der Finanzbranche Erwähnung. Der Gesetzgeber schreibt Kreditinstituten unter anderem vor, dass sie Liquiditätsrisiken managen. Das soll vor der Insolvenz einer Bank bewahren, welche für das gesamte Bankensystem verheerende Auswirkungen haben kann. Viele Risikotypen treten in zahlreichen Branchen auf, die Wissenschaft fasst sie unter dem Begriff Unternehmensrisiko zusammen. Dazu gehören:

  • technische Risiken wie Produktionsrisiko und Qualitätsrisiko
  • wirtschaftliche Risiken wie Preisrisiko, Zinsrisiko, Länderrisiko und Personalrisiko

Einzelnachweise:

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