Lexikon

Ratenzahlung - Was ist eine Ratenzahlung?

Die Ratenzahlung ist eine Vereinbarung zwischen Käufer und Verkäufer, die eine schrittweise bzw. teilweise Rückzahlung einer Schuld beinhaltet. Die gängige Bezeichnung für diesen Vorgang im Einzelhandel lautet Finanzkauf.

Eine Ratenzahlung unterbricht die Verjährung einer Forderung. Erfahre mehr dazu auf dem Billomat-Blog.

Funktionsweise der Ratenzahlung

Bei der Ratenzahlung wird eine Schuld durch ratenweise Teilzahlungen innerhalb eines vertraglich festgelegten Zeitraums abgetragen. Eine Rate setzt sich in der Regel aus einem Tilgungsbetrag und Zinsen zusammen. Gerade im Handel kann es aber durchaus vorkommen, dass Ratenzahlungen ohne Zinsen vereinbart werden. Oftmals ist dann von einer „Null-Prozent-Finanzierung“ die Rede. Hier kommt der Finanzierung eher die Rolle einer absatzfördernden Maßnahme zu.
Im Vergleich zu Konsumentenkrediten werden Ratenzahlungen meist über kürzere Zeiträume wie zum Beispiel 3 oder 6 Monate vereinbart. Nicht selten kommt es vor, dass die Finanzierung im Rahmen eines Partnerprogramms über eine Bank, und nicht über das Unternehmen, welches den Finanzkauf anbietet, abgewickelt wird.

Ratenzahlung

Ratenzahlung als Annuitätendarlehen

Wurde jedoch ein Zinssatz vereinbart, handelt es sich bei der Zahlung auf Raten rein technisch betrachtet um ein Annuitätendarlehen, welches vom Händler gewährt wird.
Wichtige Merkmale eines Annuitätendarlehens sind gleichbleibend hohe Raten (Annuitäten), die zu einem festen Zeitpunkt (z. B. zum jeweils 1. eines Monats) an den Gläubiger überwiesen oder vom Gläubiger eingezogen (Siehe dazu auch den Lexikoneintrag zum Bankeinzug) werden müssen. Wie hoch die Rate und wie lang die Laufzeit sein soll, kann von den beiden Vertragsparteien frei gewählt werden.

Alternativen zur Ratenzahlung über den Händler

Vor dem Abschluss eines mit Zinsen versehenen Annuitätendarlehens sollten Kunden prüfen, ob es möglicherweise noch günstigere Angebote gibt. Zwar ist die Abwicklung über den Händler die schnellste und bequemste Variante, nicht zwangsläufig aber auch die günstigere. Wird ein Kredit bei einer Bank (Siehe hierzu den Lexikoneintrag zu Banken) aufgenommen, um damit den Betrag bar zu bezahlen, können in manchen Fällen auf diese Weise Vergünstigungen in Form von Skonti (Siehe dazu auch den Lexikoneintrag zum Skonto) in Anspruch genommen werden. Das betrifft vor allem die Zahlung bei hochpreisigen Gütern wie beispielsweise Personenkraftwagen.

Vorteile und Nachteile der Ratenzahlung

Das Anbieten einer Ratenzahlung ist für Unternehmen umsatzfördernd. Denn dank einer Ratenzahlung können Kunden auch die Waren kaufen, die sie sich anderweitig nicht leisten könnten. Aber gerade diese Tatsache stellt auch einen Nachteil für das Unternehmen dar. Oft führen Ratenzahlungen zu Überschuldungen von Privatpersonen, die letztlich in die Privatinsolvenz führen können. In diesem Fall bleiben die Zahlungsempfänger oftmals (zu großen Teilen) auf ihren Kosten sitzen. Die Ratenzahlung ist also mit Risiken für beide Seiten verbunden, bietet allerdings auch viele Vorteile wie das liquid Bleiben für den Käufer oder die Umsatzförderung für den Verkäufer.

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