Lexikon

Rating - Was ist Rating?

Das Rating gibt Privatanlegern und institutionellen Anlegern Informationen, anhand deren sie bestimmen können, ob Emittenten von Anleihen, anderen Schuldtiteln sowie festverzinslichen Wertpapieren ihren Verpflichtungen nachkommen können. Ratingagenturen bieten objektive Analysen und unabhängige Bewertungen von Unternehmen und Ländern, die diese Wertpapiere ausgeben.

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Rating für Staaten

Für Staaten werden spezielle Länder Ratings ausgestellt. Für dieses Rating wird die allgemeine Kreditwürdigkeit eines Landes analysiert. Ein staatliches Rating berücksichtigt zudem die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen eines Landes, einschließlich des Volumens ausländischer, öffentlicher und privater Investitionen, die Kapitalmarkttransparenz und die Währungsreserven. Länderratings bewerten darüber hinaus die politischen Bedingungen wie die allgemeine politische Stabilität und das Niveau der wirtschaftlichen Stabilität. Das Länderrating wird von institutionellen Anlegern verwendet, um zu bestimmen, ob Unternehmen, die in einem bestimmten Land tätig sind und Wertpapiere, die in einem bestimmten Land ausgegeben werden, weiter bei Anlageentscheidungen berücksichtigt werden.

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Kredit-, Debt und Bond Ratings

Kreditratings, Debt Ratings oder Bond Ratings werden an einzelne Unternehmen und für bestimmte Klassen von Wertpapieren wie Vorzugsaktien, Unternehmensanleihen und verschiedene Klassen von Staatsanleihen vergeben. Ratings können für kurzfristige und langfristige Verpflichtungen getrennt vergeben werden. Ein langfristiges Rating analysiert und bewerten die Fähigkeit eines Unternehmens, seiner Verantwortung in Bezug auf alle emittierten Wertpapiere nachzukommen. Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Organisationen, die Kredite auf öffentlichen Märkten aufnehmen. Dazu gehören die Schulden von Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und Regierungen sowie verbriefte Vermögenswerte. Dabei handelt es sich um Vermögenswerte, die gebündelt und als Sicherheit an Anleger verkauft werden. Ratingagenturen weisen jeder Anleihe eine Briefnote zu, die eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit darstellt, dass die Organisation sowohl den Kapitalbetrag als auch die Zinsen bei Fälligkeit zurückzahlen kann. Die drei größten Ratingagenturen sind

  • Moody’s,
  • Standard & Poor´s (S & P)
  • Fitch Ratings

Alle diese Ratingagenturen haben ihren Hauptsitz in den USA und gehören zur US-amerikanischen / kanadischen DBRS Gruppe. Bei der Bewertung verwenden die Agenturen Daten aus den Ländern oder Organisationen, die ihren Dienst anfordern, und analysieren ihre Grundlagen und Verhaltensweisen, wenn bestimmte Stresssituationen auftreten. Jede Ratingagentur verwendet ihre eigene Methode, um ein Rating zu vergeben.

Bewertungsschema beim Rating

Die Bewertungen werden anhand von alphabetischen Codes vergeben. Obwohl die Ratings der Ratingagenturen nicht völlig gleich sind, sind sie ähnlich genug, um es den Nutzern zu ermöglichen, die Bonität eines Emittenten oder eines Produkts sofort zu bestimmen. Es gibt zwei Hauptgruppen von Ratings: Investment Grade und Spekulative Grade. Das Rating AAA (Aaa bei Moody´s) ist das höchste Rating und impliziert ein vernachlässigbares Ausfallrisiko. Ratings unter BBB- (Baa3 bei Moody´s) gelten als spekulativ und haben ein hohes Ausfallrisiko. Es gibt sehr wenige Unternehmen mit einem AAA Rating weltweit. Beispiele sind ExxonMobil, Johnson & Johnson und Microsoft. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Deutschland werden ebenfalls mit AAA bewertet.

Unternehmen mit niedriger Bonität zahlen im Allgemeinen einen viel höheren Zinssatz für ihre Kredite und können Schwierigkeiten haben, neue Anleihen zu verkaufen. Die Methodik der Ratingagenturen ist nicht fehlerfrei und wurde hinsichtlich der Ungenauigkeit vieler Ratings während der Finanzkrise eingehend geprüft.

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