Lexikon

Rücklagen - Was sind Rücklagen?

Unter Rücklagen werden Reserven von Unternehmen beziehungsweise Kapitalgesellschaften verstanden, die entweder als offene Reserven im Jahresüberschuss dargestellt und auf gesonderten Rücklagenkonten in der Bilanz ausgewiesen werden oder als sogenannte stille Reserven nicht offen in Erscheinung treten.

Bei den in der Bilanz ausgewiesenen offenen Reserven werden diese als Eigenkapital angesehen. Reserven werden für bestimmte betriebliche Zwecke, wie beispielsweise zur Absicherung des Anlagenbestandes oder zur Sicherung der Eigenkapitalbasis gebildet. Zu unterscheiden sind diese Reserven jedoch von den Rückstellungen, wie zum Beispiel Rückstellungen für die betriebliche Alterssicherung von Personal oder Ähnliches.

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Gesetzliche und steuerrechtliche Bestimmungen

Bei der Bildung von Reserven müssen gesetzliche und steuerrechtliche Bestimmungen beachtet werden. So dürfen nur in bestimmten Fällen steuerfreie Reserven aus dem erzielten Gewinn des Unternehmens gebildet werden, wie zum Beispiel:

  • als Ersatzbeschaffungsreserve,
  • als finanzielle Reserve für die Bezuschussung von Anlagegütern bei deren Anschaffung oder Herstellung,
  • als sogenannte Ansparabschreibung, hier soll die Reserve zur Förderung von kleinen und mittleren Betrieben nach § 7g I EStG dienen.

Weiterhin sollen die Reserven als variable und liquide Anteile des Eigenkapitals zum Beispiel dem Gläubigerschutz, der Kapitalsicherung, zur Selbstfinanzierung und Dividendenkontinuität dienen. Die entsprechenden Regelungen hierzu sind unter anderem im § 272 III 2, IV HGB, § 150 AktG zu finden.

Stille Reserven

Stille Reserven werden in der Bilanz aus unterschiedlichen Gründen nicht ausgewiesen. Dadurch kann eine Unterbewertung der realen Kapitalsituation eines Unternehmens bestehen. Gebildet können stille Reserven beispielsweise

  • aufgrund gewollter Bildung durch die Geschäftsführung,
  • durch die Nutzung von Ermessensspielräumen bei der Bewertungen beispielsweise des Anlagevermögens oder Weiterem,
  • durch Veränderungen des Geldwertes oder Preisschwankungen, die aufgrund gesetzlicher oder steuerrechtlicher Vorschriften nicht veranschlagt werden dürfen.

 

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