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Sarbanes-Oxley Act - Was ist der Sarbanes-Oxley Act?

Der Sarbanes-Oxley Act wurde im Jahr 2002 vom US-amerikanischen Kongress erlassen. Grund hierfür waren eine Reihe von Finanzskandalen in den Jahren zuvor. Mit dem Gesetz wurden verschiedene neue Standards und Regeln für Unternehmen erlassen, mit denen die Transparenz bei der Rechnungslegung verbessert werden sollte. Durch diese Maßnahmen sollte das Vertrauen der Investoren in den allgemeinen amerikanischen Kapitalmarkt wieder hergestellt werden. Namensgeber für dieses neue Gesetz sind deren wesentlichen Initiatoren, der Senator Paul Sarbanes und Michael Oxley, ein Mitglied des US Repräsentantenhauses.

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Hintergrund für die Verabschiedung des Sarbanes-Oxley Act

Der Sarbanes Oxley Act ist eine Reaktion auf eine ganze Reihe von Finanzskandal, die um die Jahrtausendwende den US-amerikanischen Finanzmarkt erschüttert haben. Erlassen wurde das Gesetz, nach dem Kritik am mangelnden Verantwortungsbewusstsein der Unternehmensmanager und der Informationspolitik verschiedener größerer Kapitalgesellschaften in den USA immer lauter wurde. Insbesondere waren die Finanzskandale bei den beiden US-amerikanischen Unternehmen Enron und Worldcom Anlass für die Verabschiedung des Sarbanes Oxley Act. Ziel des Gesetzes ist es, die Qualität und die allgemeine Verlässlichkeit der von Unternehmen veröffentlichten Finanzberichte zu verbessern.

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Neue Vorschriften im Sarbanes-Oxley Act

Der Sarbanes Oxley Actdient weniger dazu, den Einfluss der Investoren auf Unternehmen zu stärken, als vielmehr der Unternehmensleitung neue Regelungen und aufzuerlegen. Miteinbezogen wurden neue Regelungen zur Corporate Governance und für Wirtschaftsprüfer. Der Sarbanes Oxley Act ist für alle Unternehmen verpflichtend anzuwenden, die bei der US-Börsenaufsicht, der SEC registriert sind. Hierzu zählen unter anderem alle börsennotierte Unternehmen und Unternehmen, die andere Wertpapiere ausgeben. Das heißt, es sind gegebenenfalls auch Unternehmen von diesen neuen Regelungen betroffen, deren Hauptsitz nicht in den USA ist.

Eine wesentliche neue Regelung betrifft beispielsweise die Verantwortung des Managements für die Abschlüsse eines Unternehmens. Der Chief Executive Officer abgekürzt CEO und der Chief Financial Officer, der CFO müssen seit der Einführung des Gesetzes bestätigen, dass die Erstellung der Abschlüsse Ihres Unternehmens ordnungsgemäß erfolgte. Sie sind gegenüber den Anlegern für die Korrektheit der Abschlüsse verantwortlich. Zudem erfolgte die Schaffung einer Aufsichtsbehörde für die amerikanischen Wirtschaftsprüfer. Außerdem erfolgte die Einführung einer verschärften Haftung und weitgehende Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfer. Grund für diese neuen Regelungen war, dass Wirtschaftsprüfer oft ihre Kontrollfunktion vernachlässigt und mögliche Probleme in den Finanzberichten zugunsten des geprüften Unternehmens nicht rechtzeitig erkannt oder aufgedeckt hatten.

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