Lexikon

Steuerbilanz - Was ist die Steuerbilanz?

Die Steuerbilanz wird aus der Handelsbilanz eines Unternehmens abgeleitet. Sie ist eine unter Berücksichtigung der anzuwendenden steuerlichen Vorschriften erstellte Übersicht über die Vermögensverhältnisse des Unternehmens. Steuerbilanzen werden in erster Linie für das Finanzamt erstellt.

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Welchen Zweck hat die Steuerbilanz?

Die Steuerbilanz dient Gewerbetreibenden der objektiven Ermittlung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des eigenen Unternehmens. Als Grundlage dienen periodischen Ermittlungen von Gewinnen oder Verlusten. Die Erstellung von Steuerbilanzen müssen von Gewerbetreibenden, die vom Gesetzgeber dazu verpflichtet sind, Bücher zu führen und regelmäßige Abschlüsse zu erstellen, erfolgen. Ebenso müssen Gewerbetreibende, die freiwillig Bücher führen, Steuerbilanzen erstellen. Die mit der Steuerbilanz erstellte Vermögensübersicht dient in erster Linie dem Finanzamt. Das Finanzamt nutzt die Vermögensübersicht für die Ermittlung der Bemessungsgrundlagen für die

Gewerbetreibende müssen ihrer Steuererklärung eine Vermögensübersicht hinzufügen. Wenn diese Vermögensübersicht nicht den steuerlichen Vorschriften des Gesetzgebers entspricht, können Steuerpflichtige die Handelsbilanz gemäß den steuerrechtlichen Bilanzierungsvorschriften insbesondere nach § (Einkommensteuergesetz) anpassen, um die steuerlichen Vorschriften zu erfüllen. Diese Anpassung kann mithilfe von Zusätzen zur Bilanz oder Anmerkungen in der Handelsbilanz erfolgen. Nach (Einkommensteuer-Durchführungsverordnung) müssen Gewerbetreibende jedoch keine besondere Vermögensübersicht erstellen.

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Das Maßgeblichkeitsprinzip in der Steuerbilanz

Das Maßgeblichkeitsprinzip wird aus abgeleitet und ist bei der Erstellung der Steuerbilanzen anzuwenden. Grundsätzlich besagt das Maßgeblichkeitsprinzip, dass alle Wirtschaftsgüter des Betriebsvermögens in der Steuerbilanzausgewiesen werden müssen, sofern für diese Wirtschaftsgüter handelsrechtlich eine Aktivierungs- oder Passivierungspflicht besteht. Auf der anderen Seite ist eine Beachtung  von handelsrechtlichen Aktivierungs- und Passivierungsverbote auch bei der Erstellung der Steuerbilanz wichtig.

Bei Beachtung des Maßgeblichkeitsprinzips müssen sogenannte nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sowie alle Güter des Umlaufvermögens in der Bilanz mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt werden. Pensionsrückstellungen dürfen höchstens mit dem sogenannten Teilwert und andere Rückstellung mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem höheren Teilwert wird angesetzt werden. Weitere besondere Vorschriften gelten für Sachleistungsverpflichtungen und künftige Vorteile. Insbesondere für kleinere Unternehmen ist der Aufwand für die Einstellung je einer Handels- und Steuerbilanz sehr groß. Kleinere Unternehmen erstellen daher häufig eine sogenannte Einheitsbilanz, die sowohl steuerrechtlichen wie auch handelsrechtlichen Vorschriften Ansprüchen genügt.

Unternehmen, die getrennte Handels- und Steuerbilanzen erstellen, sind grundsätzlich bestrebt, den Gewinn in der Steuerbilanz möglichst gering zu halten, um die Steuerlast zu reduzieren. Wenn jedoch ein Unternehmen verkauft oder bei Banken ein Kredit beantragt werden soll, wird in der Regel die Handelsbilanz vorgelegt. Vermögenssituation und Gewinn des Unternehmens werden in der Handelsbilanz positiver dargestellt.

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