Lexikon

Stiftung - Was ist eine Stiftung?

Eine Stiftung ist definiert als die Zuwendung von Vermögenswerten durch Privatpersonen oder den Staat, die für bestimmte Zwecke verwendet werden sollen. Der Zweck einer Stiftung ist oft wohltätig oder gemeinnützig und wird als Stiftungsgeschäft bezeichnet. Anders, als ein Verein oder ein Klub hat eine Stiftung keine sogenannte mitgliedschaftliche Struktur, das heißt also, sie hat keine Mitglieder, die das Stiftungsgeschäft im Sinne des Stifters betreiben. Die sogenannten Stiftungsorgane und vor allem der Stiftungsvorstand betreiben das Stiftungsgeschäft und handeln im Sinne des Stifters. Der Vorstand einer Stiftung kann gegebenenfalls durch ein Kontrollgremium und ein beratendes Kuratorium ergänzt und unterstützt werden.

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Stiftung – Zweck und Dauer

Stiftungen können für unterschiedliche Zwecke eingerichtet werden. Die meisten der aktuell rund 22.000 Stiftungen in Deutschland verfolgen einen gemeinnützigen oder einen wohltätigen Stiftungszweck, wie zum Beispiel:

  • Förderung von Bildung
  • Kampf gegen Armut
  • Unterstützung kirchlicher Einrichtungen

Welchen Zweck Stiftungen verfolgen sollen, bestimmt allein der Stifter, das heißt, er bestimmt über die Verwendung des Vermögens oder über die mit dem Vermögen erwirtschafteten Erträge. Stifter können Privatpersonen oder der Staat sein. Der Stifter überträgt einen Teil oder sein gesamtes Vermögen in Form von Geld, Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten an die Stiftung. Privatpersonen können ihr Vermögen zu Lebzeiten oder nach dem Tod durch ein Testament an Stiftungen übertragen. Der Stifttungsvorstand legt das VermögenDas  des Stifters an, um Erträge zu erwirtschaften. Mit diesen Erträgen wird der Zweck der Stiftungszweck finanziert. Im Allgemeinen sind Stiftungen nicht zeitlich begrenzt und können in der Regel nicht wieder aufgelöst werden, denn solange Stiftungen über Vermögen verfügen, bleiben sie bestehen. Der Stiftungsvorstand ist für die Erhaltung des Vermögens verantwortlich, um den Stiftungszweck zu erfüllen.

Eine Ausnahme bilden nur die sogenannten Verbrauchsstiftungen. Diese Form der Stiftung soll nur für eine bestimmte Zeit eingerichtet werden. Der verbrauch des Stiftungsvermögens einer Verbrauchsstiftung ist zulässig.

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Stiftungsarten und Rechtsformen

Die Einrichtung von Stiftungen ist als sogenannte selbstständige oder unselbstständige Stiftung möglich. Als selbstständige Stiftungen werden juristische Personen bezeichnet, deren Gründung erfolgt, um den Stiftungszweck zu erfüllen. Dies können beispielsweise Vereine oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) sein. Falls der Stifter sein Vermögen treuhänderisch, zum Beispiel an eine kirchliche Einrichtung oder eine Hochschule überträgt und über die Verwendung seines Vermögens bestimmt, entsteht eine sogenannte unselbstständige Stiftung. Die rechtlichen Grundlagen für Stiftungen aller Art sind in den § (Bürgerliches Gesetzbuches) sowie in von den einzelnen Bundesländer verabschiedeten Stiftungsgesetzen geregelt.

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