Lexikon

Verrechnungskonto - Was ist ein Verrechnungskonto?

Ein Konto, das weder eine Abrechnungsstelle für einen Bilanzposten darstellt, noch als Unterkonto des Kapitalkontos zu den Erfolgskonten gerechnet werden kann, wird als Verrechnungskonto bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein reines Hilfskonto, das aus buchungstechnischen Gründen angelegt wird. Buchungen werden nur für einen bestimmten Zeitraum auf einem Verrechnungskonto erfasst. Das Konto wird zeitnah immer wieder ausgeglichen.

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Rechtliche Grundlagen für das Verrechnungskonto

Im § 239 Abs. 2 des Handelsgesetzbuches (HGB) und § 146 Abs. 1 der Abgabenordnung (AO) ist bestimmt, dass entsprechend den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) Geschäftsvorfälle vollständig erfasst werden müssen. Alle Vorfälle, die einen Einfluss auf das Vermögen oder den Erfolg eines Unternehmens haben, sind demnach lückenlos zu dokumentieren. Werden in der Buchhaltung eines Unternehmens Verrechnungskonten als Hilfskonten geführt, können diese helfen, Fehler in der Buchführung zu vermeiden.

Verrechnungskonto

Geschäftsvorgänge, die innerhalb eines Unternehmens zu zwei unterschiedlichen Belegen führen, werden in der Regel über ein Verrechnungskonto gebucht. Beispiele für diese Vorgänge sind

Durchlaufende Posten betreffen alle Einnahmen und Ausgaben, die ein Unternehmen im Namen und für Rechnung eines anderen verausgabt oder vereinnahmt. Diese Posten beeinflussen den Gewinn oder Verlust eines Unternehmens nicht. Sie haben keinen Einfluss auf das Vermögen des Unternehmens. Da es bei zur Bilanzierung verpflichteten Unternehmen im Jahresabschluss jedoch keine durchlaufenden Posten gibt, werden diese Einnahmen und Ausgaben auf einem gesonderten Verrechnungskonto erfasst. Zu- und Abgänge sowie die Zeitpunkte und der Grund müssen nachvollziehbar aufgezeichnet werden.

Werden Leistungen mit einer Kreditkarte bezahlt, führt dies immer zu zwei unterschiedlichen Belegen. Der erste Beleg ist die Quittung für die Zahlung und die Abrechnung des Kreditkarteninstitutes. Der zweite Beleg entsteht durch die Abbuchung des Zahlbetrages vom Bankkonto des Unternehmens. Die Abwicklung über ein Verrechnungskonto stellt sicher, dass der steuerlich relevante Vorgang, entweder die Betriebseinnahme oder die Betriebsausgabe nur einmal verbucht wird.

Zahlt ein Unternehmen Bargeld aus der Kasse auf ein Firmenkonto ein, wird die Einzahlung bei der Bank als Ausgabe bei der Kasse erfasst. Da die Gutschrift bei der Bank erst zeitlich verzögert erfolgt, wird ein Verrechnungskonto genutzt, um den Betrag bis zur Gutschrift bei der Bank zu erfassen. Ist die Gutschrift erfolgt, wird das Verrechnungskonto wieder ausgeglichen. Bei Barabhebungen vom Firmenkonto bei der Bank für die Kasse wird der Vorgang entsprechend umgekehrt gebucht.

Einzelnachweise:

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