Lexikon

Versicherung - Was ist eine Versicherung?

Versicherungen beruhen auf dem Grundsatz, dass ein Kollektiv die finanziellen Risiken der einzelnen Versicherten übernimmt. Die Versicherer zahlen aus ihren Gesamteinnahmen im Versicherungsfall den jeweiligen Schaden beziehungsweise eine anderweitige Leistung. Das Spektrum an Versicherungen ist groß, sie lassen sich folgendermaßen einteilen:

  • Schadensversicherungen: Die Unternehmen übernehmen die Kosten eines Schadens, zum Beispiel bei einem Brand.
  • Haftungsrisiken: Bei Versicherungen wie der privaten und beruflichen Haftpflicht begleichen die Dienstleister Forderungen, die ein Geschädigter an den Versicherungsnehmer stellt.
  • biometrische Risiken: Dieser Bereich umfasst sämtliche Lebensereignisse wie einen Todesfall und Berufsunfähigkeit, die den Lebensunterhalt gefährden. Dazu zählt ein langes Alter, da ohne Altersvorsorge die Altersarmut droht.
  • Versicherung gegen Kosten: In diese Kategorie gehören die Krankenversicherung und die Rechtsschutzversicherung. Es muss nicht wie bei Schadensversicherungen ein unmittelbarer Schaden vorliegen. Krankenversicherungen bezahlen zum Beispiel auch präventive Behandlungen.

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Der Zweck: Kollektive Risikoübernahme

Das Prinzip einer Versicherung bewahrt vor finanziellen Unwägbarkeiten. Versicherte überweisen festgelegte Versicherungsprämien, um die jeweiligen Risiken abzudecken. Beispiel: Jemand schließt eine Hausratversicherung ab, ein Jahr später zerstört ein Brand das gesamte Inventar. Die Kosten für die Wiederbeschaffung hätten den Betroffenen überfordern können, dank der Versicherung hat er diese Situation vermieden. Ähnliches gilt für eine Krankenversicherung, eine schwere Erkrankung kann erhebliche Kosten bedeuten. Mit einer Versicherung stellen Versicherte sicher, dass sie die notwendige medizinische Behandlung erhalten. Aus dieser kollektiven Risikoübernahme folgt ein unterschiedlicher konkreter Nutzen. Wer eine Hausratversicherung vereinbart und keinen Schaden verzeichnet, empfängt keine Leistung. Bei anderen übersteigen die Schadenssummen die gezahlten Beiträge deutlich.

Die betriebswirtschaftliche Grundlage einer Versicherung

Versicherung

Versicherungen ziehen bei der Beitragsberechnung vielfältige individuelle Risikofaktoren heran. Zugleich beruht die Berechnung auf der Einschätzung der Gesamtkosten. Auf der Basis von statistischen Schätzungen und der Versicherungsmathematik erfolgt die Bestimmung des persönlichen Beitrags. Bei Lebensversicherungen kommt es unter anderem auf folgende Aspekte an:

  • Alter beim Vertragsabschluss
  • Gesundheitszustand zu diesem Zeitpunkt
  • potenziell gesundheitsgefährdendes Verhalten wie Rauchen oder Risikosport
  • Schadensrisiken im Beruf

Verpflichtende Versicherung

Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Frage, ob Versicherte eine Police abschließen müssen. So müssen Kfz-Halter eine Haftpflichtversicherung vorweisen, auch Unternehmen müssen unterschiedliche Haftpflichtversicherungen abschließen. Diese staatliche Vorgabe soll gewährleisten, dass Geschädigte ihre zustehende Entschädigung erhalten. Andernfalls würde die Gefahr einer finanziellen Überforderung des Verursachers und damit eine ausbleibende Begleichung der Forderung existieren.

Gesetzliche Sozialversicherungen als Sonderfall

Bei den Versicherungen verdienen auch die staatlichen Sozialversicherungen wie die gesetzliche Rentenversicherung, die Krankenversicherung und die Arbeitslosenversicherung Erwähnung. Sie unterscheiden sich in der Beitragsberechnung. Die Beiträge hängen von der Höhe des Einkommens ab, Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen entsprechende Zahlungen leisten. Faktoren wie Lebensalter und Gesundheitszustand spielen keine Rolle. Dieses Solidarprinzip dient dem sozialen Ausgleich, auch schwer Erkrankte sollen sich beispielsweise zu einem angemessenen Betrag versichern können.

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