Lexikon

Volatilität - Was ist die Volatilität?

Die Volatilität ist im Wertpapierhandel die Messgröße für die Kursschwankungen in einem bestimmten Zeitraum. In der Außenwirtschaft ist die Volatilität ein Maß für Wechselkursschwankungen. Die Volatilität beschreibt die Änderungen eines Werts innerhalb eines definierten Zeitraumes in der Vergangenheit. Der Betrachtungszeitraum kann einen Tag, einen Monat oder mehrere Jahre bis zurück zur ersten Kursnotierung umfassen. Es werden zwei Volatilitätsarten im Bezug auf die Wertveränderung unterschieden:

  • relative Änderung des Wertes
  • absolute Änderung des Wertes

Die Angabe der relativen Änderung erfolgt in Prozent vom Ausgangswert. Die absolute Änderung ist eine reale Zahl, beispielsweise 10 Euro.

Einflussfaktoren auf die Volatilität

Volatilität

Mehrere Faktoren haben einen Einfluss darauf, wie volatil eine Währung oder einzelne Wertpapiere sind. Zu unterscheiden sind hierbei Faktoren, die einen langfristigen Einfluss auf die Kursschwankungen haben und Faktoren, deren Einfluss sich nur kurzfristig bemerkbar macht. Typische Einflussfaktoren sind

  • Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
  • Unternehmensnachrichten und Ad-Hoc Meldungen
  • Zinsentscheidungen der EZB und anderer Zentralbanken
  • Quartalsberichte und Quartalszahlen
  • Marktkapitalisierung und Handelsvolumen
  • Analystenkommentare
  • Kauf- und Verkaufsempfehlungen

Die gesamtwirtschaftlich Entwicklung bezogen auf ein Land oder die Weltwirtschaft hat in der Regel einen langfristigen Einfluss auf die Entwicklung eines Wertpapiers oder einer Währung und wird bei längerfristigen Betrachtungszeiträumen sichtbar. Unternehmensnachrichten, ob positiv oder negativ und Ad-Hoc Meldungen schlagen sich, ebenso wie Quartalsberichte, Quartalszahlen oder Analystenkommentare, in kurzfristigen Kursschwankungen nieder, haben jedoch meist auch langfristige Auswirkungen auf die Wertentwicklung. Bei bestimmten Wertpapieren ist die Volatilität ein Maß für die Sensitivität des Wertpapiers auf die Veränderung einer anderen Größe. Dies ist bei verzinsten Wertpapieren, zum Beispiel Bundesanleihen, der Fall, wenn die Kurse aufgrund einer Veränderung der Markt- oder Leitzinsen mit Schwankungen reagieren.

Einen starken Einfluss auf kurzfristige Kursschwankungen haben die Marktkapitalisierung eines Unternehmens und das Handelsvolumen. Je höher die Marktkapitalisierung eines Unternehmens ist, das heißt, je mehr Aktien und Wertpapiere sich im Umlauf befinden, um so geringer ist der Einfluss einzelner, auch großer Kauf- und Verkaufsorder auf die Kursentwicklung. Umgekehrt können bei Unternehmen mit einer geringen Marktkapitalisierung schon kleine Kauf- oder Verkaufsorder zu einer hohen Volatilität führen.

Einzelnachweise:

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