Lexikon

Vorsteuerkonto - Was ist ein Vorsteuerkonto?

Auf dem Vorsteuerkonto werden in der Finanzbuchhaltung alle von einem Unternehmen bei Einkäufen bezahlten Umsatzsteuern, die sogenannten Vorsteuern, gebucht. Vorsteuern haben zwar keinen Einfluss auf das Betriebsergebnis, müssen aber dennoch erfasst und ordnungsgemäß gebucht werden. Zum Ende einer Abrechnungsperiode, beispielsweise einem Monat, einem Quartal oder einmal im Jahr werden die Vorsteuern mit den vom Unternehmen eingenommenen Umsatzsteuern verrechnet. Je nach Saldo ergibt sich daraus ein sogenannter Vorsteuerüberhang oder eine Zahllast.

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Buchung von Vorsteuern auf dem Vorsteuerkonto

Wenn ein Unternehmen Waren, Maschinen oder Büromaterial einkauft, ist im Grunde nur der Nettobetrag auf der Rechnung von Bedeutung. Dennoch enthält jede Rechnung neben dem Nettobetrag auch die auf diesen Nettobetrag erhobene Umsatzsteuer. Diese Umsatzsteuer muss vom Unternehmen bezahlt werden. Sie ist für das Unternehmen die sogenannte Vorsteuer und wird auf dem Vorsteuerkonto gebucht. Die Vorsteuer stellt für das Unternehmen eine Forderung gegenüber dem Finanzamt dar. Die von einem Unternehmen bezahlte Vorsteuer muss vom Verkäufer als Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) an das Finanzamt abgeführt werden. Da es sich bei der Vorsteuer um eine Förderung handelt, ist das Vorsteuerkonto ein Aktivkonto in der Finanzbuchhaltung. Forderungen werden immer auf Aktivkonten gebucht.

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Buchung von Umsatzsteuern auf Umsatzsteuerkonten

Wenn ein Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen verkauft, muss es auf die Nettopreise beim Verkauf die Umsatzsteuer erheben. Die Umsatzsteuer wird vom Käufer bezahlt und ebenfalls in der Finanzbuchhaltung des Unternehmens erfasst. Die Erfassung und Buchung erfolgt auf einem separaten Konto, dem Umsatzsteuerkonto. Da die Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden muss, handelt es sich um eine Verbindlichkeit des Unternehmens gegenüber dem Finanzamt. Das Umsatzsteuerkonto ist daher ein Passivkonto in der Finanzbuchhaltung. Verbindlichkeiten werden immer auf Passivkonten gebucht. Der Nettoverkaufspreis ohne Steuer wird auf einem Erlöskonto gebucht. In der Regel werden in einem Unternehmen mehrere Umsatzsteuer- und Vorsteuerkonten für unterschiedliche Umsatzsteuersätze, zum Beispiel 7 % und 19 %, geführt.

Verrechnung von Vorsteuerkonto und Umsatzsteuerkonto

Um den an das Finanzamt zu zahlenden Betrag oder den Erstattungsbetrag vom Finanzamt zu ermitteln, wird in der Regel einmal monatlich eine sogenannte Umsatzsteuervoranmeldung vorgenommen. Für diese Voranmeldung werden die Salden vom Vorsteuerkonto und vom Umsatzsteuerkonto miteinander verrechnet. Wenn die auf dem Vorsteuerkontogebuchten Vorsteuern höher sind als die eingenommenen Umsatzsteuern, ergibt sich ein sogenannter Umsatzsteuerüberhang. Der Umsatzsteuerüberhang wird im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung vom Finanzamt an das Unternehmen erstattet. Wenn die eingenommenen Umsatzsteuern in der Abrechnungsperiode höher waren, als die vom Unternehmen bezahlten Vorsteuern, entsteht eine sogenannte Zahllast. Der Betrag der Zahllast muss vom Unternehmen an das Finanzamt abgeführt werden.

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