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Währung - Was ist eine Währung?

Die Währung ist ein Tausch- und Zahlungsmittel, auf das sich die Gesellschaft festgelegt hat. Sie dient als Zahlungsmittel und zur Aufbewahrung von Werten.

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Was versteht man unter einer Währung?

Die Währung ist einerseits eine Geldeinheit innerhalb eines festgelegten Gebietes, das als Währungsgebiet bezeichnet wird. Der Begriff Währung umfasst zudem die Geldordnung eines bestimmten Gebietes. Um sich dem Begriff Währung anzunähern, gilt es verschiedene Komponenten der Währung genau zu bezeichnen:

Geld

Die Währung steht für Geld, das die Funktion einer Recheneinheit übernimmt. Geld bezeichnet einen Wert, der als Tauschmittel und zugleich als Wertanlage eingesetzt wird.

Wert

Der Wert einer bestimmten Währung wird durch einen Kurs angegeben. Dieser ergibt sich aus dem Abgleich mit anderen Zahlungsmitteln, die der Wirtschaft zur Verfügung stehen. 

Währungsordnung

Die Währungsordnung ist auf einer festgelegten Geldeinheit, wie zum Beispiel auf dem Euro aufgebaut. 

Währungshoheit

Dem Währungsgebiet, das in der Regel durch einen Staat repräsentiert ist oder durch mehrere Staaten, die sich zu einem Währungsraum zusammenschließen, wie zum Beispiel die Europäische Union ist die Währungshoheit zuerkannt, um über die Geldordnung unabhängig zu bestimmen. 

Währungsraum

Innerhalb eines Währungsraums besteht eine Vereinheitlichung des Zahlungssystems durch Münzen oder Banknoten.

Zentralgewalt

Die Kontrolle über dem Währungsraum muss eine zentrale Gewalt ausüben, beispielsweise eine staatliche Zentralbank oder ein Finanzministerium. Die Zentralgewalt über die Währung erlässt die Richtlinien, die über das Währungssystem und seine Komponenten bestimmen und das System ordnen. Die Zentralgewalt wacht zudem über die Einhaltung der Richtlinien.

Wie funktioniert die Währung?

Eine Währung funktioniert nur dann, wenn sie als Zahlungsmittel in der Wirtschaft akzeptiert und im Alltag praktisch angewendet wird. Um die Akzeptanz der Währung zu gewährleisten, steht hinter ihr eine Behörde, die sie reguliert. Zudem muss eine zuverlässige Gerichtsbarkeit den Wert einer Währung gewährleisten und für dessen Stabilität sorgen. Stabile Währungen garantieren dafür, dass das durch sie repräsentierte Geld als langfristige Wertanlage, für die Kapitalbildung sowie für Tilgung von Krediten eingesetzt werden kann.

Währung – vom Staat verwaltet

Der Staat besitzt die Oberaufsicht und betreibt aktive Währungspolitik. Eine besondere Bedeutung hat die Zentralbank, von der alle Aktivitäten im Rahmen der Währungspoltik koordiniert und Maßnahmen festgelegt werden. Bei dem im Umlauf befindlichen Geld kann zwischen Münzen und Banknoten unterschieden werden. Diese können wiederum unterschiedliche Werte haben. Staatliche Organe legen den Geltungsbereich eines Währungsraumes fest. Viele Währungen wie zum Beispiel der Euro, sind in mehreren Ländern offizielles Zahlungsmittel, einige andere Währungen sind nur auf einen Staat beschränkt.

Wie ist die Währung in Deutschland geregelt?

In Deutschland weist das Grundgesetz dem Bund, der das ausschließliche Recht hat, Gesetze zu erlassen, die Befugnis zu, über die Währung zu bestimmen und seine Währungshoheit auszuüben. Die Befugnis findet sich im . Demnach obliegt dem deutschen Staat die ausschließliche Gesetzgebung über das Währungs-, Geld- und Münzwesen, Maße und Gewichte sowie die Zeitbestimmung. Die deutsche Regierung hat ihre vom Grundgesetz zugewiesene Währungshoheit auf die Europäische Union übertragen. Somit übt seit dem 1.1.1999 die Europäische Union die Währungshoheit in Deutschland aus und bestimmt über die Geldordnung.

Währung im internationalen Handel

Die meisten Währungen sind frei konvertierbar. Das heißt ganz konkret, dass sie jederzeit in einen entsprechenden Gegenwert anderer Währungen umgetauscht werden können. Frei konvertierbare Währungen werden an den internationalen Devisenmärkten gehandelt. Dabei wird ein Preis festgelegt, der als allgemeiner Wechselkurs gilt. Dieser Wechselkurs ist nicht konstant, sondern bildet sich durch Angebot und Nachfrage auf den internationalen Märkten ständig neu. Dies passiert laufend und nicht nur einmal am Tag, in der Woche oder im Monat.

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die einen Einfluss auf den Wechselkurs haben. Diese Faktoren sind so vielfältig wie die Faktoren, die auch den Preis anderer an der Börse gehandelter Produkte bestimmen können.

Was ist die Ersatzwährung?

Sobald ein Währungssystem nicht mehr funktioniert, weil beispielsweise die Wirtschaft sie nicht mehr einsetzt oder die Bevölkerung der Währung das Vertrauen entzieht, können Ersatzwährungen entstehen. Sie ersetzen das hoheitlich eingesetzte Geldsystem durch ein anderes System, das praktisch eingesetzt wird. So können beispielsweise Gegenstände, die einen allgemein anerkannten Wert haben, als Zahlungsmittel in der Praxis eingesetzt werden, um die geltende Währung zu umgehen. In Notzeiten nach Kriegen griff beispielsweise die Bevölkerung in Deutschland auf den Tauschhandel zurück und entging so den Nachteilen der offiziellen Währung, die ihren Wert verloren hatte. 

Was ist die Währungsbindung?

Gebundene Währungen sind an gegenständliche Maßstäbe gebunden, deren Wert eine besonders hohe Stabilität aufweist. Zumeist sind solche Währungen an Reserven von Edelmetallen wie Gold oder Silber gebunden, die auch tatsächlich vorhanden sein müssen. Sämtliche in der Wirtschaft umlaufende Zahlungsmittel müssen durch tatsächlich vorhandene Vorräte an Gold oder Silber innerhalb des Währungsraums gedeckt sein. Die Einhaltung der Deckungsgleichheit zwischen Zahlungsmitteln und Edelmetallvorräten sorgt für eine sehr hohe Stabilität der Währung, die zudem ein hohes Maß an Vertrauen in der Wirtschaft, im Geldmarkt und in der Bevölkerung genießt. Die Deckungsgleichheit wird jedoch immer dann aufgehoben, wenn eine Zentralgewalt mehr Zahlungsmittel herstellt als Edelmetallreserven vorhanden sind. Solche Eingriffe in das System decken zwar kurzfristig Löcher in der Wirtschaft oder im Staatshaushalt, destabilisieren jedoch das Währungssystem, da die Währung entsprechend an Wert und Vertrauen verliert. 

Was gilt für Internetwährung?

Durch das Internet hat sich das sogenannte Internetgeld, das auch als Bitcoin bezeichnet wird, als Währung entwickelt. Bitcoins als Kryptowährung entstehen innerhalb eines Rechenprozesses. Sie sind in bestimmten Kreisen als Zahlungsmittel anerkannt und werden dort verwendet. Da sie jedoch keiner staatlichen Kontrolle oder anderen Zentralgewalt unterstellt sind, können sie ihren aktuellen Wert nicht gewährleisten. Das bedeutet, dass ihr Wert nicht stabilisiert ist und jederzeit absinken kann. Daher eignen sich Kryptowährungen nicht als langfristige Wertanlagen, für die Kapitalbildung oder für eine Kredittilgung. Da eine stabile Währung jedoch dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine langfristige Nutzung durch Anlagen, Kapitalbildung und Kredittilgung gewährleistet und die Kryptowährung diese Kennzeichen nicht aufweist, kann sie eine reguläre Währung nicht ersetzen. 

Welche Währungen gelten in Europa?

Innerhalb der Europäischen Union gilt der Euro, während weitere europäische Länder, die nicht zur EU gehören, ihre eigenen Währungen beibehalten. Neben dem Euro (EUR) gelten innerhalb von Europa die folgenden Währungen:

  • Albanien: Lek (ALL)
  • Armenien: Dram (AMD)
  • Aserbaidschan: Manat (AZN)
  • Bosnien Herzegowina: Bosnien Marka (BAM)
  • Bulgarien: Lew (BGN)
  • Dänemark: Krone (DKK)
  • Georgien: Lari (GEL)
  • Großbritannien: Pfund (GBP)
  • Island: Krone (ISK)
  • Kroatien: Kuna (HRK)
  • Mazedonien: Denar (MKD)
  • Moldawien: Leu (MDL)
  • Norwegen: Krone (NOK)
  • Polen: Zloty (PLN)
  • Rumänien: Leu (RON)
  • Russland: Rubel (RUB)
  • Schweden: Krone (SEK)
  • Schweiz: Franken (CHF)
  • Serbien: Dinar (RSD)
  • Tschechien: Krone (CZK)
  • Ukraine: Hriwna (UAH)
  • Ungarn: Forint (HUF)
  • Weißrussland: Rubel (BYN)

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