Lexikon

Weihnachtsgeld - Was ist Weihnachtsgeld?

Weihnachtsgeld zählt wie Urlaubsgeld oder eine Gewinnbeteiligung zu den sogenannten Sonderzahlungen. Sonderzahlungen sind alle Zahlungen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber zusätzlich zu den normalen Lohn- und Gehaltszahlungen erhalten. In der Regel wird Weihnachtsgeld als freiwillige Leistung vom Arbeitgeber ausgezahlt, um auf diesem Weg die Anerkennung für die im Laufe des Jahres erbrachte Arbeitsleistung zu zeigen. Die Auszahlung des Weihnachtsgeldes erfolgt in der Regel mit der Lohn- und Gehaltszahlung für den November. Eine andere Bezeichnung für Weihnachtsgeld ist Weihnachtsgratifikation.

Weihnachtsgeld an Mitarbeiter zahlen: Mehr dazu erfährst du im Billomat-Magazin

Wie hoch ist das Weihnachtsgeld für Arbeitnehmer?

Für die Höhe des Weihnachtsgeldes gibt es keine gesetzliche Regelung. Die Höhe der Auszahlung ist entweder Verhandlungssache zwischen den Tarifparteien, oder eine Entscheidung des Arbeitgebers. Je nach Arbeitgeber oder tarifvertraglicher Vereinbarung wird ein fester Betrag unabhängig vom Grundeinkommen ausbezahlt oder die Höhe des Weihnachtsgeldes ist ein bestimmter Prozentsatz des Grundgehaltes. Beispielsweise 50 % oder in seltenen Fällen auch 100 %.

Automatische Werbekostenabrechnung

Mit Billomat erfasst du deine Werbekosten aus Facebook, Google Adwords und Co. komplett automatisch.

Jetzt 30 Tage testen

Besteht ein Anspruch auf Weihnachtsgeld?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Sonderzahlung. Das heißt sie haben auch keinen Anspruch auf die Zahlung von Weihnachtsgeld. Wenn der Arbeitgeber eine Weihnachtsgratifikation bezahlt, geschieht dies in der Regel auf freiwilliger Basis. In diesem Fall wird die Höhe im Arbeitsvertrag festgelegt. Beispielsweise als ein bestimmter Prozentsatz vom durchschnittlichen Gehalt oder als fester Betrag. Wenn die Zahlung einer Sonderzahlung zu Weihnachten im Arbeitsvertrag geregelt wird, wird diese Vereinbarung in aller Regel durch einen sogenannten Freiwilligkeitsvorbehalt ergänzt. Der Freiwilligkeitsvorbehalt ermöglicht es dem Arbeitgeber, die Zahlung beispielsweise in wirtschaftlich schlechten Zeiten, aussetzen.

Grundsätzlich gilt hier, dass, wenn die Weihnachtsgratifikation über einen Zeitraum von drei Jahren regelmäßig bezahlt wurde, ab dem vierten Jahr ein Anspruch auf Zahlung für die Arbeitnehmer entsteht. Grund hierfür ist, dass die Rechtsprechung davon ausgeht, dass sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf die regelmäßige Zahlung eingestellt haben und diese auch zukünftig erwarten können. Durch den Freiwilligkeitsvorbehalt kann der Arbeitgeber diese Verpflichtung umgehen.

Die Zahlung einer Weihnachtsgratifikation kann auch in einem Tarifvertrag festgelegt werden. Ist dies der Fall und der Arbeitnehmer hast sich zur Einhaltung des Tarifvertrages verpflichtet, muss er seinen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Weihnachtsgeld ausbezahlen. Die Höhe des Weihnachtsgeldbetrages wird dann ebenfalls im Tarifvertrag festgelegt.

Muss Weihnachtsgeld versteuert werden?

Weihnachtsgeld muss mit dem gleichen Steuersatz wie das Gehalt oder der Lohn versteuert werden. Ebenso müssen die Sozialversicherungsbeiträge für die Renten– Kranken- und Arbeitslosenversicherung für die Weihnachtsgratifikation berechnet und anteilig von Arbeitnehmern und Arbeitgeber bezahlt werden.

Ähnliche Fragen:

Privat: Billomat 30 Tage kostenlos testen

Mit der Anmeldung akzeptierst du die AGB.

Buchhaltung muss nicht kompliziert sein. Melde dich für den Billomat Newsletter an!
Anmelden
Newsletter
Newsletter
Kontakt
Folge uns
Deine Einstellungen zu Cookies für diese Website:

Wähle selbst aus, welcher der nachfolgenden Cookies die Website verwenden darf. Du kannst diese Einstellungen jederzeit wieder über unsere Datenschutzbestimmungen ändern.

Ändere Deine Cookie-Einstellungen mit dem Schieberegler:
Notwendig
Notwendig
Statistik
Statistik
Komfort
Komfort
Targeting
Targeting