Lexikon

Zahlungsunfähigkeit - Was ist Zahlungsunfähigkeit?

Der Begriff Zahlungsunfähigkeit stammt aus der Rechtsprechung. Nach (Insolvenzordnung) ist von einer Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners auszugehen, wenn er seine Zahlungen eingestellt hat. Der Schuldner kann eine natürliche oder eine juristische Person sein. Bei einer Unfähigkeit, Verbindlichkeiten zu erfüllen und einer Überschuldung sind die Vertreter juristischer Personen und die Vertreter von Gesellschaften ohne eine eigene Rechtspersönlichkeit zur umgehenden Stellung eines Antrags auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens verpflichtet. Die Unfähigkeit, Verbindlichkeiten zu erfüllen ist nach ein sogenannter Eröffnungsgrund für die Einleitung eines Insolvenzverfahrens.

In der Betriebswirtschaft bezieht sich der Begriff Zahlungsunfähigkeit auf eine nicht gegebene Liquidität eines Unternehmens. Ist keine ausreichende Liquidität zur Begleichung von Zahlungsverpflichtungen vorhanden, ist ein  Unternehmen illiquide. In diesem Fall reichen die unmittelbar zur Verfügung stehenden Mittel nicht mehr aus, die fälligen Forderungen der Gläubiger zu begleichen.

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Rechtliche Definition der Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen

Eine Definition des Begriffs Zahlungsunfähigkeit erfolgt in der Insolvenzverordnung. Demnach ist ein Schuldner zahlungsunfähig, wenn er seine Zahlungen eingestellt hat und seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllt. Aus Sicht eines Unternehmens bedeutet dies, dass die liquiden Mittel nicht ausreichen, bestehende und fällige Forderungen zu bedienen. Daraus ergibt sich, dass eine Zahlungsunfähigkeit ein vorübergehender Zustand sein kann. Ist der Mangel an liquiden Mitteln nur vorübergehend, handelt es sich um eine sogenannte Zahlungsstockung. Eine vorübergehende Zahlungsunfähigkeit kann beispielsweise eintreten, wenn Kunden unerwartet Rechnungen stark verzögert oder nicht bezahlen. In diesem Zusammenhang wird häufig von einer Überschuldung gesprochen. Bei der Überschuldung handelt es sich jedoch um einen Zustand in dem da gesamte Vermögen eines Unternehmens geringer ist, als die Unternehmensschulden.

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Was ist der Unterschied zwischen Zahlungsunfähigkeit und Insolvenz?

Im Gegensatz zu einer möglicherweise vorübergehenden und behebbaren Illiquidität ist die Insolvenz ein andauernder Zustand. Ist ein Unternehmen insolvent, wird es aller Voraussicht nach aus eigener Kraft seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Dies ist nach deutschem Recht ein zwingender Grund für die Stellung eines Insolvenzantrages. Im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften können sich natürliche, geschäftstätige Personen und Einzelunternehmen nicht Überschulden. Sowohl natürliche Personen wie auch Einzelunternehmen haften mit ihrem Privatvermögen. Dies bedeutet, dass sowohl bei natürlichen Personen wie auch Einzelunternehmern bei einer Zahlungsunfähigkeit im Bereich des Unternehmens gleichzeitig eine persönliche Illiquidität gegeben ist.

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