Lexikon

Zahlungsziel - Was ist ein Zahlungsziel?

Unter einem Zahlungsziel versteht man die Zeitspanne, die laut Vereinbarung zwischen Verkäufer und Käufer zwischen der Begleichung einer Schuld aus einer Lieferung oder Leistung und dem entsprechenden Lieferdatum / Leistungsdatum liegen darf.
Es weicht im Allgemeinen von den Bestimmungen im § 271 BGB ab.

Wie du dich am besten verhältst, wenn dein Kunde das Zahlungsziel verfehlt und seine Rechnung nicht zahlt, liest du in unserem Billomat Magazin.

Durch Zahlungsziele den Absatz fördern

Laut § 271 BGB ist eine sogenannte Leistung Zug um Zug für Kaufverträge vorgesehen. Das bedeutet, dass nach erbrachter Lieferung (siehe hierzu auch den Lexikoneintrag zum Lieferschein) oder Leistung durch den Verkäufer der geschuldete Geldbetrag sofort fällig wird.
Durch ein miteinander vereinbartes Zahlungsziel allerdings verschiebt sich der Fälligkeitszeitpunkt, zu dem der Schuldner eine Rechnung spätestens begleichen muss, nach hinten.
Das Zahlungsziel kann zwischen Käufern und Verkäufern frei verhandelt werden. Oft ist es jedoch so, dass es sich dabei um ein sogenanntes einseitig erklärtes Zahlungsziel handelt. Diese werden ohne Rücksprache mit dem Käufer alleine und freiwillig durch den Verkäufer gewährt. In diesem Fall dienen Zahlungsziele als Mittel zur dauerhaften Absatzförderung, indem man dem interessierten Käufer von vornherein einräumt, gekaufte Ware erst später zu bezahlen und dadurch seine Liquidität zu schonen.

Folgen bei der Verwendung von Zahlungszielen

Läuft das Zahlungsziel ohne Begleichung der Schuld durch den Käufer ab, gerät dieser nach Gesetzeslage ohne vorherige Mahnung automatisch in Zahlungsverzug. Somit ist der Verkäufer berechtigt, ab diesem Zeitpunkt Verzugszinsen zu berechnen. Das Zahlungsziel wird auch als Lieferantenkredit bezeichnet, da der Käufer bis zum Ablauf des Zahlungsziels einen (in der Regel) zinslosen Kredit (Siehe hierzu auch den Lexikonartikel über Kreditoren) vom Verkäufer erhält. Das Kreditrisiko liegt in diesem Fall beim Verkäufer. Denn im Falle einer Insolvenz des Käufers während der Zeitspanne des gewährten Zahlungsziels kann es zum kompletten oder teilweisen Forderungsausfall kommen.
Als Anreiz für die Bezahlung der Schuld bereits vor dem Ablauf vom Zahlungsziel gewähren Verkäufer den Schuldnern oft Abzüge vom Rechnungsbetrag in bestimmter Höhe, das sogenannte Skonto. Durch dieses spart der Käufer zusätzlich Geld und der Verkäufer kann früher als vereinbart über den Rechnungsbetrag verfügen.

Alternative zum Zahlungsziel: Das Lastschriftverfahren

Neben dem aktiven Zahlen von Rechnungen durch den Käufer selbst, steht oftmals auch die sogenannte Lastschrift zur Verfügung. Hierbei räumt der Käufer dem Verkäufer das Recht ein, Geld von seinem Konto einziehen lassen zu dürfen. Dieses passive Vorgehen wird Bankeinzug genannt.

bankeinzug

Kostenlose Vorlagen für Rechnungen mit Zahlungsziel

Weil wir von Billomat Profis in Sachen Rechnungen sind, haben wir einige kostenlose Word-Vorlagen für Geschäftsdokumente erstellt. Du kannst sie hier alle kostenlos downloaden und natürlich auch kostenlos nutzen.

Ab einer gewissen Anzahl an Dokumenten, die du erstellen musst, nerven Vorlagen. Deshalb haben wir Billomat entwickelt. Billomat hilft dir online verschiedenste Geschäftsdokumente zu erstellen sowie die dazugehörigen Zahlungen zu verbuchen.
Teste Billomat noch heute kostenlos!

Privat: Billomat 60 Tage kostenlos testen

Mit der Anmeldung akzeptierst du die AGB.

Buchhaltung muss nicht kompliziert sein. Melde dich für den Billomat Newsletter an!
Anmelden
Kontakt
Kontakt
Newsletter
Newsletter
Kontakt
Folge uns
Chat
Chat
Hast du Fragen oder benötigst du Hilfe?
Chatte mit uns!