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Die Zinsbindungsfrist oder Sollzinsbindung spielt vor allem bei langfristigen Krediten und Darlehen eine wichtige Rolle. Während dieses Zeitraums bleibt der vereinbarte Zinssatz für den Kredit unabhängig von der allgemeinen Entwicklung der Kreditzinsen konstant. Eine Zinsbindungsfrist wird in der Regel bei Finanzierungen, die wie Baufinanzierungen und die Finanzierung von Anlagegütern für einen Zeitraum von mehreren Jahren bis Jahrzehnten erfolgen, vereinbart.

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In diesem Beitrag:

  1. Warum wird eine Zinsbindungsfrist vereinbart?
  2. Wie lange dauert die Zinsbindungsfrist?
  3. Was passiert bei vorzeitiger Kündigung oder Tilgung eines Darlehens?

Warum wird eine Zinsbindungsfrist vereinbart?

Zinsbindungsfrist
Die Zinsbindungsfrist bezeichnet den Zeitraum, in dem der Zins für ein Darlehen unabhängig von der allgemeinen Zinsentwicklung festgeschrieben ist.

Wird im Rahmen eines Darlehensvertrages eine Sollzinsbindung zwischen den beiden Vertragsparteien vereinbart, kann der Sollzins des Darlehens vom Darlehensgeber während dieses Zeitraums nicht verändert werden. Daraus ergeben sich in der Regel für den Darlehensnehmer folgende Vorteile

  • Absicherung gegen steigende Zinsen
  • Planbare Zinszahlungen
  • Planungssicherheit bei der Liquidität

Der Absicherung gegen steigende Zinsen während der Zinsbindungsfrist steht allerdings gegenüber, dass der Darlehensnehmer anders als bei einem Darlehen mit einem variablen Zinssatz nicht von Zinssenkungen profitieren kann.

Wie lange dauert die Zinsbindungsfrist?

Wie lange eine Festschreibung der Zinsen zwischen den Vertragsparteien vereinbart wird, hängt im Wesentlichen vom Darlehensgeber und vom aktuellen Zinsniveau ab. Üblich sind Fristen von 5, 10 oder 15 Jahren. Am häufigsten wird eine Sollzinsbindung von 10 Jahren gewählt. Je höher das aktuelle Zinsniveau ist, umso kürzer ist in der Regel die Zinsbindungsfrist. Dabei wird darauf spekuliert, dass das allgemeine Zinsniveau wieder absinken wird und eine Anschlussfinanzierung zu einem günstigeren Zinssatz abgeschlossen werden kann.

Bei einem sehr niedrigen Zinsniveau können sich Bauherren und Unternehmen günstige Kreditzinsen mit einer langen Zinsbindungsfrist für einen längeren Zeitraum sichern. Allerdings rechnen Kreditinstitute bei einer langen Zinsbindungsfrist mit einem in der Regel über dem aktuellen Zinsniveau liegenden Zinssatz für ein Darlehen. Diese Regelung hat für beide Seiten Vorteile. Der Kreditgeber verdient trotz niedrigem Zinsniveau Geld und der Kreditnehmer kann sich dennoch günstige Zinsen für einen langen Zeitraum sichern.

Was ist eine Anschlussfinanzierung?

Bei praktisch allen Darlehen ist am Ende der Zinsfestschreibung noch eine Restschuld zu tilgen. In der Regel wird daher eine Anschlussfinanzierung zu einem neuen Zinssatz abgeschlossen und die Restschuld im Rahmen dieser Vereinbarung zurückgezahlt.

Was passiert bei vorzeitiger Kündigung oder Tilgung eines Darlehens?

Wird ein Darlehen durch den Darlehensnehmer vorzeitig getilgt oder der Darlehensvertrag vor Ablauf gekündigt, weil beispielsweise die Kreditzinsen während der Zinsbindungsfrist gesunken sind, hat das Kreditinstitut in der Regel einen Anspruch auf eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Diese Entschädigung erhält das Kreditinstitut, weil es die eingeplanten Einnahmen aus der Kreditvergabe nicht erhält. Die Vorfälligkeitsentschädigung ist in der Regel deutlich geringer als die Restschuld und die restlichen Zinszahlungen. Läuft der Kredit länger als zehn Jahre, muss keine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt werden. Oft sind jedoch sogenannte Sondertilgungen durch den Kreditnehmer möglich. Diese müssen ausdrücklich im Kreditvertrag vereinbart werden. Durch Sondertilgungen können die Restschuld und damit die Zinszahlungen vorzeitig reduziert werden.

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