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Zweikreissystem - Was ist ein Zweikreissystem?

Das Zweikreissystem ist eine mögliche Organisationsform der Buchführung eines Unternehmens, bei dem die Betriebsbuchhaltung und die Finanzbuchhaltung in zwei separate Buchungskreise aufgeteilt ist. Die Finanzbuchhaltung wird bei diesem System als äußerer Buchungskreis und die Betriebsbuchhaltung als innerer Buchungskreis bezeichnet. Die Verbindung zwischen beiden Buchungskreisen wird durch je ein als Ausgleichskonto bezeichnetes Übergangskonto hergestellt. Andere Bezeichnungen für das Zweikreissystem sind Zweisystem, dualistisches System und Spiegelbildsystem.

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Aufbau des Zweikreissystems in der Buchhaltung

Beim Zweikreissystem sind die Betriebsbuchhaltung (Geschäftsbuchhaltung, Kostenrechnung) und die Finanzbuchhaltung eines Unternehmens organisatorisch voneinander getrennt. Sie bilden jeweils einen in sich völlig geschlossenen Buchungskreis. Die anfallenden Daten werden im jeweiligen Buchungskreis getrennt voneinander erfasst und bearbeitet. Den Übergang zwischen beiden Buchungskreisen bilden sogenannte Abschluss- oder Übergangskonten, mit denen der erforderliche Zusammenhang zwischen den Buchungskreisen hergestellt wird.

Der Industriekontenrahmen (IKR) ist ein Beispiel für die organisatorische Trennung der Finanz- und Geschäftsbuchhaltung. Der IKR enthält für die Finanzbuchhaltung den sogenannten Rechnungskreis I und für die Geschäftsbuchhaltung den Rechnungskreis II. Im IKR sind die Kontenklassen 0 bis 8 für die Finanzbuchhaltung und die Kontenklasse 9 für die Betriebsbuchhaltung vorgesehen. Eine gemeinsame Erfassung und Verarbeitung alle Buchungsdaten erfolgt dagegen im sogenannten Einkreissystem.

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Unterschiede zwischen Zweikreissystem und Einkreissystem

Im Gegensatz zum Zweikreissystem, bei dem die Buchungen getrennt voneinander erfasst und bearbeitet werden, bilden die Betriebsbuchhaltung und die Finanzbuchhaltung im Einkreissystem eine organisatorische Einheit. Das Einkreissystem enthält nur einen Abrechnungskreis für die Finanz- und Geschäftsbuchhaltung. Die Verrechnung erfolgt beim Einkreissystem in einem in sich geschlossenen Abrechnungslauf in den jeweiligen Kontenklassen. Der Gemeinschaftskontenrahmen (GKR) ist als Einkreissystem aufgebaut. Das heißt, im GKR können alle Daten gemeinsam erfasst werden. Bei Bedarf können Unternehmen im GKR jedoch individuelle Änderungen vornehmen, sodass ein an die Organisation des Unternehmens angepasstes Zweikreissystem aufgebaut werden kann.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass der Kontenrahmen eines Zweikreissystems nach dem Abschlussgliederungsprinzip organisiert ist und sich am Aufbau des Jahresabschlusses orientiert. Bei einem Einkreissystem wie dem GKR ist der Kontenrahmen dagegen nach dem sogenannten Prozessgliederungsprinzip aufgebaut und entsprechend den Betriebsabläufen eines Unternehmens ausgerichtet.

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