Gründung   23.1.2019

6 Tipps für die erfolgreiche Unternehmensgründung

Neben einer originellen Idee und reichlich Ehrgeiz gehört zum erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit vor allem eine umfangreiche Vorbereitung. Je gründlicher du vorbereitet bist, desto frühzeitiger kannst du typische Fehler vermeiden, die bei der vorschnellen Unternehmensgründung auftreten.

  1. 6 Tipps zur erfolgreichen Gründung
  2. Ideen für die Unternehmensgründung
  3. Finanzierungsmöglichkeiten
  4. Rechtliche Aspekte beachten

Mit 6 Tipps zur Unternehmensgründung

1. Geschäftsidee konkretisieren:

Oft scheitern Startups trotz innovativer Geschäftsideen an der praktischen Umsetzung, weil das Unternehmenskonzept dahinter nicht ausgereift ist. Eine gründliche Marktanalyse ebnet den Weg zur erfolgreichen Unternehmensgründung. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit der Frage, ob ausreichend Nachfrage besteht und ob die zukünftigen Einnahmen die Kosten decken. Die Beobachtung der Konkurrenz steht dabei im Vordergrund: Bieten andere Unternehmen ähnliche Produkte oder Dienstleistungen günstiger an? Welchen Mehrwert bietet die eigene Idee potentiellen Kunden und wie hebt sich diese von der Konkurrenz ab? Nicht nur die Definition der Ziele und der Zielgruppe sind entscheidend, auch spielen Betriebsabläufe, Vertriebsstrukturen und Finanzkonzepte in der Ausarbeitung des Businessplans eine essentielle Rolle.

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Alles fängt mit der Konkretisierung deiner Geschäftsidee an – das ist einer der 6 Schritte, die du für die erfolgreiche Unternehmensgründung beachten solltest. (Bild © Fotolia by opolja)

2. Finanzierung sichern:

Mit einem konkreten Businessplan versicherst du dich über die Tragfähigkeit deines Konzepts. Gelangst du zu einem positiven Fazit, dient dieser dir als Grundlage für Kreditverhandlungen. Banken gewähren Existenzgründern nur dann ein Darlehen, wenn diese mit einem plausiblen Unternehmenskonzept überzeugen. Bei der Suche nach einem Kreditgeber sollten Gründer die Konditionen als wichtiges Vergleichskriterium heranziehen. Staatliche Förderprogramme weisen im Vergleich zu marktüblichen Krediten einen Zinsvorteil von 2-6% aus, weshalb die Bemühung um einen Förderkredit durchaus in Erwägung gezogen werden sollte. Deine Hausbank informiert dich in puncto Fördergelder und wickelt KfW-Förderkredite ab. Weiter unten erfährst du mehr über die Möglichkeiten, einen Förderkredit zur Unternehmensgründung zu erhalten.

3. Umfassend gewerblich und privat versichern:

Viele Existenzgründer unterschätzen die Kosten für Versicherungen. Je nach Geschäftsart empfehlen sich unterschiedliche Versicherungstypen, wie zum Beispiel Haftpflichtpolicen, Versicherungen für das Inventar und für Schaufenster. Zugleich musst du als Selbstständiger sämtliche individuelle Versicherungen selbst tragen, während bei Angestellten der Arbeitgeber bei den Sozialversicherungen knapp die Hälfte übernimmt. Besonders wichtig: eine private Krankenversicherung und eine Berufsunfähigkeitspolice. Eine Krankentagegeldversicherung schützt zudem vor Verdienstausfällen. Auch die Kosten für die private Altersvorsorge sollten einkalkuliert werden.

4. Geeignete Räumlichkeiten finden:

Große Bedeutung kommt den Gewerberäumen zu. Willst du ein Geschäft mit Publikumsverkehr gründen, dann brauchst du einen attraktiven Standort für deine Unternehmensgründung. Dieser muss zum Beispiel genügend Parkmöglichkeiten bieten und mit ÖPNV erreichbar sein. Bei Lager- oder Fabrikhallen müssen Gründer auf andere Aspekte achten. Sie sollten die Kosten möglichst gering halten und Erweiterungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen haben, zudem muss der Lieferverkehr problemlos funktionieren. Wo sich deine Räume letztendlich befinden werden, liegt ganz bei dir.  Beurteile den Standort aber möglichst aus der Sicht aller Beteiligten. Zum Beispiel zählt zu den Kriterien für einen guten Standort, wie günstig die Lage deiner Geschäftsräume für potentielle Kunden, Mitarbeiter oder Lieferanten ist.

5. Gewerbefläche optimal einrichten:

Ob Filialgeschäft, Büroraum oder Produktionshalle, in allen Fällen sollten Gründer für eine funktionale Ausstattung sorgen. Möbel und technisches Equipment sollten den Mitarbeitern eine effiziente Arbeitsweise ermöglichen und zugleich für eine angenehme Arbeitsatmosphäre sorgen. In Ladengeschäften oder in Büroräumlichkeiten mit Kundenempfang sollte das Mobiliar eine repräsentative Funktion erfüllen. Die Einrichtung muss zudem die Arbeitssicherheit gewährleisten und darf die Gesundheit nicht beeinträchtigen. Bei wenig Platz gilt: Das Potential der Bürofläche bestmöglich ausschöpfen. Dank Individualanfertigungen oder Raumteilern können Sitz- und Arbeitsplätze gut mit Archiven oder Ablageflächen kombiniert werden. Ratsam ist, dass bei der Ausarbeitung des Raumkonzepts ein Planungsservice in Anspruch genommen wird. Dieser Service wird von KAISER+KRAFT sogar kostenlos angeboten. Der in Stuttgart ansässige Büro- und Betriebsausstatter unterstützt Unternehmen in der Planung und anschließenden Umsetzung ihrer Raumkonzepte. Bei der Wahl des Mobiliars gilt dann: schaffe den Arbeitnehmern eine Atmosphäre, in der sie sich wohl fühlen. Dann gehen sie gerne zur Arbeit und empfinden diese – im besten Fall – nicht als solche.

6. Werbekampagne zur Unternehmensgründung:

Generell sollten Gründer sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie sie sich selbst vermarkten wollen. Wichtig ist hier eine durchdachte Marketingstrategie, die den Bekanntheitsgrad deines Unternehmens steigert. Versuche auf so vielen Informationskanälen zu kommunizieren, wie nur möglich. Über Blogs, soziale Medien und Suchmaschinenoptimierung lassen sich positive Resultate erzielen – auch mit einem geringen Budget, wie t3n.de erklärt. Klassische Kommunikationskanäle, wie teure Radiowerbung, TV-Spots Zeitungsanzeigen, und Prospekte, sollten Gründer nur dann einsetzen, wenn sie in großem Umfang ihre Zielgruppe erreichen wollen. Erstelle zudem ein einheitliches Corporate Design, mit dem sich sowohl deine Mitarbeiter, als auch deine Kunden identifizieren können.

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Brauchst du für die Unternehmensgründung Ideen?

Wer für seine Unternehmensgründung Ideen braucht, der sollte sich ausreichend Zeit für sein Vorhaben einräumen. Denn die Idee am Anfang ist erst der Grundstein für zahlreiche weitere Überlegungen, die am Ende zu einer erfolgreichen Unternehmensgründung führen sollen. Entweder eine Geschäftsidee entsteht durch gezielte Suche und ordnendes Vorgehen oder ein bestimmtes Ereignis oder Erleben führt zu einer Geschäftsidee. So entstehen viele Geschäftsideen daraus, dass zum Beispiel Berufstätige einen Mangel in der Behebung von Kundenproblemen erkennen und dieser zu einer Geschäftsidee für eine eigene Firmengründung führt. Ideen für ein Unternehmen müssen nicht vorrangig einzigartig sein. Vielmehr muss insbesondere ein Bedarf am Markt für das Produkt oder die Dienstleistung vorhanden sein. Ist eine gute Geschäftsidee gefunden, dann sollte ein solider Businessplan für eine langfristige Umsetzung der Idee innerhalb eines Unternehmens sorgen.  

Wie funktioniert die Finanzierung? – Tipps für Unternehmensgründer

Bei ihrer Unternehmensgründung finden Gründer Unterstützung durch Förderkredite. Neben der Kreditanstalt für Wiederaufbau – kurz KfW –, die sich im gesamten Bundesgebiet engagiert, gibt es auch Förderbanken in den einzelnen Bundesländern. Diese unterstützen Jungunternehmer in ihrer Gründungsphase nicht nur durch das nötige Kapital, sondern auch mit ihrer Erfahrung. 

Kapital für den Start – einen Förderkredit zur Unternehmensgründung erhalten

Für die Unternehmensgründung stellen sowohl die KfW als auch die Förderbanken der Bundesänder für Gründer das nötige Kapital bereit. Durch das Startkapital können Gründer ihr Unternehmen mit den nötigen Betriebsmitteln versorgen, Investitionen leisten und ihre Gründungsphase finanziell ausstatten. Der Förderkredit für die Unternehmensgründung hat einen Umfang von bis zu 100.000 Euro. Um den besonderen Herausforderungen von Unternehmern während der Unternehmensgründung Rechnung zu tragen, statten die Kreditinstitute ihre Fördermittel für Gründer mit besonderen Konditionen aus. So räumen die Kreditgeber nicht nur tilgungsfreie Zeitspannen ein. Auch die Zinssätze fallen für Gründer besonders günstig aus. 

Förderkredit für die Unternehmensgründung durch die KfW

Die KfW stellt Gründern zwei zentrale Kreditmodelle zur Verfügung. 

  • StartGeld: Das Modell StartGeld bietet Gründern einen Kredit in Höhe von bis zu 100.000 Euro für ihre Firmengründung. Das Startkapital für die Unternehmensgründung richtet sich an Freiberufler und kleine Unternehmen, die ihre Tätigkeit seit weniger als fünf Jahren ausüben. Die Förderung kann auch für den Nebenerwerb und bei einer Unternehmensübernahme erteilt werden. Der Kredit wird für Investitionen und Betriebsmittel bereit gestellt und ist mit seinen günstigen Rahmenbedingungen auf Gründer zugeschnitten.
  • Universell: Der KfW Gründerkredit Universell stellt Gründern mit hohem Kapitalbedarf bis zu 10 Millionen Euro zur Verfügung. Der Kredit Universell richtet sich an Jungunternehmer, die nicht länger als fünf Jahre in ihrer Tätigkeit auf dem Markt sind. Das Kapital wird für Investitionen und Betriebsmittel zur Verfügung gestellt. Anders als beim Kredit StartGeld erfolgt keine Haftungsfreistellung für die Hausbank. Die Tilgungsmodalitäten des Kredits sind auf die speziellen Anforderungen von Gründern eingestellt. 

Tipps zur Unternehmensgründung – Mikro- und Mikromezzaninfonds

  • Mikrofinanzierung: Mikrokredite werden nicht durch die Hausbank, sondern durch die Förderbanken vergeben. Die Kredite mit einem Umfang zwischen 5.000 bis 25.000 Euro kommen aus einem gemeinsamen staatlichen Fördertopf. Der Mikrokreditfonds Deutschland wird durch die GLS Bank verwaltet. Wer für seine Unternehmensneugründung einen Mikrokredit zugesprochen bekommt, der erhält nur kleine Beträge, die mit einem Zins von 8,9% belastet sind. Die Tilgung ist entweder monatlich oder am Ende der Laufzeit mit einer einzigen Zahlung zu leisten. Die Laufzeit des Mikrokredits beträgt bis zu drei Jahren.
  • Mikromezzaninfonds: Der Mikromezzaninfonds Deutschland stellt bis zu 50.000 Euro als wirtschaftliches Eigenkapital für Gründer und Jungunternehmer bereit. Das Eigenkapital aus dem Mikromezzaninfonds verschafft finanzschwachen Gründern einen Zugang zu günstigen Darlehen. Das Geld steht dabei als stille Beteiligung zur Verfügung und wird von Kreditgebern als das für die Kreditvergabe notwendige Eigenkapital anerkannt. Gründer, die keinen höheren Bedarf als die 50.000 Euro haben, können die Gelder aus dem Mikromezzaninfonds auch für ihre Investitionen einsetzen. Der Mikromezzaninfonds richtet sich an
    – Unternehmen, die ausbilden
    – die Unternehmensneugründung nach der Arbeitslosigkeit
    – weibliche Unternehmsgründerinnen
    – Migranten
    – die Gründung sozialer oder umweltorientierter Betriebe. Für die Gewährung von Mitteln aus dem Mikromezzaninfonds sind keine Sicherheiten notwendig. Die Laufzeit für die Tilgung beträgt insgesamt zehn Jahre.

Rechtliche Aspekte der Unternehmensgründung – was ist zu beachten?

Bei der Firmengründung gilt es, zahlreiche Bestimmungen hinsichtlich des Gewerberechts, des Handelsrechts, des Gesellschaftsrechts, des Bürgerlichen Rechts und des Steuerrechts zu beachten. 

Gewerbeanmeldung – Gewerbefreiheit und Gewerbeordnung

In Deutschland hat jeder Bürger das Recht, ein Gewerbe auszuüben. Doch das Gewerberecht bestimmt mit seiner Gewerbeordnung über die Regeln der Unternehmensführung. Daher muss eine Unternehmensneugründung beim zuständigen Gewerbeamt angemeldet werden. Grundsätzlich gilt dabei jede Tätigkeit als Gewerbe, die selbstständig und mit der dauerhaften Absicht ausgeführt wird, um damit wirtschaftliche Gewinne zu erzielen. Auf eine Gewerbeanmeldung können jedoch die so genannten freien Berufe verzichten, denen zum Beispiel Ärzte, Zahnärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Ingenieure oder Künstler und Journalisten angehören.

Eintrag ins Handelsregister

Unternehmen, die eine kaufmännische Tätigkeit ausüben, müssen einen Eintrag ins Handelsregister vornehmen lassen. Sie unterliegen damit dem Handelsrecht. Für alle anderen Unternehmen, die nicht ins Handelsregister eingetragen sind, gelten die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches oder des Gesellschaftsrechts.

Vor der Unternehmensgründung die Unternehmensform wählen

Bei einer Unternehmensgründung kannst du nur eine Rechtsform für deinen Betrieb wählen, die auch im Handelsrecht zugelassen ist. Für die verschiedenen Unternehmensformen gelten unterschiedliche Regelungen, die in den Gesetzbüchern festgelegt sind.

Rechtliche Aspekte der Unternehmensgründung – Unternehmensform 

  • Das Bürgerliche Gesetzbuch gilt als Rechtsgrundlage für die kleingewerblichen Unternehmen. Dazu gehören neben den Einzelunternehmern und Kleingewerbetreibenden auch die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).
  • Ins Handelsregister eingetragene Unternehmen sind der Einzelkaufmann e.K., die offene Handelsgesellschaft (OHG), die Kommanditgesellschaft (KG), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung und C. Kommenditgesellschaft GmbH & C. KG, sowie die GmbH & Co. OHG. Für diese Unternehmensformen gilt das Handelsgesetzbuch.
  • Dem Gesellschaftsrecht unterstellt sind die Kaufmännischen Kapitalgesellschaften, die GmbH, die Aktiengesellschaft (AG), die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) und die Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt (UG). 

Steuerrecht

Für alle Unternehmen gelten unabhängig von ihrer Unternehmensform die Regelungen des Einkommenssteuer- und Umsatzsteuergesetzes. Der Steuergesetzgebung sind alle Unternehmen gleichermaßen unterstellt. 

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