Finanzen   25.1.2018

Ab 2018: Smartphone von der Steuer absetzen

Das Smartphone gehört inzwischen ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Denn die Möglichkeiten des Gerätes erstrecken sich vom Telefongespräch über den Abruf von E-Mails und die Kontoabfrage bis hin zum Online-Einkauf. Und unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du Dein Smartphone von der Steuer absetzen.

Welche Neuerung ab 2018 gibt es für Geringwertige Wirtschaftsgüter?

Der Gesetzgeber hat den Höchstbetrag für die Absetzbarkeit von geringwertigen Wirtschaftsgütern erhöht. Betrug die maximale Pauschale bislang 410 Euro pro Jahr, steigt sie ab dem 1. Januar 2018 auf 800 Euro jährlich. Zu den geringwertigen Gütern gehören neben Tablets, Laptops und Handys dank der Erhöhung nun auch die teureren Smartphones. Geringwertige Wirtschaftsgüter erfahren ihre steuerliche Geltendmachung in einer einzigen Summe. Erst wenn die Anschaffung einen höheren Kaufwert hat, dann erstreckt sich die steuerliche Absetzbarkeit über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Denn dann splittet sich der Kaufpreis in mehrere Teile, die über entsprechend viele Jahre hinweg abgeschrieben werden.

Ab 2018: Smartphone von der Steuer absetzen

Wer sein Handy auch oder ausschließlich beruflich nutzt, kann es von der Steuer absetzen und so Geld sparen.

Smartphone von der Steuer absetzen – nicht nur für Selbständige

Grundsätzlich gilt, dass Du das Smartphone von der Steuer absetzen kannst, wenn Du es beruflich einsetzt. Doch nicht nur Selbständige und Freiberufler, sondern auch Arbeitnehmer können in den Genuss der steuerlichen Absetzung kommen.

Welche Regelungen gibt es für Arbeiter und Angestellte?

Arbeiter und Angestellte, die ihr Smartphone beruflich nutzen, können ihre Kosten als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend machen. Allerdings können Arbeitnehmer nicht alle ihre Ausgaben für das Smartphone von der Steuer absetzen. Denn der Gesetzgeber geht davon aus, dass Angestellte ihr Handy auch privat nutzen. Daher müssen sie nachweisen, in welchem Umfang sie das Smartphone privat nutzen und für die Arbeit einsetzen.

Handy Tagebuch als Nachweis

Um dem Finanzamt die Handynutzung genau zu dokumentieren, können Arbeitnehmer ein Handy Tagebuch führen. In dieses können sie sämtliche Gespräche mit beruflicher Nutzung eintragen. Das Handy Tagebuch kann dem Finanzamt zusammen mit den Einzelverbindungsnachweisen des Handy Anbieters als anerkannter Beleg dienen.

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Berufsgruppen, die das Smartphone absetzen können

Auch die Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen kann das Finanzamt überzeugen. Denn manche Berufe bringen es mit sich, dass ein Smartphone notwendig ist. Zu den Berufsgruppen, die gute Aussichten darauf haben, dass sie ihr Smartphone von der Steuer absetzen können gehören

  • Außendienstmitarbeiter
  • Immobilienmakler
  • Versicherungsmakler
  • Journalisten
  • Projektmanager
  • Sozialarbeiter
  • u.a.

Wenn Du zu einer dieser Berufsgruppen gehörst, dann kannst Du bis zu 50 Prozent Deiner Ausgaben für das Smartphone von der Steuer absetzen. Für die Anerkennung kannst Du Deiner Steuererklärung ein Schreiben beilegen. In diesem beschreibst Du den Einsatz Deines Smartphones für die Arbeit.

Steuerliche Absetzung für Selbständige

Selbständige haben gute Chancen, ihr Handy zu 100 Prozent von der Steuer abzusetzen. Der maximale Anteil ist vollständig absetzbar, wenn Du das Handy ausschließlich beruflich einsetzt. Daher kann sich für Freiberufler der Kauf eines zweiten privaten Handys lohnen. Grundsätzlich können Selbständige ihr Smartphone als Betriebsausgabe geltend machen. Und das betrifft sowohl die Kosten für die Anschaffung als auch die laufenden Kosten des Betriebs mit der Handyrechnung.

Absetzung als Betriebsausgabe

Solange der Kaufpreis des Smartphones den Maximalwert für geringfügige Wirtschaftsgüter nicht überschreitet, kannst Du es im Jahr der Anschaffung vollständig absetzen. Und da der Höchstwert für geringfügige Wirtschaftsgüter seit dem Jahr 2018 erheblich gestiegen ist, stehen die Chancen, das Smartphone im Jahr der Anschaffung in einem einzigen Betrag abschreiben zu können, recht gut. Zusätzlich kannst Du die Vorsteuer, die der Kaufpreis enthält, in der Umsatzsteuererklärung von Deiner vereinnahmten Umsatzsteuer abziehen. Auch aus der Handyrechnung kannst Du den Nettobetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Und die bezahlte Vorsteuer Deiner Handyrechnungen ziehst Du wieder von den Einnahmen an Umsatzsteuer ab.

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Diskussion

2 comments

  1. 17. Januar 2019 am 23:32

    Danke für diesen interessanten Beitrag, um das Thema abzurunden hätte mich sehr interessiert, wie ein mögliches Schreiben an das Finanzamt aussehen könnte und welche Argumentation / Formulierung bereits von den Behörden als hinreichend akzeptiert wurde, um ein Handy absetzen zu dürfen.

    • 18. Januar 2019 am 14:05

      Hallo Herr Schoch,

      leider dürfen wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle Beratung geben.
      Am Besten, Sie kontaktieren dazu Ihren Steuerberater.

      Viele Grüße,
      Julia von Billomat

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