Recht   09.11.2017

AGB für Online-Shops – 5 Tipps zur Verwendung

Die AGB für Online-Shops gehören zum Standard in der Kaufabwicklung des Online Handels. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen – kurz AGB genannt – stellen einen einseitigen Vertrag dar: der Anbieter stellt dem Interessenten seine Bedingungen für den Abschluss eines Geschäftes vor, die der Käufer entweder akzeptieren oder ablehnen kann.

Der Einfachheit halber – AGB

Mit der AGB für Online-Shops legt der Online-Händler seine Vertragsbedingungen für sämtliche Kaufinteressenten einheitlich vor. Die Vertragsparteien handeln die Bedingungen für das Geschäft nicht untereinander aus. Vielmehr gibt der Onlineshop-Betreiber diese einseitig vor. Die Verwendung von AGB für Online-Shops stellen daher grundsätzlich einen einheitlichen Vertrag dar, der für sämtliche Geschäftsabschlüsse gilt. Die AGB schaffen Klarheit in der Abwicklung und erleichtern damit den Ablauf.

AGB für Online-Shops - 5 Tipps

Die AGB klären deinen Kunden über die Bedingungen seines Einkaufs in deinem Onlineshop auf. Deswegen solltest du nicht darauf verzichten.

Allgemeine Geschäftsbedingungen – Deine Bedingungen

Die AGB erlauben es dem Online-Händler, gesetzliche Regelungen aus dem Kauf- und Vertragsrecht den Bedürfnissen seines Unternehmens anzupassen. Formulierungen aus der Gesetzgebung können in der AGB konkretisiert werden. So kann eine AGB für Online-Shops zum Beispiel festsetzen, dass die im Gesetzestext formulierte „angemessene Frist“ eine exakte Frist von fünf Tagen beträgt. Zugleich setzen die Vorschriften der Paragraphen 305 und folgende aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch der Ausgestaltung der AGB klare Grenzen.

AGB für Online-Shops – fünf Tipps

  • AGB und BGB
  • Inhalt
  • Anforderungen
  • Wirksamkeit
  • Sonderfall AGB für Online-Shops

Die Vertragsfreiheit und die AGB

In Deutschland gilt die Vertragsfreiheit. Das bedeutet, dass Unternehmen nicht in der Pflicht stehen, eigene AGB zu verfassen und zu verwenden. Wenn ein Unternehmen seinen Geschäftspartnern gegenüber keine firmeneigene AGB vorstellt, dann gelten die gesetzlichen Bestimmungen, wie sie das BGB oder das HGB festlegen. Darüber hinaus können die Vertragspartner natürlich auch einen individuellen Vertrag für ihr Geschäft abschließen. In der Praxis hat sich jedoch die Verwendung einer AGB für Online-Shops bewährt und ist daher ausdrücklich zu empfehlen.

Das muss drin sein

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten sämtliche Voraussetzungen, die für den Vertragsabschluss gelten sollen. Diese können in ihren einzelnen Vorgaben individuell gestaltet sein. Die AGB für Online-Shops sollten folgende Kriterien ausführen und festlegen:

  • Vertragsabschluss
  • Preis
  • Zahlungsmodalitäten
  • Lieferbedingungen
  • Mängelhaftung
  • Haftung
  • Eigentumsvorbehalt

Anforderungen an die AGB für Online-Shops

Das erste Gebot für sämtliche AGB ist die Verständlichkeit. Die Regelungen müssen so formuliert sein, dass der normale Laie sie verstehen kann. Auch die optische Darstellung der AGB muss gut zu lesen sein. Um Übersicht zu schaffen, helfen Überschriften und Absätze.  Die AGB müssen zudem inhaltlich fair sein. Sie dürfen den Käufer nicht unangemessen benachteiligen oder ungewöhnliches von ihm fordern.

So entfalten die AGB ihre Wirksamkeit

Der Betreiber des Geschäfts muss den Kunden bei Vertragsabschluss über die Inhalte seiner AGB aufklären. Dazu steht neben dem Angebot oder im Laufe des Bestellvorgangs der Hinweis, dass die AGB des Unternehmens gelten. Zugleich muss der Kunde die AGB leicht auffinden können. Der Hinweis und die Bereitstellung der AGB muss durch den Verkäufer unaufgefordert gegenüber dem Kunden erfolgen. Wenn der Verkäufer seiner Informationspflicht in vollem Umfang nachkommt, dann ist der Kaufabschluss durch den Kunden im normalen Geschäftsalltag gleichbedeutend mit seiner Zustimmung zur AGB.

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Besonderheiten der AGB für Online-Shops

Für den Einsatz von AGB für Online-Shops hat der Gesetzgeber über die normalen Regelungen hinaus besondere Vorschriften geschaffen. Dabei geht es vor allem um die Sicherstellung, dass der Händler seiner Informationspflicht ausreichend nachkommt. Daher müssen die AGB für Online-Shops während des Kaufabschlusses für den Kunden nicht nur deutlich sichtbar dargestellt werden. Der Kunde muss auch die Kenntnisnahme durch einen aktiven Klick bestätigen. Darüber hinaus muss der Online-Händler seine AGB zum Download bereitstellen, damit der Kunde diese auch speichern kann.

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