Finanzen   26.6.2019

Als Kleinunternehmer Rechnungen ins EU-Ausland schicken

Die Zusammenarbeit mit Kunden in einem europäischen Nachbarland ist nicht nur für große und mittelständische Unternehmen von Bedeutung, sondern wird auch für Kleinunternehmer zunehmend selbstverständlich. Daher versenden auch Kleinunternehmer Rechnungen ins EU-Ausland, nachdem sie für ihre Kunden dort tätig geworden sind. Da sie für ihre Lieferungen und Leistungen keine Mehrwertsteuer erheben, unterliegen sie innerhalb von Deutschland ganz bestimmten Regelungen. Welche Regelungen für Kleinunternehmer Rechnungen ins EU-Ausland gelten, lohnt einer genaueren Betrachtung.

  1. USt ID – Welche Regelungen gelten für Kleinunternehmer?
  2. Angabe der USt ID für Kleinunternehmer Rechnungen ins EU-Ausland
  3. Was bedeutet das Reverse-Charge-Verfahren für Kleinunternehmer?
  4. Umsatzsteuervoranmeldung durch USt ID – Was ist zu beachten?
  5. USt ID beantragen – Wie geht das als Kleinunternehmer?
  6. Gefährden Umsätze aus dem EU-Ausland deinen Status als Kleinunternehmer?
  7. Welche Pflichtangaben musst Du auf der Rechnung machen?
  8. Was musst Du bei einer Rechnung in die Schweiz beachten?
  9. Was gilt für digitale Güter an Privatpersonen innerhalb der EU?
Als Kleinunternehmer Rechnungen ins EU-Ausland verschicken

Auf die Größe des Unternehmens kommt es nicht an – es gelangen auch immer mehr Kleinunternehmer Rechnungen ins EU-Ausland. In diesem Beitrag verraten wir Dir mehr darüber. (Bild © pexels.com)

USt ID – Welche Regelungen gelten für Kleinunternehmer?

In der Regel benötigst Du als Kleinunternehmer für Deine Verkäufe oder Dienstleistungen innerhalb von Deutschland keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer – kurz USt ID. Denn als Kleinunternehmer bist Du von der Umsatzsteuerpflicht in Deutschland befreit und weist daher in Deinen Rechnungen innerhalb von Deutschland keine Mehrwertsteuer aus. Die Entbindung von der Pflicht, Umsatzsteuer zu erheben hat zur Folge, dass Du keine Umsatzsteuer Identifikationsnummer benötigst, um Deine Geschäfte rechtssicher abzuwickeln. Lediglich Unternehmen, die umsatzsteuerpflichtig sind und die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch nehmen, müssen über eine USt ID verfügen und diese regulär auf ihren Geschäftsunterlagen und insbesondere in allen ihren Rechnungen angeben. 

Angabe der USt ID – Was gilt für Kleinunternehmer Rechnungen ins EU-Ausland?

Für bestimmte Geschäfte innerhalb der EU ist die Angabe der USt ID auch für Kleinunternehmer erforderlich. Grundsätzlich können Unternehmer die folgenden geschäftlichen Tätigkeiten im Rahmen ihres Betriebs mit dem EU-Ausland abwickeln, für die unterschiedliche Regelungen hinsichtlich der USt ID gelten:

Verkauf oder Bezug von Waren oder sonstigen Leistungen durch den Kleinunternehmer

Beim Verkauf oder Bezug von Waren oder sonstigen Leistungen durch den Kleinunternehmer gilt es, sowohl die Tätigkeit des Kleinunternehmers als auch den Status der Kunden zu unterscheiden:

  • Verkauf von Waren an andere Unternehmen / B2B Verkauf
  • Verkauf von Waren an Privatpersonen / B2C Verkauf
  • Einkauf von Waren von anderen Unternehmen / B2B Einkauf
  • Dienstleistungen gegenüber anderen Unternehmen / B2B Leistung
  • Dienstleistungen gegenüber Privatpersonen / B2C Leistung
  • Bezug von Dienstleistungen von anderen Unternehmen / B2B Leistungsbezug

B2B Verkauf von Waren

Die USt ID ist in Kleinunternehmer Rechnungen ins EU-Ausland für Warenverkäufe nicht erforderlich. Denn bei der Lieferung von Waren an Kunden, die in einem anderen Mitgliedsstaat innerhalb der EU ansässig sind, müssen Kleinunternehmer ebenso keine Mehrwertsteuer erheben, wie für Lieferungen im eigenen Land.

B2C Verkauf von Waren

Für Verkäufe von Kleinunternehmen an Privatkunden im EU Ausland ist keine USt ID erforderlich. Auf der Rechnung weisen Kleinunternehmer genauso wie bei ihren Rechnungen im Inland keine Mehrwertsteuer aus. Auch muss die Rechnung ins EU-Ausland genauso wie für innerdeutsche Rechnungen den Hinweis auf die Umsatzsteuerbefreiung enthalten.  

B2B Einkäufe aus dem EU Ausland

Bei Einkäufen von Waren aus dem EU Ausland werden Kleinunternehmer ebenso behandelt wie Privatleute. Auf der Ware ist die Mehrwertsteuer aufgeschlagen, die in dem Land üblich ist, in dem der Lieferant seinen Sitz hat. Daher ist es nicht erforderlich, dass Kleinunternehmer ihrem Lieferanten im EU Ausland ihren Status als Unternehmer in Form ihrer USt ID mitteilen. 

Achtung: Kleinunternehmer, die ihre USt ID gegenüber Lieferanten im EU Ausland freiwillig mitteilen, müssen für ihre Einkäufe automatisch Erwerbsteuer bezahlen. Diese Form der Umsatzsteuer fällt für den Kunden immer dann an, wenn er als Unternehmen von einem gewerblichen Lieferanten mit Sitz im EU Ausland Waren einkauft. Regulär fällt bei B2B Verkäufen innerhalb der EU Erwerbsteuer für den gewerblichen Kunden an. Der Lieferant stellt in diesem Fall eine Rechnung ohne Mehrwertsteuer. Der gewerbliche Kunde muss sodann selbstständig die Mehrwertsteuer auf den Nettorechnungsbetrag aufschlagen, diese in der folgenden Umsatzsteuervoranmeldung angeben und an das Finanzamt als Erwerbsteuer abführen. Da Kleinunternehmer keinen Vorsteuerabzug nutzen können, müssen sie für die Steuer selbst aufkommen. Zudem müssen sie in diesem Fall eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Solange Kleinunternehmer ihre USt ID gegenüber dem Lieferanten nicht mitteilen, können sie ihre Ware wie Privatleute mit Mehrwertsteuer einkaufen. Den Bruttorechnungsbetrag können sie als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen. Daher sollten Kleinunternehmer immer darauf achten, dass sie bei Einkäufen aus dem EU Ausland keine USt ID angeben. 

Dienstleistungen

Erbringst Du als Kleinunternehmer Dienstleistungen für Kunden im EU Ausland, dann musst Du unterscheiden, ob Du für ein Unternehmen tätig wirst oder ob Dein Kunde eine Privatperson ist. 

B2B Dienstleistung an Unternehmen

Kleinunternehmer, die für andere Unternehmen im EU Ausland Dienstleistungen erbringen, müssen auf ihrer Rechnung eine USt ID angeben. Denn für B2B Dienstleistungen eines Unternehmens für einen gewerblichen Kunden innerhalb der EU gilt das Reverse Charge Verfahren. Der gewerbliche Kunde im EU Ausland muss die Umsatzsteuer an sein örtliches Finanzamt abführen. 

B2C Dienstleistung an Privatpersonen

Für Dienstleistungen an Privatleute müssen Kleinunternehmer keine USt ID angeben und auch keine Mehrwertsteuer verlangen. Auf der Rechnung muss der Hinweis auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung enthalten sein. 

B2B Bezug von Dienstleistungen aus dem EU Ausland

Kleinunternehmer, die Leistungen von anderen Unternehmern mit Sitz in einem anderen EU Mitgliedsstaat erhalten, müssen dem Dienstleister ihre USt ID mitteilen. Denn auch wenn Kleinunternehmer die Dienstleistung erhalten, greift das Reverse Charge Verfahren.

Was bedeutet das Reverse-Charge-Verfahren für Kleinunternehmer?

Für Dienstleistungen innerhalb der EU gilt sowohl für umsatzsteuerpflichtige Unternehmen als auch für Kleinunternehmer das Reverse Charge Verfahren. Reverse Charge dreht die Steuerschuld um. Das bedeutet, dass der Kunde zum Steuerschuldner wird. 

In der Regelbesteuerung innerhalb Deutschlands erhebt der Dienstleister in seiner Rechnung von seinem Kunden die Mehrwertsteuer. Mit der Rechnungsstellung wird der Dienstleister gegenüber seinem zuständigen Finanzamt zum Steuerschuldner. Die Mehrwertsteuer, die er von seinem Kunden in Rechnung gestellt hat, lebt als Steuerschuld auf. Diese muss er in einer Umsatzsteuervoranmeldung angeben und an das Finanzamt ausbezahlen. 

Während in der regulären nationalen Abwicklung der Dienstleister zum Steuerschuldner wird, geht bei einer innergemeinschaftlichen Dienstleistung die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger über. Der Kleinunternehmer stellt eine mehrwertsteuerfreie Rechnung an seinen gewerblichen Kunden im EU Ausland. Der ausländische Unternehmer schlägt den Mehrwertsteuersatz, der in seinem Land Gültigkeit hat, auf den Rechnungsbetrag des Kleinunternehmers auf. Die Mehrwertsteuer führt er sodann selbstständig an sein zuständiges Finanzamt ab. Die USt ID ist auf der Kleinunternehmer Rechnung deshalb erforderlich, damit das Reverse Charge Verfahren rechtssicher ausgeführt werden kann. 

Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer müssen für alle Leistungen ins EU Ausland, in denen das Reverse Charge Verfahren greift, regelmäßig eine Zusammenfassende Meldung, kurz ZM, erstellen. Kleinunternehmer müssen das Reverse Charge Verfahren zwar genauso anwenden wie regulär besteuerte Unternehmen. Die ZM hingegen müssen Kleinunternehmer nicht abgeben.

Umsatzsteuervoranmeldung durch USt ID – Was ist zu beachten?

Kleinunternehmer, die ihre USt ID für den Bezug von Waren oder Dienstleistungen aus dem EU Ausland eingesetzt haben, müssen für die Abrechnungszeiträume, in denen die Lieferungen oder Leistungen anfallen, eine Umsatzsteuervoranmeldung machen. Die Umsatzsteuervoranmeldungen werden bei Waren- oder Dienstleistungsbezug aus dem EU Ausland unabhängig von ihrem Status als Kleinunternehmer fällig. Ihre Umsatzsteuervoranmeldungen müssen Kleinunternehmer eigenständig und ohne vorherige Aufforderung erstellen und beim Finanzamt abgeben.

USt ID beantragen – Wie geht das als Kleinunternehmer?

Für die Fälle, in denen Du für geschäftliche Aktivitäten im Ausland eine USt ID benötigst, musst Du die Nummer beim . Die Beantragung erfordert für Gründer eine Wartezeit von bis zu zwei Monaten. Daher sollten sich Gründer rechtzeitig um die Erteilung einer USt ID bemühen, wenn sie im EU Ausland tätig werden möchten. Wenn Dein Unternehmen hingegen bereits seit längerer Zeit schon tätig ist, dann erfolgt die Zuteilung der USt ID meist innerhalb von wenigen Tagen.

Gefährden Umsätze aus dem EU-Ausland deinen Status als Kleinunternehmer?

Dein Status als Kleinunternehmer gilt unabhängig davon, welche Art von Tätigkeit Du ausübst und welche Kunden Du dabei bedienst. Lediglich die Umsatzgrenzen in Höhe von 17.500 Euro Umsatz im Vorjahr und zugleich 50.000 Euro im laufenden Jahr sind ausschlaggebend dafür, ob Du Deinen Status als Kleinunternehmer behältst, oder ob Du in die Regelbesteuerung wechseln musst. Dabei gilt als Umsatz das Einkommen, das Du tatsächlich erzielst. Auf Deine Umsätze musst Du keine Umsatzsteuer aufschlagen. Somit gelten alle Deine Nettoeinnahmen zugleich als Bruttoumsätze, deren jährliche Gesamtsumme unterhalb der Grenzen liegen muss. Daher können Umsätze, die Du durch Kunden aus dem EU Ausland erzielst, Deinen Status als Kleinunternehmer nicht gefährden. 

Welche Pflichtangaben musst Du auf Deiner Kleinunternehmer Rechnung ins EU-Ausland machen?

Da Du für bestimmte geschäftliche Aktivitäten eine Umsatzsteuer Identifikationsnummer benötigst und in bestimmten Fällen das Reverse Charge Verfahren anzuwenden ist, müssen Deine Rechnungen ins EU Ausland in den entsprechenden Fällen mit zusätzlichen Informationen versehen sein.

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Innergemeinschaftliche B2B Dienstleistung 

Neben den üblichen Pflichtangaben auf Rechnungen musst Du für Dienstleistungen gegenüber gewerblichen Kunden im EU Ausland sowohl Deine USt ID verwenden als auch die USt ID des Kunden angeben. Zudem musst Du in diesem Fall den Hinweis auf die Anwendung des Reverse Charge Verfahrens in Deinen Kleinunternehmer Rechnungen ins EU-Ausland anführen. 

Formulierung des Hinweises auf das Reverse Charge Verfahren

Für den Hinweis auf das Reverse Charge Verfahren kannst Du zum Beispiel die folgende Formulierung verwenden: „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ oder „Für diese Rechnung wird das Reverse Charge Verfahren angewendet“.

Was musst Du bei einer Rechnung in die Schweiz beachten?

Lieferungen von Waren in die Schweiz

In der Regel sind Verkäufe von Waren durch deutsche Unternehmer an gewerbliche Kunden außerhalb der EU umsatzsteuerfrei. Das bedeutet, dass Du als Kleinunternehmer für Warenlieferungen an andere Unternehmen mit Sitz in einem Land, das nicht Mitglied der EU ist, keine Mehrwertsteuer erhebst und auch keine USt ID benötigst. 

Wusstest Du, dass die Schweizer Regelungen für die Mehrwertsteuer angepasst wurden? In diesem Artikel verraten wir Dir, was Du zur neuen Schweizer Mehrwertsteuerregelung wissen musst. >>>

In der Schweiz entsteht jedoch für ausländische Unternehmen, die Kunden innerhalb der Schweiz mit Waren beliefern, eine Steuerpflicht. Die Steuerpflicht in der Schweiz für Unternehmen, die nicht in der Schweiz ansässig sind, entsteht jedoch erst dann, wenn das ausländische Unternehmen einen weltweiten Umsatz von mindestens 100.000 CHF erzielt. Damit fällt für deutsche Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer für Lieferungen an Kunden in der Schweiz an. 

Dienstleistung an Unternehmer in der Schweiz

Gilt innerhalb der EU das Reverse Charge Verfahren für innergemeinschaftliche Dienstleistungen, so gilt in der Schweiz die sogenannte Bezugssteuer für bestimmte Dienstleistungen von nicht schweizer Unternehmen gegenüber gewerblichen Kunden im schweizer Inland. Zu den Dienstleistungen, auf die Bezugsteuer in der Schweiz anfällt gehören:

  • Dienstleistungen der Werbung
  • Beratungsleistungen durch Treuhänder, Anwälte, Vermögensverwalter und mehr
  • Managementdienstleistungen
  • Dienstleistungen der Datenverarbeitung
  • Personalverleih
  • Rechtsübertragung von immateriellen Rechten

Auch die Bezugsteuer dreht die Steuerschuld um und funktioniert somit ähnlich wie das Reverse Charge Verfahren. Auf der Abrechnung für Dienstleistungen in die Schweiz müssen Kleinunternehmer ihre USt ID sowie die USt ID des Kunden angeben. Zudem sollte der Hinweis, dass die Leistung nicht in Deutschland versteuert wird, auf der Kleinunternehmer Rechnung stehen. Die Formulierung für den Hinweis kann zum Beispiel lauten: „nicht im Inland steuerbare Leistung“. 

Was gilt für digitale Güter an Privatpersonen innerhalb der EU?

Seit Beginn des Jahres 2015 gelten insbesondere für den Verkauf digitaler Güter an Privatpersonen besondere Regelungen innerhalb der EU. So ist der Verkauf von digitalen Gütern an Privatpersonen nicht mehr in dem Land zu besteuern, wo das liefernde Unternehmen seinen Sitz hat. Vielmehr wird für diese Lieferungen innerhalb der EU das so genannte Bestimmungslandprinzip angewendet. Das bedeutet, dass die Steuer in dem Land zu bezahlen ist, in dem der Kunde seinen Wohnsitz hat. Das Kleinunternehmen erhebt somit für seine Lieferung keine Mehrwertsteuer. Die USt ID ist auf der Rechnung anzugeben, da Umsatzsteuer für die Lieferung anfällt. Für Kunden von Kleinunternehmen bedeutet das, dass sie ihre Lieferung genauso wie bei regulären Lieferanten bei ihrem örtlichen Finanzamt melden und dort Umsatzsteuer bezahlen müssen. 

Diskussion

15 comments

  1. 18. Oktober 2017 am 17:19

    Hallo,

    vielen Dank für diesen Artikel. Also bei Kleinunternehmerregelung und Verkauf ins EU-Ausland benötigt man die USt-IDNr und diese muss dann auch auf den Rechnungen ins EU-Ausland stehen. In welchem Gesetz ist das festgelegt?

    Viele Grüße,
    Simon

  2. 19. Oktober 2017 am 16:41

    Obwohl Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreit sind, müssen sie die Regelungen aus dem Umsatzsteuergesetz beachten. Der § 14 Abs. 4 UStG regelt die Form, wie Rechnungen gestellt werden müssen. Diese gelten daher auch für Kleinunternehmer. Dort ist zu lesen, welche Angaben auf der Rechnung stehen müssen. Eine der Angaben, die auf der Rechnung stehen müssen, ist die Steuernummer, die der Unternehmer vom Finanzamt erhalten hat oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, die er vom Bundeszentralamt für Steuern erhalten hat.
    Auch Kleinunternehmer müssen eine der beiden Steuernummern angeben.
    Ich hoffe, meine Auskunft hilft Ihnen weiter.
    Viele Grüße
    Christine

  3. 25. Dezember 2017 am 6:25

    Wie wäre es, wenn ich in Ungarn ein Unternehmen gründe und als Kleinunternehmer (andere Grenze, ich weiß) für deutsche Unternehmen arbeite, die zum Teil aber nicht alle selber grundsätzlich mehrwertsteuerfrei arbeiten (z. B. Ärzte)? Wie stelle ich dann Rechnungen? Ich weiß, dass ein Steuerberater hier helfen kann. Aber nein, ich habe noch keinen gefragt.

    • 17. Januar 2018 am 8:13

      Hallo Susanne,

      leider dürfen wir per Kommentar hier keine Rechtsberatung durchführen. Das darf einzig allein der Steuerberater. Von daher lautet unsere Antwort: Bitte konsultiere hierzu deinen Steuerberater.

      Viele Grüße
      Doreen von Billomat

  4. 12. Januar 2018 am 22:08

    Liebe Freunde, Steuer Ident.Nr. angeben bei Kleinbetragsrechnungen ins Ausland o.k., – aber USt ausweisen und Empfänger-Versteuerungspflicht vermerken ? Wer als „Klein-Empfänger“ macht da mit ??
    Der springende Punkt ist doch, wer zahlt die USt ?
    Befreiung ist ja EU-länderspezifisch und Befreiung bis 240,- € (150 € alt) nicht die Regel. In Italien z.B. sind auch Kleinbetragsrechnungen aus dem Ausland umsatzzuversteuern.

    Die Ust- sollte bei Kleinbeträgen hin oder her in Europa bis Betrag x generell entfallen, beidseitig. Aber diesen Mut bringt wohl wieder kein Politiker auf, sich für Otto-Normal einzusetzen. Die Lobbies sind eben bei den Grossen , den Konzerne, S.E. usf., die eh abschreiben können oder Steuern vermeidbar/erstattbar machen können. Hin oder her.

    Wer weiss Besseres für den Kleinunternehmer mit kleinen Auslandsrechnungen (USt-Zahlung)

    Danke P.

    • 17. Januar 2018 am 8:11

      Hallo Peter,

      danke für dein Kommentar. Gibt es andere Meinungen zu dem Thema? Bitte gerne kommentieren und diskutieren!

      Viele Grüße
      Doreen von Billomat

  5. 29. März 2018 am 11:33

    Meiner Ansicht nach wird in dem Artikel ein falsches Bild über die Pflicht eines Kleinunternehmers, eine UStID bei innergemeinschaftlichen Lieferungen oder Dienstleistungen zu verwenden bzw. auf seinen Rechnungen auszuweisen, suggeriert.

    Aus § 19 Abs. 1 S. 4 UStG ergibt sich m. E., dass eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer auch bei Lieferungen/Dienstleistungen ins Ausland nicht auf der Rechnung anzugeben und demzufolge auch nicht nötig ist.

    Auszug aus § 19 Abs. 1 S.4:
    „In den Fällen des Satzes 1 finden die Vorschriften über die {…} Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummern in einer Rechnung (§ 14a Abs. 1, 3 und 7) und über den Vorsteuerabzug (§ 15) keine Anwendung.“

    • 11. April 2018 am 13:57

      Lieber Peter,

      Eine ausführliche Beschreibung von Pflichten und Rechten eines Kleinunternehmers findest Du zum Beispiel auf der Seite des Finanzamts Bayern.

      Der direkte Link zum Text:
      https://www.finanzamt.bayern.de/Wuerzburg/Aktuelles/Aus_dem_Finanzamt/Merkblatt_zur_Besteuerung_von_Kleinunternehmern.pdf

      Dort heißt es unter anderem zur USt bzw USt ID:

      „Auch ein Kleinunternehmer kann am innergemeinschaftlichen Handel teilnehmen und hierfür eine Umsatzsteuer- Identifikationsnummer erhalten.“

      Das bedeutet, dass auch Kleinunternehmer für ihren Handel bzw ihre Rechnungsstellung eine USt ID brauchen, auch wenn sie keine Umsatzsteuer erheben.

      und

      „Bei der Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung finden folgende Vorschriften keine Anwendung:

      – Vorsteuerabzug gemäß § 15 UStG,

      – gesonderter Ausweis der Steuer in einer Rechnung gemäß § 14 Abs. 1 UStG*),

      *) Wichtig: Weist ein Kleinunternehmer dennoch in einer Rechnung den Steuerbetrag offen aus, so schuldet er den ausgewiesenen Betrag. (Rechnungsbeispiele für den Kleinunternehmer im Anhang)“

      Hier ist nicht die Rede davon, dass Kleinunternehmer keine USt ID bräuchten. Lediglich die Erhebung der Steuer und ihr gesonderter Ausweis entfallen. Die Notwendigkeit, auch als Kleinunternehmer eine USt ID zu verwenden, entfällt hiermit nicht.

      Ich hoffe, dass ich Deine Frage richtig verstanden habe und sie damit auch beantworten konnte.

      Viele Grüße
      Christine

  6. 4. April 2018 am 19:14

    Hallo,

    also ich bin Kleinunternehmer und habe eine USt-IDNr., musste aber noch nie eine Umsatzsteuervoranmeldung machen.

  7. 12. April 2018 am 20:56

    Zu „Pflichtangaben für Kleinunternehmer auf Rechnungen ins EU-Ausland…die USt-IDNr. deines Kunden“ . Wenn man als Kleinunternehmer einen B2C Verkauf an einen Endkunden im Ausland tätigt, wird derjenige wohl keine Ust.Nr haben. Ist in dem Artikel nur B2B gemeint?

    • 17. April 2018 am 14:10

      Hallo Thomas,

      leider dürfen wir aus rechtlichen Gründen keine Beratung geben. Am besten kontaktierst du dazu deinen Steuerberater.

      Viele Grüße,
      Julia von Billomat

  8. 27. November 2018 am 16:50

    Und jetzt komme ich mit meiner Frage. Wie verhält es sich denn bei Lieferung digitaler Güter an privat Personen? Seit dem 1.1.15 ist meines Wissens eine Regelung in Kraft die den Ort des Anfalls der Umst eben nicht beim Verkäufer sondern beim Kunden vorsieht.

    • 27. November 2018 am 17:52

      Hallo Melanie,

      leider dürfen wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle Beratung geben – aber vielleicht kann dir jemand aus der Community die Frage beantworten.

      Viele Grüße,
      Julia von Billomat

  9. 24. April 2019 am 15:10

    Hallo,

    wie gehe ich um, wenn ich eine Rechnung in die Schweiz schicke? Die Schweiz ist nicht in der EU.

    Danke
    Yolanda

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