02. Nov 2017 | Gründung

Als Optiker selbstständig machen: Wie stehen deine Chancen?

Optiker ist ein Handwerksberuf und für Selbstständige gilt die Meisterpflicht. Wer sich als Optiker selbstständig macht, der hat also schon einiges an Berufserfahrung gesammelt, eine Lehre und die Meisterschule absolviert.   Auch angestellte Optiker brauchen einen Meistertitel, wenn sie zum Beispiel eine Filiale leiten möchten. Arbeitet ein Optiker selbstständig mit eigenem Laden oder  einer eigenen Filiale eines Franchisegebers, dann ist er Kammermitglied, braucht einen Gewerbeschein und was sonst noch zur Gründung dazu gehört. Wichtig ist aber vor allem, das Fingerspitzengefühl für die Kunden.

Brillen gehen immer

Wer heute als Optiker arbeitet, sitzt nicht im stillen Kämmerlein und schleift Linsen. Meist kommt die Brillenkollektion über Großhändler und Partner, die Linsen werden extern gefertigt und zugeliefert. Der Beruf erfordert neben der technischen und physikalischen Seite auch sehr viel Wissen über das Auge, Fehlsichtigkeiten und Krankheiten, die das Sehvermögen betreffen.

Als Optiker selbstständig machen
Der Optiker-Beruf hat sich weiterentwickelt. Deswegen sollte man bei Eröffnung eines Ladengeschäfts auch an Online-Marketing denken.

Optiker arbeiten in einem Bereich der Gesundheitsdienstleistungen: Sie stellen Hilfsmittel zum Sehen her, passen sie individuell an, verkaufen sie und beraten Kunden. Sie kennen sich auch mit Kontaktlinsen und Lesehilfen aus.

Die Arbeit mit den Kunden ist im Arbeitsalltag vieler Optiker der wichtigste Aspekt. Die Kunden kommen wieder, wenn sie in zwei oder drei Jahren die nächste Brille brauchen und sich bei der letzten Brille gut beraten fühlten. Eine Brille sollte nicht nur Sehhilfe sein, sondern auch am Kopf des Kunden gut aussehen. Brillenträger folgen Modetrends. Gleichzeitig sind sie sich aber der Tatsache bewusst, dass eine Brille ein täglicher Begleiter ist. Da sie in der Regel die Kosten für die Brille selbst tragen, weil die gesetzlichen Krankenkassen sich aus der Versorgung von Kurz- und Weitsichtigkeit zurückgezogen haben, sind sie außerdem preisbewusst.

Die Anzahl möglicher Kunden ist groß, da sehr viele Menschen kleine oder schwerwiegende Fehlsichtigkeiten ausgleichen müssen. Viele Kinder brauchen schon früh die erste Brille und ab da alle paar Jahre eine neue. Der demografische Wandel tut sein übriges, in der alternden Gesellschaft steigt der Bedarf an Gleitsicht- und Lesebrillen.

Als Optiker selbstständig? Eine Standortfrage

Dennoch sind die Kunden nicht überall gleich verteilt. Wer über die Selbstständigkeit nachdenkt, sollte neben genauer Finanzplanung auch die Standortwahl vom Unternehmen im Blick haben. Die Konkurrenzsituation ist wichtig. Zwar gibt es inzwischen Brillen auch online zu kaufen, aber für Kunden ist auch der direkte Kontakt zu einem Optikergeschäft wichtig. Seien es kleinere Reparaturen oder wirklich die Beratung vor Ort: Brillenkunden brauchen Orte zum Hingehen. Wie viele Konkurrenten gibt es schon an deinem Wunschort? Gibt es den Anbieter, mit dem du gerne arbeiten möchtest bereits mit einer Filiale in deiner Stadt? Sucht jemand einen Nachfolger für ein bestehendes Optiker-Geschäft?

Auch nach der Gründung ist der Standort dein Orientierungspunkt: Dein Kunde ist in der Nähe. Er fährt nicht viele Kilometer wegen einer Brille. Darum muss sich Online-Marketing und alle anderen Werbemaßnahmen danach ausrichten, dass du als Optiker mit eigenem Ladengeschäft vor Ort für deine Kunden da bist. Wer einen Optiker in deiner Stadt sucht, sollte dich nicht nur im Telefonbuch sondern auch im Internet als regionalen Anbieter finden können.

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